in Behandlung

Gegen Nagelpilz gibt es eine ganze Palette an Hausmitteln. Dazu gehört Pechsalbe, die sich aufgrund ihrer antifungiziden und entzündungshemmenden Wirkung durchaus für die Behandlung einer leichten Infektion eignet. Im Anfangsstadium von Nagelpilz können Sie Pechsalbe verwenden und beobachten, ob sich die Infektion zurückbildet oder ob sie sich trotz Behandlung weiter ausbreitet. Wie bei allen Heilmitteln auf natürlicher Basis ist das Wirkungsspektrum begrenzt und erreicht nicht die Intensität, die ein pharmazeutisches Antimykotikum erzielt.

gelbe Salbe in braunem Glas

Welche Wirkung erzielt Pechsalbe?

Pechsalbe wird aus Baumharz und Ölen hergestellt. Sie verfügt über eine antimykotische, antifungizide und antibakterielle Wirkung. Ein leichter Nagelpilz ist durchaus mit Pechsalbe behandelbar und bei regelmäßiger Anwendung heilbar. Am besten eignet sich eine Pechsalbe, die aus dem Harz der Fichte hergestellt wurde. Alternativ eignen sich auch Präparate aus dem Harz der Tanne, der Kiefer oder der Lärche. Der erste Versuch der Behandlung sollte vorsichtig und mit einer kleinen Menge Pechsalbe durchgeführt werden. Denn neben den gewünschten Wirkungen kann es zu Irritationen der Haut und damit zu einer unerwünschten Begleiterscheinung kommen.

Was ist Pechsalbe, woraus besteht sie?

Pechsalbe besteht aus dem festen Harz von Nadelbäumen. Das flüssige, frische und weiche Harz ist für die Salbe ungeeignet. Im Volksmund wird Harz als Pech bezeichnet, woraus sich der Name der antifungiziden Salbe ergibt. Um die gewünschte Konsistenz zu erreichen, werden Öle oder Bienenhonig beigemischt. Auch diese Zutaten der Pechsalbe sind entzündungshemmend und daher für die Behandlung von Nagelpilz geeignet.

Warum Nagelpilz nicht von allein weggeht

Am Anfang zeigt sich Nagelpilz in Form einer kleinen Verfärbung, die meist kurz über dem Nagelbett oder an einer oberen Abschlusskante des Finger- oder des Fußnagels entsteht. Wenn Sie sich bereits zu diesem Zeitpunkt für eine Behandlung mit Pechsalbe entscheiden, stehen die Chancen auf eine vollständige Ausheilung ohne weitere Verbreitung der Pilzsporen durchaus gut. Ohne einen antimykotischen Wirkstoff ist es unmöglich, die Vergrößerung der Infektion zu verhindern und die Ausbreitung der Erreger einzudämmen. Nagelpilz heilt nicht von selbst und ist hoch ansteckend, wodurch die Behandlung eine äußerst wichtige Rolle spielt und mit großer Sorgfalt erfolgen muss.

Pechsalbe als natürliches Heilmittel im Anfangsstadium – hilft das?

Bei hartnäckigem, mehrere Nägel betreffenden oder den Fuß, beziehungsweise die Hand bereits erreichten Nagelpilz sollten Sie von einer Behandlung mit natürlichen Heilmitteln absehen. Starker Nagelpilz bzw. Nagelpilz im fortgeschrittenen Stadium sollte unbedingt mit einem pharmazeutischen Antimykotikum behandelt werden.

Ob die Pechsalbe im Anfangsstadium hilft und die Beschwerden lindert, zeigt sich bereits wenige Tage nach der ersten Anwendung. Sollte sich der verfärbte Fleck vergrößern oder sollte es zu Juckreiz kommen, können Sie davon ausgehen, dass die gewünschte Wirkung nicht erzielt wird. Durch die entzündungshemmenden und antifungiziden Inhaltsstoffe des Nadelbaumharzes ist eine Linderung aber durchaus möglich.

Warum wirkt Pechsalbe gegen die Ausbreitung der Mykose?

Das Wirkungsspektrum von Baumharz ist vielseitig. Die antimykotische und antifungizide Wirkung ist nur ein Vorteil von Pechsalbe, die aus Harz hergestellt wird. Auch die entzündungshemmenden und beruhigenden Eigenschaften wirken sich positiv auf Ihre Haut aus. In den meisten Fällen geht Nagelpilz mit kleinen Rissen in der Nagelhaut und im Nagelbett einher. Auf diesem Weg können sich die Pilzsporen weiter ausbreiten und vom Nagel in die Hand oder in den Fuß eindringen. Pechsalbe sorgt für einen schnelleren Wundverschluss und kann, wenn es um die Eindämmung der Infektion und damit um die Heilung von Nagelpilz geht, hilfreich sein.

Bei hartnäckigem Nagelpilz mit Hausmitteln behandeln oder zum Arzt gehen?

So heilend und wirksam das Harz der Nadelbäume ist: Bei einer großflächigen Erkrankung sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Bedenken Sie, dass Nagelpilz ansteckend ist und sich durch Schmierinfektionen verbreitet. Sie können Ihre Familie anstecken, die Pilzsporen aber auch auf Ihrem Körper verteilen und so an Hautpilz an verschiedenen Körperstellen erkranken. Wenn Sie eine Ausbreitung feststellen oder nach der Anwendung von Pechsalbe keine Linderung feststellen, ist der Dermatologe der richtige Ansprechpartner. Auch bei sehr starkem Nagelpilz sollten Sie nicht experimentieren, sondern sich direkt für ein starkes Antimykotikum vom Hautarzt entscheiden.


Bildnachweis: © T Caesar / Pixabay

Quellen:

Pechsalbe – Universelles Heilmittel bei vielen Beschwerden

Bewertung
[Gesamt: 0 / Durchschnitt: 0]

Suchbegriff eingeben und Enter drücken

Hand mit Wundrose in Folge einer NagelpilzerkrankungNagelschere