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Nagelpilz ist eine der am häufigsten vorkommende Pilzerkrankung beim Menschen. In den meisten Fällen sind die Fußnägel betroffen, ohne dass sich im Anfangsstadium sichtbare Symptome zeigen. Wenn sich der Nagel bereits aus dem Nagelbett löst, ist die Pilzerkrankung bereits fortgeschritten und bedarf einer umgehenden und akribischen Behandlung.

Nagelpilz oder verletzungsbedingte Ablösung

Ein sich ablösender Zehnagel kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben Nagelpilz kann es sich um eine verletzungsbedingte Abhebung des Fußnagels handeln, so dass Betroffene in erster Linie den Grund für die Problematik erkennen müssen. Bei schweren Stößen verfärbt sich der Fußnagel blauviolett und löst sich im Verlauf der Nagelbettheilung ab. Der Unterschied zwischen einer Nagelverletzung und einem pilzbefallenen Fußnagel ist optisch erkennbar. Verfärbt sich ein Zehnagel gelb bis bräunlich und wirkt uneben, aufgeworfen oder verdickt und verhornt, kann der Betroffene von einer Nagelpilzinfektion ausgehen.

Nagelpilz im Frühstadium erkennen

Im Frühstadium entwickelt sich Nagelpilz meist symptomfrei und zieht keine Schmerzen nach sich. Eine leichte Gelb- bis Braunfärbung des Nagels sowie die Splitterbildung am Fußnagelabschluss sind sichere Indizien für eine Pilzinfektion. Da es sich um eine ansteckende und langfristig verlaufende Erkrankung handelt, sollte die Behandlung umgehend begonnen werden. Je früher der Nagelpilz behandelt wird, umso eher lässt sich eine Ablösung des Fußnagels vermeiden. Hebt sich der Nagel hingegen bereits aus dem Nagelbett ab, wird er sich zwangsläufig ablösen und kann zu Schmerzen beim Laufen führen. Hier ist eine medizinische Indikation notwendig, da die Nagelablösung zum Risiko wird und mit starkem Schmerz einhergeht.

Lässt sich die Nagelablösung vermeiden?

Die Ablösung ist vermeidbar, wenn der Betroffene frühzeitig handelt. Mit antimykotischen Salben und Cremes, sowie durch maximale Hygiene und der Vorbeugung von Kontaktinfektionen lässt sich die Pilzinfektion eindämmen und lindern. Eine akribische Fußpflege ist wichtig, da es sonst zu Schmierinfektionen auf die anderen Fußnägel kommen kann. Sobald sich ein Zehnagel an einer Stelle von der Nagelplatte löst, ist ein Besuch beim Arzt angeraten und sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden. Handelt es sich nur um eine kleine, an einem winzigen Areal vorkommende Ablösung, kann der Mediziner im Regelfall helfen und der vollständigen Nagelablösung entgegenwirken.

Ablösung des Fußnagels durch Behandlung unterstützen

Bei fortgeschrittenem Nagelpilz sollten Betroffene nicht versuchen, die Ablösung des Nagels zu verhindern. Um die Bildung eines neuen Fußnagels zu begünstigen, muss der infizierte Nagel entfernt und die Pilzbehandlung langfristig fortgeführt werden. In einem unter lokaler Betäubung durchgeführten Eingriff wird der Arzt den sich bereits in der Ablösung befindlichen Zehnagel entfernen. Diese Maßnahme ist notwendig, da das Risiko von Verletzungen und dem unkontrollierten Abriss des Fußnagels nicht zu unterschätzen und sehr schmerzhaft ist. Anschließend wird die Nagelplatte bis zur vollständigen Ausheilung der Pilzinfektion mit antimykotischen Salben behandelt. Bis ein neuer Fußnagel nachwächst, vergehen einige Monate.

Fazit – Nagelpilz heilt nicht von allein ab

Eine Pilzinfektion am Zehnagel muss behandelt werden. Im Anfangsstadium eignen sich Präparate aus der Apotheke. Ist der Nagelpilz bereits fortgeschritten und die Nagelplatte hebt sich ab, ist ein Besuch beim Arzt notwendig. Dieser wird die Pilzart bestimmen und eine entsprechende Behandlung einleiten. Die Entfernung der Nagelplatte fördert die Heilung und schließt aus, dass sich Betroffene den Fußnagel beim Tragen von Socken, beim Gehen oder durch Hängenbleiben abreißen und ein zusätzliches Infektionsrisiko begünstigen.

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