Nagelpilz: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Infektion mit einem Nagelpilz, in der Fachsprache als Onychomykose bezeichnet, ist keine bedrohliche Erkrankung. Aber für die Betroffenen entsteht häufig ein hoher Leidensdruck, weil es aufgrund des Pilzbefalls zu unvorteilhaften optischen Veränderungen der infizierten Nägel kommt. Vor allem im Sommer kann dies zu einer enormen psychischen Belastung werden. Umso wichtiger ist es, den Nagelpilz möglichst frühzeitig mit wirksamen Mitteln zu behandeln.

ZeitnahTV „Nagelpilz effektiv behandeln“

15 bis 20 Prozent sind einmal im Leben von Nagelpilz betroffen. Betroffen sind Sportler, spielende Kinder, ältere Menschen mit Durchblutungsstörungen, Diabetiker. Es beginnt mit Nagelverfärbungen, die Nagelplatte wird bröckelig und verdickt sich. Nagelpilz ist vor allem eine Infektionskrankheit. Man ist ansteckend für sich selbst und für andere. Einfacher Nagelpilz ist zu 100 Prozent in Eigenregie heilbar, insbesondere dann, wenn… mehr

Die wichtigsten Themen auf einen Blick:


Nagelpilz Behandlung

Sie haben Nagelpilz und wir haben die Infos, wie dieser am besten behandelt wird.


Nagelpilz Symptome

Haben Sie wirklich Nagelpilz? Finden Sie es bequem jetzt und hier bei uns heraus.


Nagelpilz Ursachen

Sie möchten Nagelpilz vorbeugen und die Ursachen meiden? Hier finden Sie alle Infos.


Nagelpilz Ansteckung

Sie haben Angst andere anzustecken? Wir haben die Antworten auf Ihre Fragen.


Nagelpilz Medikamente

Diese oft rezeptfreien Mittel helfen schnell Ihre Nagelpilzinfektion zu besiegen.


Nagelpilz Hausmittel

Hier erfahren Sie, ob die kleinen Hausmittel bei einer Infektion wirklich helfen.

Ursachen der Nagelpilzinfektion

Bei den Erregern für den Nagelpilz handelt es sich meistens um mikroskopisch kleine Fadenpilze (Dermatophyten), die sich von der Hornsubstanz in der Haut und den Nägeln ernähren. Diese Pilze sind auch der Auslöser für einen Befall mit Fußpilz und anderen Hautpilz-Erkrankungen. Weitere mögliche Erreger einer Nagelpilz-Infektion sind Hefe- und Schimmelpilze. Diese kommen sehr viel seltener vor, und wenn, dann meist als Mischinfektion zusammen mit Fadenpilzen.

Ansteckungswege

Wärme und Feuchtigkeit sind die idealen Wachstumsbedingungen für die Erreger der Nagelpilz-Infektion. Handelt es sich überdies noch um einen Ort, an dem viele Menschen barfuß gehen, dann steigt das Risiko einer Ansteckung um ein Vielfaches. Besondere Vorsicht ist deshalb überall dort geboten, wo alle diese Bedingungen zusammentreffen, also in Schwimmbädern, Saunen, Turnhallen, Fitnessstudios und Gemeinschaftsduschen.

Der typische Übertragungsweg für den Nagelpilz ist die Schmierinfektion: Der bereits Infizierte verliert befallene Hautschuppen, die bei Kontakt mit der Haut eines gesunden Menschen die Infektion übertragen können. Neben den bereits genannten Orten, an denen die Erreger besonders gut gedeihen, stellen auch Socken, Schuhe, Handtücher, Bettwäsche und Maniküre-Sets ein Risiko dar, wenn infizierte und gesunde Menschen sie gemeinsam nutzen.

