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Nagelpilz, auch als Onochomykose oder Tinea unguium bezeichnet, ist eine Pilzinfektion der Fußnägel, seltener auch der Fingernägel. In der Regel wird der Nagelpilz durch ein Antimykotikum behandelt. Wer jedoch Sorge wegen eventueller Nebenwirkungen hat, sucht gerne nach einem rezeptfreien Hausmittel aus der Küche. Hier erfahren Sie, ob eine Behandlung von Nagelpilz mit Oreganoöl sinnvoll ist und was bei der Anwendung beachtet werden sollte.

Oregano

Oregano hat heilende Wirkung

Aus der italienischen Küche ist der Oregano kaum wegzudenken: Pizza und Pasta schmecken nur dann richtig würzig, wenn sie mit Oregano verfeinert wurden. Doch der Oregano kann noch mehr. Seit der Antike hilft er als Heilkraut gegen Krankheiten und Beschwerden. Das Öl des Oregano wirkt beispielsweise wie ein natürliches Antibiotikum und damit antibakteriell, antiviral und fungizid, bekämpft neben Bakterien und Viren auch Pilze. Das Öl wird mit Hilfe von Wasserdampf extrahiert und enthält neben den ätherischen Ölen Thymol und Carvacrol auch P-Cymol, das schmerzlindernd wirkt. Außerdem enthält das Oreganoöl Vitamine und Mineralstoffe, fördert die Durchblutung, hemmt Entzündungen und lindert Schmerzen.

Vorsicht bei der Anwendung

Das Heilkraut gehört als Gewächs zu den Lippenblütlern und kann ebenso wie die anderen Lippenblütler Majoran, Thymian, Lavendel, Basilikum oder Goldnessel Allergien auslösen. Treten bei der Behandlung von Nagelpilz mit Oreganoöl zusätzlich Juckreiz, Hautausschlag oder gar Atemnot auf, sollte dringend ein Arzt konsultiert werden. Außerdem hat Oreganoöl eine blutverdünnende Wirkung, das ist dann wichtig, wenn entsprechende Medikamente eingenommen werden. In diesem Fall sollte ebenfalls lieber ein Arzt konsultiert werden. Da Oreganoöl Wehen auslösen kann, sollte die Anwendung während einer Schwangerschaft auf jeden Fall vermieden werden.

Der Nagelpilz

Auch wenn ein Nagelpilz Finger– und Fußnägel gleichermaßen befallen kann, ist er häufiger auf Fußnägeln zu finden. Nagelpilze lieben es feucht und warm: Wenn Sie den ganzen Tag in geschlossenen Schuhen unterwegs sind, fühlt sich der Nagelpilz entsprechend wohl. Übertragen wird er ebenfalls oft dort, wo es feucht und warm zugeht. Das kann ein Schwimmbad sein, aber auch die gemeinsam benutzte Dusche im Fitnessclub. Die Symptome einer Onychomykose, wie der Nagelpilz vom Hautarzt genannt wird, können durchaus unterschiedlich aussehen. Doch in jedem Fall ist es wichtig, den Nagelpilz so früh wie möglich korrekt zu behandeln. Andernfalls kann ein ganzer Nagel vom Pilz zerstört werden.

Die ersten Anzeichen von Nagelpilz

Hat ein Nagelpilz einen Zehen- oder Fingernagel infiziert, verliert dieser seinen Glanz und sieht stumpf aus. Bleibt der Nagelpilz unbehandelt, färbt sich der infizierte Nagel weiß bis gelblich. Unter der Nagelplatte beginnt der Nagel zu verhornen und wird allmählich dicker. In diesem Stadium drückt manchmal der Nagel schmerzhaft auf das Nagelbett, besonders dann, wenn die Schuhe an den Zehen nicht ausreichend Platz bieten. Je poröser der Nagel wird, desto besser gelingt es auch Bakterien, sich dort anzusiedeln. Dann kann eine Entzündung zusätzlich zum Fußpilz ausgelöst werden und der Nagel kann dabei extrem empfindlich gegenüber Druck werden. Je mehr sich der Fußpilz im Nagel ausbreiten kann, desto brüchiger und rissiger wird er.

Die Ursache für Nagelpilz

Nagelpilz ist in der Regel ein Fadenpilz, manchmal aber auch ein Hefe- oder Schimmelpilz, der sich vom Keratin des Nagels ernährt. Die Pilzsporen werden von Mensch zu Mensch, aber auch via Handtuch, Badematte, Teppich oder feuchten Fußböden übertragen. Da sie es warm und feucht lieben, wachsen sie gerade an Schweißfüßen besonders gut. Stecken diese den ganzen Tag in geschlossenen Schuhen, bleibt es innen warm und feucht und die Pilze wachsen hervorragend.

So wird der Nagelpilz effektiv behandelt

Falls Sie zum ersten Mal einen Nagelpilz vermuten, sollten Sie den Arzt konsultieren. Dieser prüft nach, welcher Pilz sich bei Ihnen angesiedelt hat und empfiehlt ein wirksames Antimykotikum. Die eigentliche Behandlung der Nagelpilze hängt von der Schwere der Symptome ab. Ist der Befall leicht, kann eine lokale Behandlung ausreichend sein. Es gibt Cremes, Stifte und Nagellacke, die antimykotisch wirken und den Nagelpilz bekämpfen. Sind die Fußnägel bereits stärker vom Nagelpilz betroffen oder sogar die Nagelwurzel infiziert, verordnet der Mediziner oft orale Medikamente gegen den Nagelpilz. Wichtig ist in jeden Fall: Wenden Sie die Medikamente so lange an, wie es laut Packungsanweisung vorgeschrieben ist oder Ihnen vom Arzt oder Apotheker empfohlen wurde. Auch wenn Sie nichts mehr sehen, kann sich der Pilz noch auf dem Nagel befinden. Eine Behandlung mit Oreganoöl gegen Nagelpilz kann allenfalls unterstützend wirken, schließlich dringt das Öl nicht in die tieferen Schichten des Nagels ein.

Nagelpilz unbedingt behandeln

Ein Nagelpilz verschwindet nicht von alleine, er muss in jedem Fall behandelt werden. Da er sich am Anfang leichter und schneller behandeln lässt, sollten Sie so früh wie möglich damit beginnen. Breitet sich die Nagelmykose unbehandelt aus, befällt sie nicht nur einen Zehennagel nach dem anderen, sondern kann beim Tragen von engen Schuhen Schmerzen verursachen. Ebenso kann sich bei einem unbehandelten Nagelpilz auch das Nagelbett entzünden. Gleichzeitig steigt die Gefahr, dass sich auch die anderen Mitglieder der Familie mit Nagelpilz infizieren.

Schutz vor Nagelpilz

Eine Infektion mit Nagelpilz lässt sich zwar nicht hundertprozentig vermeiden, doch das Risiko lässt sich mindern. Verwenden Sie stets eigene Handtücher und tragen Sie in öffentlichen Schwimmbädern und anderen Einrichtung Badeschlappen oder andere geeignete Schuhe. Für ein gesundes Fußklima sorgen Strümpfe und Schuhe aus natürlichen und atmungsaktiven Materialien. Darin schwitzen die Füße weniger und ein Nagelpilz kann sich nicht so schnell festsetzen oder gar ausbreiten.

Mit seinen hochwertigen Inhaltsstoffen kann Oreganoöl die Behandlung bei Nagelpilz unterstützen. Allerdings wird das Oreganoöl jedoch kaum die klassischen Antimykotika ersetzen können, da es lediglich auf der Oberfläche des Nagels wirkt.

 


Quelle:
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/nagelpilz-910306.html

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