in Fußpilz

Fußpilz tritt häufig auf, denn eine Ansteckung kann sehr schnell und einfach – beispielsweise im Schwimmbad – erfolgen. Ein geschwächtes Immunsystem oder unpassende Hygiene können das Risiko für Fußpilz zusätzlich erhöhen. Dennoch ist es möglich, die Erkrankung selbst zu behandeln. Dabei müssen jedoch einige Punkte beachtet werden.

Person mit Fußpilz und Nagelpilz

Fußpilz ist häufig auch die Ursache für Nagelpilz. Aufgrund dessen ist eine rechtzeitige Behandlung von Fußpilz wichtig!

Symptome im Überblick: Wie äußert sich Fußpilz?

Die Symptome bei Fußpilz können sehr vielfältig sein. Zu ihnen gehören:

  • Juckreiz
  • Brennen
  • Schmerzen
  • Fissuren (kleine Risse in der Haut)
  • Rötungen
  • weißliche, nässende Stellen vor allem zwischen den Zehen
  • sich schuppende Haut
  • unangenehmer Geruch
  • Bläschen

Warum ist bei Fußpilz eine schnelle Behandlung wichtig?

Je länger der Fußpilz unbehandelt bleibt, desto weiter kann er sich ausbreiten. Aus einer winzigen Eintrittsstelle kann sich innerhalb kurzer Zeit ein großflächiger Befall entwickeln. Die Erreger können tiefere Hautschichten schädigen, Superinfektionen begünstigen sowie auf die Nägel übergehen. Aufgrund der weiteren Ausbreitung werden zum einen die Therapie und zum anderen die mit der Erkrankung einhergehenden Beschwerden verstärkt.

Bei Veränderungen und Symptomen mit einer unklaren Ursache sollte daher schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Auch, wenn die Behandlung nicht innerhalb kurzer Zeit erfolgt, erhöhen sich die Risiken für schwerere Probleme. Dazu gehören unter anderem Schädigungen der Haut aber auch die Ausbreitung auf die Nägel sowie erhebliche Schmerzen.

Wie kann man Fußpilz selbst behandeln?

Bei Hautpilz generell werden sogenannte Antimykotika eingesetzt. Es handelt sich hierbei um Wirkstoffe, die speziell auf das Abtöten der Pilze ausgelegt sind. Moderne Präparate und ein frühzeitiger Start der Therapie sorgen dafür, dass die Behandlung sehr schnell abgeschlossen werden kann.
Wichtig ist zudem das Einhalten von einigen Vorsichts-, beziehungsweise Hygienemaßnahmen.

Welche Mittel können bei Fußpilz helfen?

Antimykotika wie:

  • Bifonazol
  • Clotrimazol
  • Itraconazol
  • Miconazol
  • Terbinafin

Diese sind beispielsweise in Form von Cremes, Gels und Salben aber auch als Sprays und zur innerlichen Anwendung erhältlich. Präparate zur äußerlichen Anwendung sind nicht rezeptpflichtig aber apothekenpflichtig.

Schritt für Schritt: Was ist zu beachten, wenn ich Fußpilz selbst behandeln will?

Bei der Behandlung von Fußpilz müssen verschiedene Faktoren beachtet werden. Diese umfassen unter anderem:

  • Hygiene:
    Wenn der Verdacht auf Fußpilz besteht oder dieser bereits diagnostiziert wurde, sollte nichts mehr geteilt werden, was in direkten Hautkontakt kommt. Utensilien wie Scheren und Feilen sollten vor und nach jeder Anwendung desinfiziert werden. Handtücher und Waschlappen müssen bei möglichst hohen Temperaturen gewaschen und mit Hygienespüler behandelt werden, um eine Übertragung der Erreger auf andere Personen oder eine Neuansteckung zu verhindern.
  • Regelmäßigkeit:
    Wie oft die gewählten Mittel angewendet werden müssen, ist von zwei Punkten abhängig. Zum einen von den Angaben des Herstellers, die sich nach der Konzentration beziehungsweise Dosierung des Wirkstoffes richten. Zum anderen nach der Stärke des Befalls. In der Regel reicht am Anfang der Infektion ein ein- bis zweimaliges Auftragen auf die betroffenen Bereiche aus. Dabei sollte jeweils nur eine dünne Schicht aufgebracht werden. Wichtig ist jedoch, dass nicht nur das sichtbar befallene Areal behandelt und mit dem Mittel abgedeckt wird. Creme, Gel oder Spray sollten über die sichtbar veränderten Bereiche hinaus verteilt werden, um die Erreger effektiv abzutöten und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
  • Geduld:
    Eine Pilzinfektion kann nicht von heute auf morgen geheilt werden. Die Behandlung erfordert Geduld und Selbstdisziplin. Anderenfalls können Erreger zurückbleiben und zu einer Ausbreitung der Infektion führen. Daher ist es entscheidend, die Behandlung mit viel Geduld fortzusetzen. Die Therapie sollte solange erfolgen, bis keine Symptome mehr vorhanden sind. Zur Sicherheit ist es ratsam, die Behandlung einige Tage nach dem Abklingen der Beschwerden und sichtbaren Anzeichen fortzusetzen,
  • Luft und Trockenheit:
    Pilzinfektionen können sich am besten bei erhöhter Feuchtigkeit und Wärme ausbreiten. Socken oder Schuhe, die nicht atmungsaktiv sind, können den Zustand daher verschlimmern. Es ist daher besser, die Füße nach dem Duschen oder Waschen gründlich mit Einmal-Handtüchern abzutrocknen und natürliche Materialien bei Schuhen und Socken zu wählen. Auch ein häufiger Wechsel ist sinnvoll. Das gleiche Paar Schuhe sollte nicht jeden Tag getragen werden. Hierdurch können sie austrocknen und das Klima für die Füße verbessert sich. Der Fußpilz hat dadurch eine geringere Chance sich auszubreiten.
  • Desinfektion:
    Die Desinfektion der Schuhe kann dabei helfen, die Infektion schneller zu bekämpfen. Denn durch diese Maßnahme werden Erreger abgetötet, das gilt allerdings nur, wenn das jeweilige Desinfektionsmittel auch gegen Pilze wirkt.

Fazit

Wer den Fußpilz selbst behandeln will, kann dies vergleichsweise einfach schaffen. Zeigt sich aber nicht innerhalb kurzer Zeit eine Besserung, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Denn für die genannten Symptome können sich auch andere Ursachen verantwortlichen zeigen.

Zudem sollte medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden, wenn:

  • die Beschwerden sehr stark sind
  • die Nägel sich verdicken oder verfärben
  • die Ursache der Symptome unklar ist
  • sich keine Besserung einstellt
  • Risikofaktoren, wie schlechte Durchblutung, Alter oder zugrundeliegende Erkrankungen bestehen
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Nagelverfärbung am dicken ZehPerson schaut zwischen die Zehen und kontrolliert den Fuß