Nagelpsoriasis erkennen und behandeln

Bei einer Nagelpsoriasis handelt es sich um eine Schuppenflechte, die sowohl in leichten als auch in schweren Formen auftreten kann. Wie die Bezeichnung schon andeutet, befällt die Schuppenflechte die Finger- und Zehennägel, was ein häufiger Grund dafür ist, dass die Schuppenflechte von medizinischen Laien für Nagelpilz gehalten wird. Die Erkrankung zerstört in fortgeschrittenen Stadien die befallenen Nägel und ist zudem der Auslöser von Gelenkentzündungen.

Nagelpsoriasis nicht mit Nagelpilz verwechseln

Gerade in den Anfangsstadien der Schuppenflechte treten ähnliche Symptome wie beim Nagelpilz auf. Dennoch unterscheidet sich die Schuppenflechte (Psoriasis) vom Nagelpilz ganz erheblich. Der Krankheitsverlauf einer Schuppenflechte ist meist heftiger, weil die Nägel der Betroffenen regelrecht zerbröckeln und sich teilweise stark deformieren. Der größte Unterschied zwischen einer Nagelpsoriasis und dem Nagelpilz ist, dass der Nagelpilz weniger an den Fingernägeln auftritt, weil sich diese, häufiger als die Zehennägel, an der frischen Luft befinden. Zudem beschränkt sich die Psoriasis nur bei ein bis fünf Prozent der Betroffenen ausschließlich auf die Nägel. Häufig sind auch Hautpartien betroffen.

Welche Personengruppe ist besonders häufig von einer Nagelpsoriasis betroffen?

Am häufigsten tritt die Nagelpsoriasis bei Menschen auf, die schon an einer Psoriasis an anderen Körperstellen leiden. Rund jeder zweite Schuppenflechte-Patient ist betroffen. Der höchste Anteil von Betroffenen ist unter Patienten mit Schuppenflechte und Psoriasis-Arthritis zu finden. Deutschlandweit sind rund 1 Million Menschen erkrankt.

Die Symptome, woran Sie eine Nagelpsoriasis erkennen:

  • Die befallenen Nägel gleichen optisch oft einem Fingerhut, weil sie sich verdicken und weil sich Narben auf der Nageloberfläche bilden. In vielen Fällen findet eine sogenannte Onycholyse statt, was bedeutet, dass sich die Nägel leicht von den Fingern ablösen.
  • Häufig treten bei einer Nagelpsoriasis Anomalien und gelbliche, weiße oder lachsfarbene Verfärbungen auf. So verdickt sich beispielsweise die Unterhaut der Nägel. Die Nägel werden von Querlinien durchzogen und es entstehen Risse.
  • Die Nägel werden krümelig oder brüchig. In schweren Fällen kommt es zur vollständigen Zerstörung des Nagels.
  • Die Nägel fallen aus.
  • Schmerzende Finger und Zehen.

Die Diagnose einer Nagelpsoriasis

Weil die Nagelpsoriasis dem Nagelpilz, Ekzemen und sogar Tumorerkrankungen optisch stark ähnelt, ist die Diagnose auch für viele Mediziner nicht immer einfach, weshalb der Arzt meist eine Gewebeprobe entnehmen und einen sogenannten Rheumascan durchführen wird.

Warum eine Behandlung dringend erforderlich ist

Wie an den oben beschriebenen Symptomen ersichtlich, leiden die Betroffenen oft an Schmerzen und körperlichen Beeinträchtigungen. Hinzu kommt, dass auch deren Lebensqualität deutlich beeinträchtigt wird. Auf Außenstehende wirkt eine Schuppenflechte an den Nägeln oft abstoßend. Außenstehende haben Sorge, sich zu infizieren. Dies führt bei vielen Betroffenen zu psychischen Erkrankungen wie beispielsweise Depressionen. Um ein fortschreiten der Krankheit und eine psychische Erkrankung des Betroffenen zu verhindern, ist eine Behandlung dringend erforderlich.

Behandlungsmethoden einer Nagelpsoriasis

Systemische Behandlung: Bei dieser inneren Behandlung wird üblicherweise hochwirksame Biologika eingesetzt, welche die Nagelpsoriasis oftmals vollständig abheilen lassen. Unter anderem wird häufig Folsäure zur Behandlung eingesetzt.

Lokale Behandlung: Bei der äußeren Behandlung werden UV- und Lichttherapien eingesetzt. Zudem kommen Cremes und Salben zum Einsatz, die beispielsweise Wirkstoffe wie Cortison, Harnstoff und Zellwachstumshemmer enthalten.

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