Symptome einer Infektion mit Nagelpilz

Das Tückische an der Nagelpilz-Infektion ist, dass sie häufig schleichend beginnt und deshalb lange Zeit unbemerkt bleibt. Die ersten Symptome bestehen in kaum wahrnehmbaren Veränderungen an den Nagelrändern. Dort bilden sich kleine, fleckenartige Verfärbungen. Sonstige Beschwerden treten nicht auf. Wenn die Infektion voranschreitet, verändert sich jedoch die Substanz des befallenen Nagels: Nun wird er brüchig und trüb, die bräunliche Verfärbung wird deutlich sichtbar. Schließlich beginnt der Nagel, sich splitternd aus dem Nagelbett abzulösen. Schreitet die Infektion mit dem Nagelpilz noch weiter voran, wird auch die Haut um den Nagel herum befallen. Die Folge können Entzündungen und Schmerzen sein.

Methoden zur Behandlung von Nagelpilz

Viele Betroffene scheuen sich, wegen ihrer Pilzinfektion zum Arzt zu gehen, und suchen stattdessen nach Möglichkeiten zur Selbstbehandlung. Tatsächlich lässt sich die Onychomykose mit den geeigneten Mitteln gut in den Griff bekommen.

nagelpilz-de-icon-behandlung2

Hinweis:

Falls bereits mehr als drei Nägel oder mehr als zwei Drittel der Nagelfläche vom Nagelpilz befallen sind, sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen und die Therapie mit ihm abklären. > Hautarzt in meiner Nähe finden oder > Hausarzt in meiner Nähe finden

Behandlung mit Hausmitteln

Wenn Betroffene sich auf die Suche nach Behandlungsmöglichkeiten begeben, dann finden sie vor allem im Internet zahlreiche Tipps für Hausmittel gegen den Nagelpilz. Von A wie Apfelessig bis Z wie Zahnpasta werden verschiedenste, teilweise skurrile Methoden vorgeschlagen. Tatsache ist jedoch, dass die medizinische Wirkung für keines dieser angeblichen Wundermittel nachgewiesen werden konnte. Stattdessen drohen allergische Reaktionen, Entzündungen – oder zumindest eine sinnlose zeitliche Verzögerung der Behandlung mit wirksamen Medikamenten. Deshalb: Finger weg!

Behandlung mit Nagellack

Nagellacke gegen Nagelpilz sind sehr beliebt. Sie enthalten einen pilzbekämpfenden (antimykotischen) Wirkstoff wie z. B. Ciclopirox oder Amorolfin und werden je nach der Art des Lackes täglich oder wöchentlich aufgetragen. Der Nachteil dieser Methode ist jedoch der enorme zeitliche Aufwand. Da sich die Erreger und deren Sporen auch in den winzigen Hohlräumen zwischen den Nagelschichten und sogar unten im Nagelbett ansiedeln können, muss der Lack erst die gesamte Nagelplatte durchdringen. Dies dauert in der Regel neun bis zwölf Monate.

Behandlung mit Tabletten

Es besteht auch die Möglichkeit, den Nagelpilz innerlich zu behandeln, das heißt durch die Einnahme von Tabletten. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass diese Medikamente in der Regel verschreibungspflichtig sind. Außerdem müssen vor der Therapie die Erreger bestimmt werden. Als Wirkstoff gegen Fadenpilze kommt hauptsächlich Terbinafin zur Anwendung, Hefe- und Schimmelpilzinfektionen bekämpft man vorrangig mit Itraconazol. Beide Medikamente werden mehrere Monate lang eingenommen. Bleiben sie wirkungslos, kommt unter Umständen Fluconazol zum Einsatz, das jedoch sechs bis zwölf Monate lang eingenommen werden muss. Die Wirksamkeit der Tabletten ist gut, allerdings kommt es bei vielen Anwendern zu Nebenwirkungen, vor allem im Magen-Darm-Trakt. Auch von Leberschäden wurde bei Langzeittherapien vereinzelt schon berichtet.

