Nagelpilz Wirkstoffe

Nagelpilz zählt zu den weit verbreiteten Erkrankungen von Zehen- oder Fingernägeln. Nagelpilz bezeichnen Mediziner auch als Onychomykose (ableitend von Onycho = der Nagel, Mykose = Pilzerkrankung). In den meisten Fällen wird der Nagelpilz von sogenannten Fadenpilzen verursacht. Viele Betroffene versuchen den Nagelpilz mit einem farblosen Nagellack zu vertreiben. Aber welche Wirkstoffe helfen denn nun wirklich bei einem Nagelpilz?

Nagelpilz Wirkstoffe – die schleichende Erkrankung des Nagels

Die Infektion mit einem Nagelpilz ist hartnäckig und geht für Betroffene mit einem hohen Leidensdruck daher. Der Wunsch nach einer schnellen Beseitigung der Erkrankung steht deshalb im Fokus. Es gibt die Möglichkeit den Nagelpilz von innen heraus zu behandeln. Dafür stehen Nagelpilz Wirkstoffe wie Itraconazol und Terbinafin zur Verfügung. Erstgenannter Wirkstoff hat sich gerade bei einer Infektion mit Hefe- und Schimmelpilzen bewährt. Die meisten Nagelpilz-Infektionen, werden aber durch Fadenpilze verursacht. Diese lassen sich besser mit Terbinafin oder Griseofulvin behandeln. Ist die Infektion besonders hartnäckig, können auch Tabletten mit Fluconazol helfen.

Wird der Nagelpilz mit diesen Tabletten behandelt, so gelangen die Nagelpilz Wirkstoffe zuerst in den Magen-Darm-Bereich. Dort werden die Wirkstoffe über die Schleimhäute aufgenommen und über den Blutkreislauf an den Nagelpilz befördert. Die antimykotischen Wirkstoffe greifen in den Zellstoffwechsel des Nagelpilzes ein und unterbrechen damit die Verbreitung des Pilzes. Nimmt man den Wirkstoff Fluconazolin in hoher Dosierung ein, so kann der Nagelpilz sogar abgetötet werden. Um die optimale Wirkung zu erreichen, müssen die Tabletten über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Diese Wirkstoffe helfen bei Nagelpilz-Infektionen

Eine eigens durchgeführte Nagelpilz-Behandlung, sollte nur erfolgen, wenn nur einzelne Nägel betroffen sind, wenn der Nagel nicht ganz befallen ist oder wenn der Pilz noch nicht bis zur Nagelwurzel durchgedrungen ist. Neben den Tabletten gegen den Pilzbefall, gibt es sogenannte Nagellacke mit Nagelpilz Wirkstoffe wie Amorolfin oder Ciclopirox. Amorolfin wird ein- bis zweimal in der Woche aufgetragen. Viele Ciclopirox-Präparate trägt man im ersten Monat jeden zweiten Tag auf, im zweiten Monat zweimal pro Woche und ab dem dritten Monat nur noch einmal pro Woche.

Bei beiden Nagelpilz Wirkstoffe muss vor dem ersten Auftragen, der alte Lackfilm entfernt werden. Über den Lackfilm kann man einen normalen Nagellack auftragen. Die neuere Generation der Ciclopirox-Lacke ist zudem wasserlöslich.

Als Behandlung von außen, können aber auch Cremes in einer Kombination aus Bifonazol und Harnstoff (Urea) genutzt werden. Bifonazol wird gegen den Nagelpilz eingesetzt, Harnstoff löst den Nagel auf, sodass er problemlos entfernt werden kann. Bei dieser Art der Behandlung werden die betroffenen Nägel, zehn Minuten lang in warmem Wasser eingeweicht und danach gut abgetrocknet. Danach cremt man den Nagel ein und verschließt ihn mit einem Pflaster, das 24 Stunden auf dem Nagel verbleibt. Danach kann der aufgeweichte Nagel mit einem Spatel abgeschabt werden. Diese Behandlung wird 14 Tage fortgeführt. Wurde der infizierte Nagel komplett entfernt, behandelt man die darunterliegende Haut vier Wochen lang, mit einer Bifonazol-Creme.

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