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Gesunder Fuß und gesunde Nägel nach einer erfolgreichen Nagelpilz-Behandlung

(K)ein Gast auf Zeit– So behandeln Sie Nagelpilz

Da eine Infektion mit Nagelpilz nicht von allein abheilt, ist eine effektive und schnelle Nagelpilz-Behandlung unabdingbar. Ein unbehandelter Nagelpilz kann im schlimmsten Fall den Nagel vollständig zerstören und auf andere Nägel übergreifen. Darüber hinaus ist ein unbehandelter Nagelpilz eine Ansteckungsfalle für andere Menschen. Im Folgenden erhalten Sie hilfreiche Ratschläge, wie Sie Nagelpilz schnell und effektiv behandeln können.

Nagelpilz – Wie werde ich ihn wieder los?

Um eine Nagelpilz-Infektion rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie Ihre Nägel regelmäßig bei der Fuß- und Nagelpflege kontrollieren. Da die ersten Symptome nur kleine Flächen betreffen, ist es manchmal schwer, den Pilz zu erkennen. Im Zweifelsfall suchen Sie am besten eine Hautärztin/einen Hautarzt auf.

Im frühen Stadium einer Nagelpilz-Infektion reichen in der Regel lokale Therapien zur Bekämpfung der Pilzerreger aus. Dann können Sie die Nagelpilz-Behandlung selbst durchführen. Dazu stehen Ihnen verschiedene Mittel gegen Nagelpilz zur Verfügung. In der Apotheke erhalten Sie hilfreiche Ratschläge und rezeptfreie Medikamente für die lokale Anwendung, mit denen Sie den Nagelpilz bekämpfen können. Je früher Sie beginnen, Ihren Nagelpilz zu behandeln, desto einfacher ist die Therapie.

Ist die Infektion erst einmal weit fortgeschritten, kann die Behandlung sehr langwierig sein. Lokale Therapien reichen dann meist nicht mehr aus. In diesem Fall sollten Sie die Hilfe eines Hautarztes in Anspruch nehmen.

 

Typischer Infektionsverlauf von Nagelpilz

Typischer Infektionsverlauf von Nagelpilz - Grafik

Medikamente gegen Nagelpilz

Die Mittel, die für die Behandlung von Pilzinfektionen geeignet sind, werden als Antimykotika bezeichnet. Medikamente für die lokale Nagelpilz-Behandlung bekommen Sie rezeptfrei in Ihrer vor-Ort- oder Internet-Apotheke. Dazu zählen antimykotische Nagellacke, Cremes, Lösungen und Salben, die Sie regelmäßig auf die befallenen Nägel auftragen. Für eine gründliche Bekämpfung einer Nagelpilz-Infektion muss das eingesetzte Antipilzmittel die Erreger sowohl im Nagel als auch im Nagelbett erreichen. Dafür geeignet ist beispielsweise die Canesten® Extra 2-Phasen-Kurztherapie: In der ersten Behandlungsphase mit dem Canesten® Extra Nagelset wird die infizierte Nagelsubstanz mit Urea aufgeweicht und anschließend schmerzfrei abgetragen. Gleichzeitig bekämpft das neben Urea in der Salbe enthaltene Antipilzmittel Bifonazol (Breitband-Antimykotikum) gezielt die Pilzerreger und verhindert so die weitere Ausbreitung und Ansteckung. Ein Behandlungsfortschritt ist bereits nach ein bis zwei Wochen sichtbar. In der zweiten Phase über vier Wochen wird die Canesten® Extra Creme direkt auf das Nagelbett aufgetragen und bekämpft dort tiefsitzende Resterreger – eine der häufigsten Ursachen für das wiederholte Auftreten von Nagelpilz. Jetzt kann ein gesunder Nagel nachwachsen. Ohne Rezept können auch einige Nagellacke, die Wirkstoffe gegen Pilz enthalten, erworben werden. Die Anwendung von Nagellack bei Nagelpilz erscheint einfach, doch dauert es in der Regel sehr lange, bis sich erste sichtbare Erfolge zeigen. Bei einem Fingernagel geht man von mindestens sechs Monaten, bei den Fußnägeln sogar von neun bis zwölf Monaten Therapiedauer aus.

Behandlung von Nagelpilz mit dem Nagelset von Canesten® – Anwendungsvideo

Alle lokalen Therapien gegen Nagelpilz sind sicher und gut verträglich.

Ist der Nagelpilz schon weiter fortgeschritten, kann der Arzt falls nötig zusätzlich zu den lokalen Therapien Medikamente zur Bekämpfung des Nagelpilzes von innen (in der Regel in Form von Tabletten) verschreiben.

Weitere Nagelpilz-Behandlungsmöglichkeiten

Eine andere Methode der Nagelpilz-Behandlung, die Ihnen Ihr Hautarzt anbieten kann, ist eine Lasertherapie, die aufgrund der verschiedenen Eigenschaften der Laserstrahlen den Nagelpilz bekämpfen soll. Es gibt bisher jedoch keine wissenschaftlichen Untersuchungen, die den Einsatz von Lasern bei Nagelpilz unterstützen.

