in Fußpilz

Die meisten Menschen kennen die Warnung. Wer barfuß im Schwimmbad, in der Sauna oder in öffentlichen Duschen läuft, steckt sich mit Fußpilz an. Hinter dem Hinweis steckt eine große Portion Wahrheit, denn die äußerst ansteckende Infektionskrankheit verbreitet sich im feuchtwarmen Milieu besonders rasant. Fadenpilze, die Hauptverursacher von Fußpilz finden im feuchtwarmen Klima die optimalen Lebensbedingungen vor. Die ersten Anzeichen von Fußpilz sind gut zu erkennen und sollten der Anlass für eine umgehende Behandlung sein.

Person schaut zwischen die Zehen und kontrolliert den Fuß

© Alessandro Grandini / Adobe Stock

Was ist Fußpilz? Eine Kurzbeschreibung

Bei Fußpilz handelt es sich um eine Form der Hautpilzerkrankung, die erstrangig an den Füßen auftritt. Menschen mit einem schwachen Immunsystem und erhöhten Risikofaktoren sind besonders gefährdet. Die Auslöser wie Faden- und Hefepilze oder Schimmelpilze siedeln sich hauptsächlich im feuchtwarmen Milieu, daher auch oft in Schwimmbädern und in synthetischen Strümpfen an. Juckende, sich schuppende oder mit feuchten Bläschen gezeichnete Füße weisen typische Symptome für Fußpilz auf. Ein Podologe ist der richtige Ansprechpartner und wird umgehend eine hilfreiche Behandlung einleiten.

Achtung: Fußpilz ist ansteckend und kann auch am eigenen Körper des Betroffenen auf die Nägel und auf andere Körperstellen übergreifen. Maximale Hygiene sind bei den ersten Anzeichen von Fußpilz wichtig.

Welche Anzeichen weisen auf Fußpilz hin?

Im Anfangsstadium werden die Anzeichen für eine Fußpilz-Infektion häufig verkannt. Die Füße jucken, was sich vor allem zwischen den Zehen bemerkbar macht. Binnen kurzer Zeit entstehen Rötungen, manchmal auch kleine mit Flüssigkeit gefüllte Pusteln. Die Haut kann schuppen, aber auch feuchte Areale auf der Fußunterseite und zwischen den Zehen aufweisen. Bei aufweichender, an Hornhaut erinnernde Haut denken die wenigsten Betroffenen an eine Fußpilzinfektion. Doch sind die Schuppen weiß und weicher als Hornhaut, sollte eine Diagnostik erfolgen. Nicht bei jedem Infizierten ist von Anfang an ein starker Juckreiz spürbar, so dass Fußpilz lange unerkannt bleiben und sich großflächig verbreiten kann.

Unverkennbare Symptome für Fußpilzerkrankungen

Unerkannter und damit unbehandelter Fußpilz verbreitet sich. Der Juckreiz wird stärker und auf der Haut, vor allem unter den Fußsohlen und in den Zehenzwischenräumen bilden sich rote Stellen. Diese können rissig, aber auch mit Pusteln überzogen und schuppig sein. Hautausstülpungen haben eine weiße Farbe und sehen selbst bei trockenem Fuß aufgeweicht aus. Wer eines oder mehrere der Symptome für Fußpilz vermutet oder erkennt, sollte mit einem Antimykotikum gegen die Infektion vorgehen und eine Ausbreitung verhindern. Wer die ersten Anzeichen für Fußpilz übersieht oder verkennt, muss mit einer Infektionsausbreitung in rasantem Tempo rechnen. In nur wenigen Wochen sind auch die Zehennägel betroffen und weisen eine deutlich gelbbraune Farbgebung, sowie sichtbare Verdickungen auf. Werden die Symptome von Fußpilz nicht behandelt, kann es zu einer Superinfektion (der Wundrose) und damit zu einer lebensbedrohlichen Erkrankung kommen.

