Äußerst unangenehm und hartnäckig. Der Nagelpilz

Mehr als ein Schönheitsfehler

Nagelpilz, also die Pilzinfektionen der Zehen- und Fingernägel, ist eine ansteckende und hartnäckige Infektion: Haben sich die Erreger erst einmal im Nagelbereich eingenistet, kann sie nur eine gründliche Therapie wieder vertreiben.


Auslöser können verschiedene Pilz-Typen sein: Fadenpilze, Hefe- oder Schimmelpilze. Im Allgemeinen sind es dieselben Pilze, die Nagelpilz und andere Hautpilzinfektionen verursachen. Da Nagelpilz oft aus einer unzureichend behandelten Nagelpilzinfektion entsteht, sind Zehennägel etwa viermal häufiger betroffen als Fingernägel.


Schmerzen und andere stärkere Beschwerden fehlen oft lange. Deshalb werden Veränderungen oft als vorübergehende Erscheinung gesehen. Damit gibt man dem Pilz ungewollt Zeit, größere Schäden am Nagel anzurichten.


17 Prozent aller Erwachsenen haben Nagelpilz, bei einigen Risikogruppen liegt die Infektionsrate sogar noch deutlich höher. Durchblutungsstörungen stellen ein besonders hohes Nagelpilz-Risiko dar. Besonders folgende Personen sollten auf die Gesundheit ihrer Nägel achten:


  • Über-50-Jährige
  • Nagelpilz-Infizierte
  • Diabetiker
  • Menschen mit Durchblutungsstörungen
  • Sportler, die ihre Füße mechanisch stark belasten
  • Nicht nur zum Lackieren gut - Bau und Funktion der Nägel

    Nägel stabilisieren und schützen die empfindlichen Zehen- und Fingerkuppen, auch das sichere Greifen wird erst mithilfe unserer Fingernägel möglich.

    Der auffälligste Nagelbestandteil ist die verhornte und gewölbte Nagelplatte. Bei einem gesunden Nagel liegt sie, eingefasst von Nagelfalz und Nagelwall, fest auf dem so genannten Nagelbett.

    Die Nagelsubstanz wird im hinteren Nagelabschnitt ständig neu gebildet. Hier produziert die Nagelmatrix neue Zellen, die verhornt und zusammengepresst die Nagelplatte bilden. Von der Matrix aus wird der neu gebildete Bereich der Nagelplatte über das Nagelbett um bis zu einem Millimeter pro Woche nach vorn gedrückt.