in Behandlung

Schwarzkümmelöl ist ein natürliches Hausmittel, das in Vorderasien bereits seit Jahrtausenden genutzt wird. Es lindert Beschwerden und hilft bei vielen gesundheitlichen Problemen. Doch kann das bewährte Schwarzkümmelöl auch gegen hartnäckigen Nagelpilz hilfreich sein?

Schwarzkümmel

Das ist im Schwarzkümmelöl enthalten

Im Öl des Schwarzkümmels stecken mehr als 50 Prozent an ungesättigten Fettsäuren. Diese helfen, den LDL-Cholesterinspiegel im Blut zu senken und wirken anregend auf den Stoffwechsel ein. Besonders die im Schwarzkümmelöl enthaltene Gamma-Linolensäure wirkt sich positiv auf den menschlichen Organismus aus:

  • sie hemmt Entzündungen
  • verbessert die Durchblutung und wirkt senkend auf den Blutdruck
  • wirkt sich positiv auf Nervensystem und damit die Konzentration aus
  • reguliert Hormone für die Blutgerinnung
  • stärkt das Immunsystem

Ein weiterer Bestandteil des Schwarzkümmelöls ist Thymochinon. Dieser hemmt ebenfalls Entzündungen, wirkt antibakteriell, hilft gegen Viren und bekämpft Pilze. Die im Öl enthaltenen Gerb- und Bitterstoffe helfen bei der Verdauung. Daher hilft Schwarzkümmelöl bei vielen ganz unterschiedlichen Beschwerden und kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden.

Was ist Nagelpilz?

Bei einem Nagelpilz sind entweder Finger- oder Fußnägel mit einem Pilz infiziert. Die von Fachleuten als Onychomykose bezeichnete Infektion ist gerade zu Beginn nur schwer zu erkennen, zumal in diesem Stadium meist keine Beschwerden auftreten. Am häufigsten wird der Nagelpilz von sogenannten Fadenpilzen (Dermatophyten) ausgelöst. In der Regel werden die Pilze per Schmier- oder Kontaktinfektion übertragen. Finden sie ein feucht-warmes Klima in Strümpfen und Schuhen vor, siedeln sie sich an und breiten sich aus. Daher sind die Fußnägel in der Regel häufiger vom Nagelpilz befallen als die Fingernägel. Die Pilze siedeln sich zunächst auf der Oberfläche der Nägel an und breiten sich langsam aus und befallen dabei sämtliche Schichten und das Nagelbett. Verlieren die Nägel ihren Glanz, können das erste Anzeichen einer Pilzinfektion sein. Bleiben die Pilze unbehandelt, werden die Nägel immer dicker, färben sich gelblich und werden dabei porös und brüchig.

Tipp:
Sobald die ersten Anzeichen für einen Nagelpilz erkennbar sind, sollte ein Hautarzt kontaktiert werden. Dieser stellt zweifelsfrei fest, ob sich tatsächlich ein Nagelpilz angesiedelt hat.

Wird Nagelpilz frühzeitig behandelt, bleibt ihm nur wenig Zeit für sein zerstörerisches Werk. Da er sich vom Keratin der Nägel ernährt, sorgt er dafür, dass der Nagel dabei immer brüchiger wird. Damit sich ein Nagelpilz auf dem Fußnagel ansiedeln kann, muss dieser bereits geschwächt sein. Es kann vorkommen, dass auf dem Fuß bereits ein Hautpilz wohnt und sich langsam auch auf dem Nagel ansiedelt. Während sich der Fußpilz durchaus noch mit Hausmitteln bekämpfen lässt, gilt das nicht für den Nagelpilz. Hausmittel wirken in diesem Fall unterstützend.

