in Fußpilz

Das Fußpilz-Endstadium bezeichnet einen Zustand, in dem die Erreger sich sehr weit ausgebreitet und die Haut erheblich geschädigt haben. Dies kann zu teilweise chronischen und irreversiblen Veränderungen führen.

Nagelverfärbung am dicken Zeh

Symptome: Wie äußert sich Fußpilz im Endstadium?

Auch im Fußpilz-Endstadium bestehen die gleichen Symptome, wie bei Hautpilz im Allgemeinen. Bei diesen handelt es sich um:

  • Juckreiz
  • Brennen
  • Risse in der Haut (Fissuren)
  • schuppende, weiße Bereiche
  • Rötungen
  • unangenehmer Geruch
  • Schmerzen

Zudem besteht die Gefahr, dass der Fußpilz auch auf die Nägel übergreift. Ist dies der Fall, kommen weitere Beschwerden hinzu. Zu diesen gehören unter anderem:

Im Endstadium herrschen vor allem Schmerzen, Druck, Brennen, Juckreiz und Rötungen als Beschwerden vor. Kam es zu einem Übergehen auf die Nägel, können sie die betroffenen Nagelplatten teilweise oder vollständig ablösen. Die Haut ist empfindlich gegen Berührungen, kann nässen und schuppen. Zusätzlich kann es zu erheblichen Veränderungen der Haut kommen. So kann sie beispielsweise geschwollen und gespannt wirken, glänzen und farblich verändert sein.

Je länger der Fußpilz unbehandelt bleibt, desto mehr wird die Haut geschädigt. Die Erreger breiten sich immer weiter aus und dringen in tiefere Hautschichten ein. Hierdurch kann auch das Immunsystem belastet werden. Ist dieses ohnehin bereits durch eine andere Erkrankung geschwächt und angegriffen, wie beispielsweise im Fall von Diabetes oder HIV, kann der gesamte Organismus durch den Hautpilz in Mitleidenschaft gezogen werden.

Gefahr von Nagelpilz durch unbehandelten Fußpilz

Eine weitere Gefahr von unbehandeltem und weit fortgeschritten Fußpilz im Endstadium besteht darin, dass er sich auf die Nägel ausweiten kann. Sind die Nägel ebenfalls betroffen, gestaltet sich die Behandlung nochmals langwieriger und schwieriger. Erfolgt keine rechtzeitige Therapie, stellen sich bei der Nagelplatte ebenfalls erhebliche Veränderungen ein.
In der Regel verfärben sich die Nägel zunächst. Weiße, gelbliche, braune oder graue Töne sind möglich. Zudem werden sie porös und können abblättern, einreißen oder abbrechen. Die Nagelplatte kann sich verdicken, was zu einem erheblichen Druck führt. Das Tragen von Schuhen kann ebenso wie Gehen sehr schmerzhaft werden. Die Nägel können sich verformen, verstärkt Rillen aufweisen und sich schließlich von dem Nagelbett ablösen.

Hierdurch verliert das Nagelbett seinen natürlichen Schutz. Das sorgt wiederum für verstärkte Schmerzen und einer erhöhten Anfälligkeit für weitere Infektionen. So können beispielsweise Bakterien leichter in die Haut gelangen, was zu einer weiteren Infektion, Schädigung der Haut und Beeinträchtigung des Immunsystems führen kann.

Rechtzeitig vorbeugen und behandeln

Auch bei Fußpilz im Endstadium ist die Behandlung nichts aussichtslos. Manche Schäden lassen sich dann allerdings nicht mehr umkehren. Daher sollte in jedem Fall so frühzeitig wie möglich mit der Therapie begonnen werden. Klinisch getestete und nachweislich wirksame Präparate sind hierbei die beste Wahl. Vermeintlich wirksame Hausmittel können hingegen den Beginn der Behandlung verzögern und damit eine Verschlimmerung des Zustands bewirken.

Entscheidend ist zudem, bei Problemen schnell zu reagieren. Schlägt das gewählte Mittel nicht an, sollte ein Abstrich durchgeführt werden. Hierdurch kann der genaue Erreger diagnostiziert und somit ein besser passender Wirkstoff festgelegt werden. Auch die Maßnahmen der Therapie lassen sich nach einer ärztlichen Feststellung optimieren..

Werden einige einfache Maßnahmen durchgeführt, kann dem Fußpilz-Endstadium wirksam vorgebeugt werden. Dazu gehören:

  • Geduld bei der Behandlung:
    Um Fußpilz oder Hautpilz im Allgemeinen sinnvoll zu behandeln und vollständig auszuheilen, ist Geduld und Disziplin erforderlich. Die Angaben des Herstellers oder Arztes sollten in jedem Fall befolgt werden. Zudem sollte die Therapie so frühzeitig wie möglich erfolgen und auch über das Abklingen der Symptome hinaus fortgeführt werden.
  • Hygiene:
    Um eine weitere Ausbreitung der Erreger zu vermeiden, muss eine strikte Hygiene gewahrt werden. Das bedeutet, die Haut vor dem Auftragen des jeweiligen Präparates gründlich aber sanft zu reinigen. Socken und Schuhe sollten im Idealfall mehrfach täglich gewechselt werden. Zudem ist es wichtig, die Socken und alle anderen Textilien mit Hygienespüler und bei möglichst hohen Temperaturen zu waschen, wenn sie direkten Hautkontakt hatten. Handtücher und Waschlappen sowie Decken und Waschlappen gehören daher ebenfalls dazu. Utensilien, wie Nagelscheren und Feilen sollten vor und nach der Nutzung desinfiziert werden.
  • professionelle Fußpflege:
    Wenn Fußpilz im Endstadium und Nagelpilz bestehen, kann es als Laie oftmals schwierig sein, Haut und Nägel entsprechend zu pflegen. Eine medizinische, professionelle Fußpflege kann dabei helfen, den Hautschutz wieder zu erhöhen und die Heilung zu begünstigen.
  • Behandlung der Ursache:
    Wenn Fußpilz so stark wird, dass er chronische Beschwerden hervorruft, kann dies in einer Schwächung des Immunsystems begründet sein. Durchblutungsstörungen können sich jedoch ebenfalls verantwortlich zeigen. Wichtig ist daher, die generelle Gesundheit abklären zu lassen und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.

 


Quellen:
https://nageldoc.com/nagelpilz-stadien-vom-anfangsstadium-bis-zum-endstadium-mit-bildern/
https://www.badische-zeitung.de/hautpilz-kann-sogar-toedlich-sein–77591993.html
https://www.hkk.de/themen/behandeln/vorsicht-bei-fuss-und-nagelpilz
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4700767/

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