Trichophytie

Weltweit existieren eine Million Pilzarten, von denen rund 150 als primäre Krankheitserreger gelten. Eine davon ist die Pilzart Trichophyton, die zur Gattung der Fadenpilze gehört und als Erreger von Dermatophytosen (Pilzerkarankeungen) gilt. Vor allem die Epidermis (oberflächliche Hautschicht), Nägel sowie Kopf-und Barthaare werden von dem Parasiten befallen.

Die drei Arten von Dermatophyten

Der Erreger Trichophyton kommt sowohl beim Menschen als auch bei Haustieren vor und kann direkt per Kontakt, aber auch indirekt zum Beispiel durch einen infizierten Boden übertragen werden. Dabei werden drei Arten von Dermatophyten unterschieden. Bei der anthropophilen Art und befindet sich der Parasit auf der Haut (Trichophyton rubrum), den Nägeln oder den Haaren des Menschen (Trichophyton tonsurans), während die zoophile Sorte auf dem Fell beziehungsweise der Haut von Säugetieren lebt (zum Beispiel Trichophyton equinium). Die dritte Form von Pilzerreger ist die sogenannte geophile Art, die hauptsächlich auf Hufen, Fell und im Erdboden zu finden ist. Allerdings ist die geophile Pilzsorte in der Regel nicht parasitär. Insgesamt sind rund 20 verschiedene Arten von Trichophyton medizinisch bekannt.

Erreger besiedelt Haut, Haare und Nägel

Insgesamt sind rund 20 verschiedene Arten von Trichophyton medizinisch bekannt, die alle zu den anamorphen Gattungen zählen und somit eine Dermatophytose auslösen können. Dabei sind die Sporen dieser Pilzart sehr stabil ist, daher bleibt seine infektiöse Wirkung über Monate bestehen. Die Übertragung des Erregers erfolgt ausschließlich durch Kontakt, wobei die Erkrankung des Wirts, die sogenannte Pathogenese, auf bestimmten Enzymen wie Elastase und Keratinase basieren, mit denen das Keratin als auch andere Proteine der Haut, Haare und Nägel aufgelöst werden. Die dadurch entstehenden Pilzerkrankungen werden als Tinea ( Dermatphytose) oder Erbgrind (Favus) beziehungsweise medizinisch als Trichophtie bezeichnet.

Diagnose und Therapie

Diagnostisch kann eine Trichophtie über laborchemische Untersuchungen der vom Läsionsrand abgehenden Schuppen als auch Haare und oder Nagelschabsel nachgewiesen werden. Dies geschieht entweder mikroskopisch oder durch Anlage einer entsprechenden Pilzkultur. Steht der Erreger fest, kann dieser therapeutisch je nach Art und Umfang der Erkrankung therapeutisch behandelt werden, wobei unterschiedliche Medikamente und Wirkstoffe Wirkstoffen zum Einsatz kommen. Wird die Pilzerkrankung rechtzeitig entdeckt, bestehen aus medizinischer Sicht gute Heilungsmöglichkeiten ansonsten droht die Gefahr eines chronischen Verlaufs der Pilzerkrankung, dessen Behandlung in der Regel längere Zeit in Anspruch nimmt.

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