Fluconazol – ein Wirkstoff für schwerwiegende Fälle

Azol-Antimykotika sind bereits seit Ende der 1960er Jahre auf dem Markt. Das erste seiner Art war Clotrimazol, das nur oral aber nicht als Injektion verabreicht werden konnte .1978 folge Ketonazol, welches injizierbar war, sich jedoch als äußert leberbelastend erwies. Fluconazol ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Azol-Antimykotika mit wachstumshemmender Eigenschaft, indem ein bestimmtes Enzym, welches am Wachstum des Pilzes beteiligt ist, ausgebremst wird. Dosisabhängig kann Fluconazol auch fungizid wirken.

Fluconazol ist eine Entwicklung der Pharmafirma Pfizer. Die Zulassung wurde 1990 erteilt, die Medikation erfolgt in den meisten Fällen oral, das Medikament kann aber auch injiziert werden. Zum Einsatz kommt das Präparat bei Schleimhautinfektionen mit Candida, schweren Pilzinfektionen der Haut und der Schleimhäute und bei systemischen Pilzinfektionen. Im Fall von Nagelpilz wird Fluconazol nur eingesetzt, wenn Behandlungen mit anderen Mitteln erfolglos blieben oder, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sind. Fluconazol ist allerdings nicht neben- und wechselwirkungsfrei. Am häufigsten wurde von Übelkeit, Erbrechen Durchfall und der Erhöhung von bestimmten Enzymwerten berichtet. Riskant ist die Anwendung in der Schwangerschaft, insbesondere dann, wenn Fluconazol in hohen Dosen und über einen längeren Zeitraum verabreicht wird. Ebenfalls abgeraten wird von einer Einnahme während der Stillzeit, da Fluconazol in die Muttermilch übergeht.

Fluconazol ist in verschiedenen Stärken erhältlich, die Einnahme erfolgt üblicherweise einmal pro Woche. Das Präparat ist rezeptpflichtig. Die Anwendung von Fluconazol dauert bei Nagelpilzinfektionen so lange, bis der betroffene Nagel komplett ersetzt ist, in der Regel sechs bis zwölf Monate.

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