 


FUSSPILZ SYMPTOME AUF EINEN BLICK:

  • Juckreiz an den Füßen bzw. zwischen den Zehen
  • Rötungen
  • Rissige Haut
  • Kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen oder Pusteln
  • Schuppige Haut (weiße Schuppen)
  • Feuchte Areale auf der Fußunterseite oder zwischen den Zehen
  • Hautausstülpungen

 

Wo und wie tritt Fußpilz auf?

Wie sich aus der Bezeichnung erschließt, tritt Fußpilz zuerst und hauptsächlich an den Füßen auf. Besonders betroffen sind die Fußsohlen und die Zehenzwischenräume. Mit fortschreitendem Stadium greifen die Pilzsporen auf die Zehennägel, die Fußseiten und auf den Spann über. Auch eine Verbreitung am gesamten Körper ist nicht auszuschließen, so dass es zu Fußpilz an den Händen, an den Beinen und auch im Gesicht kommen kann. Eine derartige Übertragung auf die gesamte Haut erfolgt meist durch die unsachgemäße Nutzung von Handtüchern oder ungeschützte erkrankte Füße im Bett und auf Polstermöbeln. Die Ansteckung ist über eine Schmierinfektion möglich und betrifft vor allem Menschen, die mit geschwächtem Immunsystem oder offenen Wunden wie kleinen Rissen an den Füßen mit einem pilzinfizierten Untergrund in Berührung kommen. Dem gegenüber trifft die weit verbreitete Vermutung, dass die Ansteckung nur über den Hautkontakt möglich ist, nicht zu.

Wer ist besonders gefährdet?

Fakt ist: Jeder Mensch kann an Fußpilz erkranken. Dass einige Menschen stärker gefährdet sind als andere, liegt an der Funktion des Immunsystems und an den persönlichen Lebensumständen. Bekannt ist auch, dass das Infektionsrisiko mit zunehmendem Alter steigt und ältere Menschen eher erkranken als Kinder und Jugendliche. Dennoch ist jeder gefährdet, der im Schwimmbad barfuß läuft und mit einem Boden in Berührung kommt, auf dem ein mit Fußpilz Infizierter vor ihm gegangen ist. In den Hautschuppen und in Textilien können die in den Hautschuppen befindlichen Fadenpilze einige Tage ohne neuen Wirt überleben. Auch die Form der Füße und die Durchblutung spielen keine unwesentliche Rolle. Wer unter Plattfüßen leidet, ist zum Beispiel stärker gefährdet als ein Mensch ohne Deformitäten. Hygiene ist eindeutig wichtig, doch kann sie in übertriebener Durchführung auch zu einem erhöhten Risiko für Fußpilzinfektionen beitragen. Vor allem die Anwendung von Desinfektionsreinigern zerstört die gesunde Schutzschicht der Haut und macht sie anfälliger für eindringende Keime und Pilzsporen.

Risikofaktoren für Infektionen mit Fußpilz

Wie bereits angesprochen, kann jeder Mensch an Fußpilz erkranken. Besonders risikogefährdet und daher zum sorgfältigen Blick auf die ersten Anzeichen von Fußpilz aufgefordert sind Menschen mit einem schwachen Immunsystem. Ebenso erhöht sich das Risiko bei feuchten, zur Schweißbildung neigenden Füßen und bei wenig atmungsaktiven Schuhen. Nylon- und andere Synthetik-Strümpfe begünstigen ein pilzfreundliches Fußklima und sind oftmals ein Auslöser für starkes Jucken, eines der deutlichen Symptome für Fußpilz. Nicht zu unterschätzen ist das hohe Ansteckungsrisiko. Ist ein Familienmitglied an Fußpilz erkrankt, steigt die Gefahr für alle anderen Familienmitglieder deutlich. Wer seine Füße im Sommer mit Turnschuhen bekleidet, setzt sich ebenfalls einem hohen Risiko aus. Die eigenen Lebensumstände sind ein wichtiger Indikator dafür, wie hoch das Infektionsrisiko und wie gefährdet eine Person für Fußpilz ist. Bei den ersten Anzeichen für Fußpilz sollte sofort mit einem Antimykotikum behandelt werden.

 


Bildnachweis: © Alessandro Grandini / Adobe Stock

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nackige Füße nebeneinanderHand mit Fußpilz