Vorsicht bei Hausmitteln

Viele Betroffene versuchen zunächst, ihrem Nagelpilz mit allerlei Hausmitteln zu Leibe zu rücken. Teebaumöl und Essig gelten als „Geheimtipps“ im Kampf gegen die Sporen. Aber auch ätherische Öle, Alkohol, Zahnpasta und Backpulver sowie Fußbäder mit ausgewählten Kräutern werden zur Behandlung von Nagelpilz empfohlen.

Doch Vorsicht: Gegen Nagelpilz-Erreger wie Dermatophyten, Hefe- oder Schimmelpilze, können sie nur wenig ausrichten. Außerdem kann insbesondere Teebaumöl, wenn es auf die Haut aufgetragen wird, zu allergischen Reaktionen führen. Alkohol und Essig können die Haut empfindlich reizen.

Ein weiteres Hausmittel soll Eigenurin sein. Der dahintersteckende Gedanke könnte sein, dass Harnstoff (Urea) in hohen Konzentrationen infiziertes Nagelmaterial aufweicht. Dafür ist die Konzentration von Urea im Harn aber viel zu gering.

Insgesamt konnte die Wirkung von Hausmitteln gegen Nagelpilz bisher wissenschaftlich nicht belegt werden. Eine Nagelpilz-Behandlung mit Hausmitteln reicht daher in der Regel nicht für eine erfolgreiche Therapie aus. Hausmittelkuren können sogar schaden, denn sie kosten wertvolle Zeit und geben den Erregern die Gelegenheit, sich weiter auszubreiten.


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Gesunde Ernährung unterstützt die Nagelpilz-Behandlung

Auch wenn es immer wieder diskutiert wird, bisher gibt es keine Belege dafür, dass beispielsweise der Verzicht auf Zucker, eine basische Ernährung oder bestimmte Spezialdiäten Einfluss auf eine Nagelpilzinfektion haben, bzw. den Pilzen den Nährboden entziehen. Da aber ein intaktes Immunsystem dem Körper grundsätzlich die Abwehr von Erregern aller Art, also auch Pilzen erleichtert, können Sie einen positiven Einfluss auf eine Nagelpilz-Infektion nehmen, wenn Sie sich gesund und ausgewogen ernähren.

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Weitere nützliche Tipps und Hinweise

Nagelpilz entsteht fast immer aus einer Fußpilzinfektion. Deshalb gilt es zu allererst eine evtl. gleichzeitig vorliegende Fußpilzinfektion zu behandeln, bzw. eine solche zu verhindern. Hier einige Tipps:

  • Tragen Sie in Schwimmbäder, Saunen, Umkleidekabinen und andere Bereiche, in denen viele Menschen barfuß laufen, immer Flipflops oder Badeschuhe.
  • Da Pilze sich besonders gern in einem feucht-warmen Milieu ansiedeln und entwickeln, sollten Sie auf eine Fußbekleidung aus natürlichen Materialien achten, die eine ausreichende Belüftung der Füße gewährleistet.
  • Auch feuchtigkeitsabsorbierende Schuheinlagen schaffen ein trockenes Klima für Ihre Füße.
  • Trocknen Sie nach dem Waschen die Füße sorgfältig ab – besonders zwischen den Zehen.
  • Pflegen Sie Ihre Füße. Eine intakte Hautbarriere macht den Erregern das Eindringen schwer. Auf einem gut eingecremten Fuß können sich Pilzerreger nur schwer ansiedeln.

Eine Nagelpilz-Behandlung gilt erst dann als abgeschlossen, wenn Ihre Nägel vollständig gesund nachgewachsen sind. Die dafür nötige Zeit ist unterschiedlich lang. So wachsen Nägel an den Händen deutlich schneller als an den Füßen. Das Nagelwachstum ist außerdem von Mensch zu Mensch leicht unterschiedlich und z.B. von der Durchblutung abhängig. Auch das Ausmaß des Pilzbefalls beeinflusst die Dauer, wie lange der Nagel nachwächst.


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Achten Sie in der Zeit der Behandlung darauf, dass Sie Socken und Handtücher regelmäßig bei 60 Grad waschen. Auch Badezimmerteppiche sollten regelmäßig gewaschen werden. Vermeiden Sie während der Infektion barfuß zu gehen, damit der Erreger sich nicht in den Wohnräumen, beispielsweise auf Teppichen und Fliesen verteilt. Begleitend zur Behandlung der Pilzinfektion mit Medikamenten kann auch eine professionelle medizinische Fußpflege den Heilungsprozess unterstützen.

Wir haben zudem noch weitere Behandlungs- und Vorbeugungsmethoden für Sie unter die Lupe genommen:

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Nach wissenschaftlichen Standards verfasst und geprüft

Geprüft: Dr. Norbert Becker, Humanbiologe und Experte für Pilzkrankheiten

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