Kontaktinfektion

Nagelpilz ist eine sehr unangenehme Infektion und muss trotz inzwischen zahlreicher Behandlungsmethoden oftmals langwierig behandelt werden. Dabei wird der Pilz über die indirekte oder direkte Kontaktinfektion übertragen. Doch was bedeutet Kontaktinfektion eigentlich genau? Und welche Vorbeugemaßnahmen können eine Kontakt- und Schmierinfektion unterbinden? Diese Fragen und weitere nützliche Hinweise zum Thema Kontaktinfektion und Nagelpilz beschreibt der folgende Abschnitt ausführlich.

Was bedeutet Kontaktinfektion?

Bei der Kontaktinfektion handelt es sich um eine Form der Schmierinfektion. Dabei wird die Schmierinfektion in die direkte und indirekte Kontaktinfektion unterteilt. Die Übertragung erfolgt bei der direkten Kontaktinfektion von Mensch zu Mensch zum Beispiel übers Hände schütteln und bei der indirekten Kontaktinfektion über die Berührung von kontaminierten Gegenständen. Bei Nagelpilz kommt es häufig zu einer indirekten Infektion über Nassräume in Saunen, Badeanstalten oder anderen Bereichen in denen barfuß gelaufen wird. Dabei wandert der Nagelpilz-Erreger über die Fußsohle auf den Körper in Richtung Zehennägel. Hat der Betroffene ein zu schwaches Immunsystem um sich gegen den Erreger zu wehren, nimmt die Infektion ihren Lauf: Nagelpilz entsteht. Durch falsches Schuhwerk mit einem zu feuchtwarmen Klima wird die indirekte Kontaktinfektion noch begünstigt, da dieses Klima einen idealen Lebensraum für die Fadenpilze vom Nagelpilz bietet. Natürlich können nicht nur die Fußnägel von Nagelpilz betroffen sein, sondern auch die Fingernägel.

Die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen

Um eine Schmierinfektion zu vermeiden, ist eines der wichtigsten Vorbeugemaßnahme eine angemessene Hygiene. Aus diesem Grund gibt es in Schwimmbädern und Saunen Bereiche zum Desinfizieren der Füße. Leider wurden bereits in vielen Schwimmbädern diese Bereiche abgeschafft. Daher sollten beim Besuch eines Hallen- oder Freibades sowie in der Sauna unbedingt Badeschuhe getragen werden. Sie bieten ebenfalls den besten Schutz gegen die Entstehung von Nagelpilz. Nach dem Duschen sollten die Zehen-Zwischenräume gründlich getrocknet und mit einem Desinfektionsspray behandelt werden. So hat eine Infektion mit Nagelpilz eigentlich keine Chance mehr. Sollte es doch einmal vorkommen, dass die Haut ungewohnte Veränderungen zeigt, können Fußpilzcremes für Abhilfe sorgen. Diese sind inzwischen in jeder Apotheke frei verkäuflich erhältlich. Verbessert sich durch die Creme die Infektion nicht, sollte unbedingt ein Hautarzt aufgesucht werden. Natürlich sollten erkrankte Personen zunächst öffentliche Einrichtungen wie Schwimmbäder und Saunen meiden, damit die Erreger nicht weiterverbreitet und auf andere Personen übertragen werden können.

Nagelpilz: Risikogruppen für eine Kontakt- und Schmierinfektion

Das größte Risiko für eine Infektion bildet ein schwaches Immunsystem. Da die Abwehrkräfte und somit auch das Immunsystem im Alter abnehmen, erkranken häufig ältere Personen an Nagelpilz. Begünstigt wird eine Infektion außerdem durch eine schlechte Durchblutung. Eine weitere Risikogruppe sind Diabetiker, da diese auch häufig unter Durchblutungsstörungen leiden. Daher sollten Diabetiker regelmäßig ihre Finger- und Fußnägel auf Nagelpilz untersuchen. Auch wenn Sportler in der Regel ein gutes Immunsystem besitzen, zählen sie ebenfalls zu der Risikogruppe. Sie haben regelmäßigen Kontakt zu kontaminierten Oberflächen in Umkleiden und Nassräumen. Hinzu kommt die durch den Sport entstandene Schweißbildung, die es den Pilzsporen leichter macht durch die “aufgeweichte” Haut zu dringen und eine Infektion auszulösen. Die beste Vorbeugung gegen die Entstehung von Nagelpilz ist nach wie vor eine angemessene Hygiene und eine gesunde Lebensweise, um das Immunsystem zu stärken.

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