Ozonisiertes Olivenöl gegen Nagelpilz: Was ist das?

Olivenöl kennt man hauptsächlich als Zutat für Salate oder als pflegenden Stoff für die Haare. Zusätzlich soll sogenanntes ozonisiertes Olivenöl gegen Nagelpilz helfen. Doch was ist das überhaupt? Der Begriff Ozonisierung kommt aus der Wasserwirtschaft und bezeichnet ein Verfahren, bei dem Wasser mittels Ozon (und nicht wie üblich mittels Chlor) desinfiziert wird. In der Atemluft ist Ozon zwar giftig, im Olivenöl ist es für die Atemwege unschädlich. Ein derart behandeltes Olivenöl soll sehr viel sauerstoffreicher sein als herkömmliche Ölprodukte im Handel. Der Sauerstoff wiederum soll helfen, die Haut widerstandsfähiger gegen Keime zu machen. Gleichzeitig wird dem Olivenöl, wie vielen weiteren Ölen, eine Pilz abtötende Wirkung nachgesagt. Doch stimmt das?

Ozonisiertes Olivenöl gegen Nagelpilz: Hilft das?

Eine kurze Antwort zur Wirksamkeit von ozonisiertem Olivenöl gegen Nagelpilz gibt es nicht. Denn einerseits ist die Pilz abtötende Wirkung des Öls nicht wissenschaftlich bewiesen. Selbst wenn sie gegeben sein sollte, ist nicht gesagt, dass alle Keime abgetötet werden. Wenn nur ein geringer Teil überlebt, ist die Gefahr einer Wiederansteckung und damit einer erneuten Pilzerkrankung sehr groß.

Zweitens wirkt das Öl nur oberflächlich und kann keinesfalls tief in den erkrankten Nagel eindringen, geschweige denn ihn entfernen bzw. aufweichen. Das ist aber nötig, denn der Nagel kann nur gesunden, wenn er komplett neu nachwachsen kann. Allerdings hat Öl durchaus hautpflegende Eigenschaften und eine Stärkung der Abwehrkräfte der Haut ist wichtig, um die Therapie zu begleiten.

Das Fazit lautet also: Ozonisiertes Olivenöl gegen Nagelpilz ist zur begleitenden Therapie nicht hinderlich. Gleiches gilt für weitere Hausmittel, wie etwa Lavendelöl.