So wird der Nagelpilz behandelt

Der Hautarzt erkennt Nagelpilz zwar auch am Aussehen, wird jedoch in der Regel auch im Labor überprüfen, um welche Pilzart es sich handelt. Damit ist die Diagnose genauer und der Pilz wird korrekt behandelt. Zudem werden Ekzeme, Psoriasis und Knötchenflechte als Ursache für die brüchigen Nägel ausgeschlossen. Je schneller die Infektion mit Nagelpilz diagnostiziert und behandelt wird, desto leichter und schneller verläuft auch die Heilung. Ist der Nagelpilz bereits tief in den Nagel eingedrungen, kann die Behandlung durchaus langwierig sein. Trotzdem muss sie genau nach Anleitung erfolgen, da die Sporen des Nagelpilzes andernfalls überleben können. Der Hautarzt verordnet in der Regel Cremes, Salben, Lösungen, Nagellacke oder Tabletten, je nach Schwere der Infektion. Schwarzkümmelöl kann als zusätzliche Unterstützung lindernd wirken.

Nagelpilz einfach vorbeugen

Da die Fadenpilze so klein sind, dass sie nur unter dem Mikroskop sichtbar werden, ist Vorbeugung das Beste, vor allem für diejenigen, die beispielsweise als Diabetiker besonders auf die Gesundheit der Füße achten müssen. Weil Nagelpilze ein feuchtes Milieu für ihr Wachstum brauchen, hilft es, ihnen dieses zu entziehen. Dazu gehört, die Füße nach jedem Waschen gut abzutrocknen, vor allem zwischen den Zehen. Wenn Sie ein öffentliches Schwimmbad oder eine Sauna besuchen, sollten Sie auf den feuchten Böden in Ihren eigenen Badeschlappen unterwegs sein. Weil Desinfektionsmittel nicht nur Keime, sondern auch die natürliche Flora der Haut schädigt, sollten Sie eventuelle Desinfektionsduschen lieber nicht nutzen.

Natürliche Materialien verhindern Feuchtigkeit

Tragen Sie Socken aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Seide. Diese sind nicht nur atmungsaktiver, sondern sorgen durch ihr gesundes Klima für weniger Schwitzen. Bei massivem Fußschweiß sollten die Socken nicht nur täglich, sondern sogar öfter gewechselt werden. Das gleiche gilt für Schuhe: Diese sollten gut passen und den Füßen ausreichend Raum bieten. Turnschuhe aus synthetischen Materialien sollten tatsächlich nur während des Sports getragen werden und anschließend gut gelüftet und getrocknet werden.

Ansteckung in der Familie verhindern

Hat sich ein Familienmitglied mit Nagelpilz infiziert, sollten in der Wohnung Hausschuhe getragen werden. Die anderen Familienangehörigen können sich andernfalls über Hautschuppen mit Nagelpilz anstecken. Am besten benutzt jeder nach dem Duschen oder Baden seine eigenen Handtücher, die anschließend in der Waschmaschine bei mindestens 60 Grad Celsius gewaschen werden sollten. Gleichzeitig sollten die Fußnägel regelmäßig gekürzt und gepflegt werden, das gilt besonders für Menschen, die an Diabetes leiden. Werden Einmalfeilen verwendet, kann sich eine Pilzinfektion nicht weiter ausbreiten. Zur Desinfektion der Schuhe kann ein antimykotisch wirkendes Spray genutzt werden.

Fazit

Eine Infektion durch Nagelpilze ist durchaus ernst zu nehmen und sollte in jedem Fall so früh wie möglich behandelt werden. Vorbeugen lässt sich Nagelpilz durch Hygiene und den Verzicht auf Barfuß laufen. Weil sich eine Nagelpilzinfektion auf das allgemeine Wohlbefinden und das Immunsystem auswirken kann, kann eine zusätzliche Gabe von Schwarzkümmelöl stärkend wirken. Grundsätzlich erfordert ein Nagelpilz die Diagnose eines Hautarztes und eine Behandlung mit entsprechenden Antimykotika, da Hausmittel wie Schwarzkümmelöl die tiefen Schichten des Nagels nicht erreichen können.

 


Quellen:
https://www.heilpraxisnet.de/krankheiten/nagelpilz-ursachen-symptome-therapie
https://www.hefepilzinfektion.com/pilzinfektion/schwarzkuemmel-hausmittel-aus-dem-orient/

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