Kurzzeitbehandlung gegen Nagelpilz

Eine zuverlässige und nebenwirkungsarme Methode zur Behandlung von Nagelpilz bietet ein Kombinationsset aus Creme und Salbe. Dabei wird die Salbe, die neben Bifonazol auch Harnstoff enthält, aufgetragen. So werden die infizierten Teile des Nagels nach und nach aufgelöst, sodass diese abgeschabt werden können. Nach zwei Wochen, wenn nur noch gesunder Nagel übrig ist, erfolgt vier Wochen lang eine Behandlung mit der bifonazolhaltigen Creme. Diese kann nun bis ins Nagelbett hinein wirken und so auch die dort befindlichen Erreger erreichen. Insgesamt dauert die Behandlung nur sechs Wochen, dann kann ein gesunder Nagel nachwachsen.

Faktoren, die das Risiko für einen Nagelpilz erhöhen

Eine Nagelpilzerkrankung kann jeden Menschen in jedem Alter betreffen. Dennoch gibt es bestimmte Personengruppen mit einem erhöhten Risiko für die Erkrankung an Nagelpilz. Nagelpilze können die Fußnägel an den Zehen sowie auch die Fingernägel befallen. Der medizinische Begriff für die Nagelpilzerkrankung lautet: Onychomykose, wobei „Onycho“ das Wort für Nagel und „Mykose“ der Begriff für die Pilzerkrankung ist. Wenn auch Sie zu einer der folgenden Risikogruppen gehören, sollten Sie verschiedene prophylaktische, das bedeutet vorsorgende, Maßnahmen treffen. Falls Sie schon an mit Nagelpilz infizierten Zehen- oder Fingernägeln leiden, sollten Sie diese schnellstmöglich behandeln oder behandeln lassen, da der Nagelpilz dazu neigt sich auszubreiten und die noch gesunden Nägel ebenfalls befallen kann.

Gehören Sie zu einer der Risikogruppen, die besonders häufig von Nagelpilz betroffen sein können?

Personen, die an Durchblutungsstörungen leiden

Durchblutungsstörungen können viele verschiedene Ursachen haben. Die Einschränkung des Blutflusses in den Gefäßen kann bei bestimmten Erkrankungen akut auftreten. Oftmals bestehen die Durchblutungsstörungen aber lange Zeit und sind chronisch. Ursachen können verschiedene Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie auch genetische Veranlagungen oder Ablagerungen sowie Verstopfungen in den Gefäßen und weitere Erkrankungen sein. Zu den Personengruppen, die häufig unter Durchblutungsstörungen leiden, gehören zum Beispiel übergewichtige Menschen, starke Raucher, Menschen mit Diabetes oder Menschen mit Allergien oder anderen Hauterkrankungen, bei denen die Durchblutung stark eingeschränkt ist. Besonders die feinen Kapillargefäße im Bereich der Finger- und Zehennägel erfahren nicht selten kaum noch eine Durchblutung bis gar keine mehr. Diese schwach durchbluteten Körperstellen werden weniger gut mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Auch die Immunabwehr ist in diesen Bereichen stark herabgesetzt, sodass die Pilzerreger besonders gut angreifen und sich ausbreiten können.

Personen, deren Immunsystem geschwächt ist

Zu dem Personenkreis mit einem geschwächten Immunsystem gehören zum Beispiel oftmals Senioren oder auch sehr junge Menschen, frisch operierte Menschen, Personen denen Organe transplantiert wurden. Menschen, bei denen das Immunsystem aufgrund einer chronischen Erkrankung herabgesetzt ist, wie zum Beispiel HIV-positive Patienten, Menschen mit akuten oder chronischen Lungenerkrankungen und Weitere, tragen ebenfalls ein erhöhtes Risiko aufgrund einer verringerten Immunabwehr. Da das Immunsystem bei diesen Personen nicht in der Lage ist ausreichende Abwehrstoffe und Antikörper zu bilden, können sich diese Personen mit den Pilzsporen von Faden-, Hefe– oder Schimmelpilzen als Nagelpilzerreger besonders leicht infizieren.

