in Fußpilz
Schuhe im Schnee

Beim Thema Fußpilz denken die meisten Menschen sofort an öffentliche Badeanstalten und schwitzige Füße im Sommer. Doch die Jahreszeit ist dem Fußpilz relativ egal. Er hat auch kein Problem damit an kälteren Tagen zuzuschlagen. Die Winterzeit bietet sogar ideale Bedingungen für Tinea pedis – wie man Fußpilz in der lateinischen Sprache nennt. Da wären zum Beispiel unsere dick gefütterten Winterstiefel, in denen man auch ganz schnell schweißnasse Füße bekommen kann. Zudem neigt die Haut im Winter dazu ganz besonders leicht auszutrocknen. Wobei die Trockenheit an sich kein Problem ist, sondern eher die winzig kleinen Hautrisse, die dadurch entstehen. Durch diese können Pilzsporen und Bakterien spielendleicht in die Haut eindringen.

Besonders zwischen den Zehen fühlt sich Fußpilz pudelwohl

Bei einer gesunden Haut und einem intakten Immunsystem hat der Fußpilz in der Regel keine Chance. Ist dies nicht gegeben, können Pilzsporen die Hautbarriere überwinden und mithilfe ihrer Zellfäden in die Hornschicht eindringen. Bevorzugt passiert dies in den Zehenzwischenräumen, was sich dann durch Rötungen und einem anfänglich milden und dann immer heftigeren Juckreiz äußert. Anschließend beginnt sich die Haut zu schuppen und es entstehen schmerzhafte Risse und Bläschen. Kratzen bringt zwar etwas Milderung, doch im Endeffekt verschlimmert es den entzündlichen Prozess nur noch. In diesem Stadium ist ein Arztbesuch unumgänglich. Sie möchten dieses Dilemma vermeiden? Dann versorgen wir Sie mit hilfreichen Tipps, wie Sie sich einen Fußpilz im Winter vom Hals bzw. von den Zehen halten.

So beugen Sie Fußpilz in den Wintermonaten vor

Ach was wird unsere Haut im Winter gepeelt, gecremet und betüttelt. Leider gilt dies hauptsächlich für Gesicht, Hände und Körper. Unsere Füße hingegen werden oft vernachlässigt, da sie im Winter ja sowieso in dicken Socken und Schuhen stecken. Doch Vorsicht, Fußpilzgefahr! Um Fußpilz keinen Nährboden zu geben, müssen Sie besonders im Winter auch Ihren Füßen etwas Fürsorge und Pflege schenken.

Wenn Sie folgende Tipps beachten, steigern Sie Ihre Chancen im Winter vom Fußpilz verschont zu bleiben:

Tipp 1: Trockenes Schuhwerk

Im Winter kommt man um die eine oder andere Pfütze nicht herum. Gehen Sie deshalb sicher, dass Ihre Schuhe bis zum nächsten Tragen auch wirklich vollständig getrocknet sind. Bei Lederschuhen kann dies auch unterstützt werden, indem Sie sie mit Zeitungspapier ausstopfen. Dick gefütterte Schuhe sollte Sie zudem am Arbeitsplatz ganz oder ab und an ausziehen.

Tipp 2: Lassen Sie Ihre Füße atmen

Beugen Sie unnötigem Schwitzen vor und lassen Sie die Finger von Strümpfen aus synthetischen Materialien. Greifen Sie stattdessen im Winter besser zu atmungsaktiven Socken aus Wolle oder Baumwolle.

Tipp 3: Pflegende Fußbäder und immer gut abtrocknen

Nichts beugt trockenen und rissigen Füßen so gut vor wie ein warmes pflegendes Fußbad am Abend. Ärzte empfehlen vorbeugend auch ätherische Öle mit Badezusätze von Walnussblättern, Thymian und Dost (Küchenkraut). Auch Meersalz unterstützt die Hautbarriere der Füße. Danach die Zehenzwischenräume immer gut abtrocknen. Dies gilt auch oder besonders für die Dusche am Morgen. Hier wird das gründliche Abtrocknen der Füße nur zu gern vernachlässigt.

Tipp 4: Versuchen Sie Verletzungen zu vermeiden

Verzichten Sie auf zu enge Schuhe. Diese verursachen nur wunde Stellen, Blasen und somit eine Eintrittspforte für Pilzsporen. Untersuchen Sie zudem Ihre Füße öfter nach Verletzungen. Entdecken Sie selbige, dann sollte jede noch so kleine Wunde mit einer desinfizierenden Salbe und einem Pflaster versorgt werden. Besonders wenn Sie zu Fußpilz und Infektionen neigen.

Tipp 5: Stärken Sie ihr Immunsystem

Das Immunsystem spielt bei Fußpilzsporen eine große Rolle. Ist es stark genug, wird es diese erfolgreich abwehren. Besonders im Winter ist unsere Immunabwehr oft geschwächt. Achten Sie deshalb auf eine vitaminreiche Ernährung. Sollten Ihnen dies aus Zeitgründen schwerfallen, dann bauen Sie Obst- und Gemüsesäfte in Ihre Ernährung ein. So viel Zeit hat man immer.

Tipp 6: Finden Sie heraus, ob Sie zur Risikogruppe gehören

Manche Menschen erkranken ihr ganzes Leben lang nicht an Fußpilz, andere sogar häufiger. Zur Risikogruppe gehören Sie wenn Sie u. a. Diabetiker sind, an Durchblutungstörungen in den Füßen/ Beinen leiden oder an den Füßen sehr stark schwitzen. Sie nehmen Medikamente ein, die das Immunsystem unterdrücken oder leiden allgemein an einer Immunschwäche? Auch dann sind Sie mehr gefährdet als andere Menschen. Zudem sind Sie Teil der Risikogruppe, wenn Sie unter Fußfehlstellungen wie Spreiz-, Senk-, Platt- oder Hohlfüße leiden. Hier sind Druckstellen und kleinere Wunden vorprogrammiert. Fakt ist auch, dass das Risiko an Fußpilz zu erkranken mit dem Alter steigt.

Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie an Fußpilz erkranken. Auch wenn Sie zu Fußpilz neigen, können Sie mit den genannten vorbeugenden Maßnahmen Ihr persönliches Risiko um einiges verringern.

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nackige Füße nebeneinander