Dermatophyten

Die Dermatophytose (auch Tinea genannt), ist eine Infektionserkrankung die durch Fadenpilze verursacht wird. Dabei kann die Tinea an verschiedenen Stellen des Körpers wie Hände, Füße und Kopf auftreten.

Dermatophyten sind Fadenpilze, die sich bevorzugt in der Epidermis (Hornschicht der Oberhaut) aber auch Haaren und in Nägeln ansiedeln. Hier ernähren sie sich von abgestorbenen Hautzellen, was eine unterschiedlich ausgeprägte Entzündungsreaktion hervorrufen kann. Dabei zählt Fußpilz (Tinea pedis) zu den global am häufigsten diagnostizierten Dermatomykosen. Experten gehen davon aus, dass allein in Deutschland jeder fünfte Erwachsene an Tinea pedis erkrankt. Dermatophyten können sowohl vom Menschen als auch von Tieren direkt übertragen werden. Daher kann der Kontakt mit dem Haustier schon eine Dermatophytose auslösen. Aber auch eine indirekte Übertragung von Dermatophyten zum Beispiel über Fußböden und Gegenstände ist möglich. Vor allem feuchtes Milieu bietet einen idealen Entwicklungsraum. So kann bereits ein schlecht belüfteter Schuh zu Schweißbildung führen und damit den Nährboden für eine Pilzinfektion bilden. Meist verursachen Dermatophyten nur lokal beschränkte Infektionsherde auf der Haut und greifen nicht wie Hefepilz die Schleimhäute an.

Die oberflächliche Dermatophytose (Tinea superficialis) ist durch unterschiedliche Symptome gekennzeichnet. Besonders typisch sind eine beziehungsweise mehrere, kleine, gerötete Hautstellen, die sich ringförmig ausbreiten und starken Juckreiz auslösen. Zudem bilden sich Pusteln, die in der Mitte verkrusten und im weiteren Verlauf nässende Bläschen bilden. Innerhalb der Infektionsherde befinden sich verschiedene Zonen, wobei der rote Randwall aufgrund seiner verstärkt auftretenden Schuppen besonders ansteckend ist. Innerhalb der von Dermatophyten befallenen Stelle befindet sich das Zentrum der abheilenden Hautpartikel, das in der Regel rosa oder rötlich pigmentiert ist. Oft tritt der Fußpilz bei beiden Füßen gleichzeitig auf.

Typische Symptome einer Tinea pedis:

* Rötung der Haut

* Hautnässe

* Schuppenbildung

* Blasen

* Juckreiz

In der Regel ist eine Diagnose schon durch eine einfache Untersuchung der entzündeten Hautstelle möglich. Ist die Entzündung unklar, können mittels einer laborchemischen Untersuchung abgeschabter Hautschuppen ein Befall mit Dermatophyten leicht festgestellt werden.

Verlauf und Therapie

Die Tinea Pedis heilt nicht von alleine. Daher ist eine therapeutische Behandlung unumgänglich, da sonst das Risiko eines chronischen Verlaufs droht. Schon beim normalen Krankheitsverlauf können bei einer Infektion mit Dermatophyten Komplikationen auftreten. So entwickelt sich häufig neben dem Fußpilz Nagelpilz. Da die betroffene Haut durch den Befall mit Dermatophyten geschädigt ist, bietet sie so einen perfekten Boden für Bakterien. Daher besteht die Gefahr der Ausbildung einer sogenannten Superinfektion. So kann beispielsweise eine schmerzhafte und fiebrige Wundrose (Erysipel) entstehen.

Sind nur die Zwischenräume der Zehen betroffen, kann der Pilzbefall meist erfolgreich mit einer örtlichen Therapie (Salben und Cremes) behandelt werden. Ansonsten muss die Therapie auf Antimykotika (Antipilzmittel) ausgeweitet werden. Dabei wird zwischen fungistatischen und fungiziden Antimykotika unterschieden. Während die fungistatischen Antimykotika die Weiterentwicklung der Dermatophyten verhindert und somit die befallenen Hautpartien nach und nach auswächst, töten fungizide Antimykotika den Fußpilz direkt ab.