Über 70-jährige Senioren

Bei den meisten Senioren über 70 Jahren liegen aufgrund verschiedener Alterserkrankungen sowohl eine Schwächung des Immunsystems als auch häufig Durchblutungsstörungen aufgrund von verschiedenen Herz-Kreislauf- oder Stoffwechselerkrankungen vor. Ebenso sind viele Senioren vom Typ 2 – Diabetes, einem weiteren großen Risikofaktor für eine Nagelpilzerkrankung, betroffen. Zusätzlich zu den krankheitsbedingten Ursachen, kommen bei Senioren den Nagelpilz noch altersbedingte Ursachen hinzu. So ist bei vielen Senioren die Bewegungsfähigkeit stark eingeschränkt. Es fällt ihnen schwer, sich nach dem Baden oder Duschen auch an den Füßen und Zehen richtig abzutrocknen und in den Zehenzwischenräumen kann ein feucht-warmes Klima entstehen, das den Nagelpilz begünstigt. Auch das Tragen von Stützstrümpfen oder das am Tag lange Tragen von Schuhen können mit dazu beitragen, dass der Nagelpilz sich leichter ausbreiten kann. Senioren sind in ihren körperlichen Wahrnehmungen nicht selten auch eingeschränkt, sodass sie zum Beispiel den für einen Nagelpilz typischen Juckreiz kaum spüren.

Typ 2 – Diabetiker

Diabetes mellitus Typ 2 ist die häufigste auftretende Diabetesform und wird im Erwachsenenalter, oftmals im Seniorenalter, erworben. Bei dieser Erkrankung ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage ausreichend Insulin zu produzieren, um den Zuckergehalt im Blut auf ein gesundes Maß zu reduzieren. Aufgrund des erhöhten Blutzuckerspiegels können die feinen Kapillaren an den Fingern und Zehen verstopfen und die Durchblutung ist eingeschränkt oder vollkommen gestört. Auch die Haut kann durch die mangelnde Durchblutung oder den zu hohen Zuckergehalt spröde und rissig sein. Kommt noch ein feucht-warmes Klima hinzu, da Senioren oder Diabetiker auch leicht frieren und gern dickere Socken oder Strümpfe tragen, finden die verschiedenen Nagelpilzerreger ein perfektes Umfeld für eine Infektion und ihre Ausbreitung vor.

Sportler

Sportler verfügen allgemein, aufgrund ihrer körperlichen Fitness, über ein sehr gut funktionierendes Immunsystem und leiden kaum unter Durchblutungsstörungen. Zum Personenkreis, der mit einem höheren Risiko für eine Nagelpilzerkrankung Betroffenen gehören sie, da sie sich oftmals an Orten aufhalten, die eine Infektion begünstigen können, wie zum Beispiel in Gemeinschaftsduschen, Umkleidekabinen, Schwimmbädern und Ähnliches. Auch entsteht in den Socken und Schuhen bei der Ausübung des Sportes, durch das Schwitzen oder auch stundenlanges Tragen, oftmals das den Nagelpilz begünstigende feucht-warme Klima. Bei bestimmten Sportarten kann es sogar sein, dass das Schuhwerk für den Sport ausgeliehen wird, wie zum Beispiel beim Eislaufen, Bowling und Ähnliches. Sind die Schuhe, die von mehreren Personen für den Sport getragen werden, nicht ausreichend desinfiziert, besteht ein erhöhtes Risiko für eine Pilzinfektion

produktempfehlung-nagelpilz-de

Canesten® EXTRA Nagelset

Canesten® EXTRA Nagelset
Medikamente per Klick
Preis 28,99 € inkl. Versand
Jetzt bestellen
Schnelle und wirksame Bekämpfung von Nagelpilz

Canesten® Hygiene Wäschespüler

Canesten® Hygiene Wäschespüler
Medikamente per Klick

Preis 5,16 € inkl. Versand
Jetzt bestellen
Prävention vor Wiederinfektion