Nagelpilz-Creme oder Nagelpilz-Lack?

Wer einen Nagelpilz rezeptfrei und ohne ärztliche Hilfe behandeln will, greift in der Apotheke üblicherweise zunächst zu einem Lack. Das erscheint auch logisch, denn wie soll eine Nagelpilz-Creme bei einem so festen Untergrund, wie es die Nägel üblicherweise sind, wirken? Nagellack ist schließlich für Nägel gemacht. Doch ein Lack hat zwei Nachteile: Erstens dringen die Wirkstoffe nur schwer in den Nagel ein und zweitens wird dabei die umliegende Haut kaum mitbehandelt.

Nagelpilz zeigt sich zwar insbesondere an Verfärbung und Brüchigkeit der Nägel, doch siedeln die Pilzerreger auch auf den umliegenden Hautpartien. Von da aus können sie entweder weiter in den Körper wandern oder es sich nach Ende der Behandlung mit Lack wieder im Nagel gemütlich machen. Dann beginnt das Spiel von Neuem. Eine Nagelpilz-Creme greift den Erreger nicht nur von mehreren Seiten und auf verschiedenen Hautpartien an, sie leistet noch einiges mehr.

Wie eine Nagelpilz-Creme wirkt

Eine wirksame Behandlung von Nagelpilz hängt zum einen von der Wahl der richtigen Medikamente ab. Zum anderen sollte sie mehrstufig aufgebaut sein, um das Problem an der Wurzel zu packen. Denn: Erkrankte Bereiche müssen zuerst entfernt werden, damit der Arzneistoff alle Infektionsherde erreicht und der Nagel nach der Behandlung gesund wieder nachwachsen kann.

Einer Nagelpilz-Creme kommt in diesem Zusammenhang vorrangig die Aufgabe zu, die Pilze abzutöten. Dies gelingt mit sogenannten Antimykotika, die – ähnlich der Wirkweise von Antibiotika – das Wachstum und die Lebensfähigkeit der Pilze nach und nach einschränken und sie zum Absterben bringen. Allerdings kann dies erst wirksam geschehen, wenn das erkrankte Nagelmaterial entfernt worden ist. Auch diese Aufgabe wird von einer Nagel-Creme übernommen oder zumindest vorbereitet. Als wirkungsvoll hat sich Harnstoff erwiesen, der, als Bestandteil einer Creme, die Hornzellen der Nagelplatte aufweicht. Ganz ohne Mitwirken des Patienten geht es nicht, denn der aufgeweichte Nagel muss nach und nach mit einem Spatel entfernt werden. Erst, wenn das Nagelbett freiliegt und eine Hauptquelle für die Pilzvermehrung verschwunden ist, kann der Pilz effektiv bekämpft werden, so dass der Heilungsprozess beginnen und der Nagel nachwachsen kann.

Therapie mit einer Nagelpilz-Creme: So geht’s

In der Apotheke erhalten Sie spezielle rezeptfreie Nagelsets, die für die mehrstufige 2+4 Wochen Kurztherapie geeignet sind. Sie bieten gegenüber der Anwendung eines Lacks den Vorteil, dass bei Nagelpilz die Behandlung mit der Kombination aus einem lösenden Wirkstoff und einem Antipilzmittel kürzer dauert, als es bei der Anwendung eines Lacks oder Sprays. Eine Behandlung mit einem Nagelset dauert je nach Ausmaß der Infektion durchschnittlich sechs Wochen. Das Antimykotikum Bifonazol, das gegen viele Pilzarten wirkt, wird zusammen mit Urea in einer Creme aufgetragen. Am besten geschieht dies allabendlich nach einem zehnminütigen Fußbad. Urea weicht den Nagel auf. Der Wirkstoff dringt bereits in diesem Zeitraum in die Hornschicht und die umliegenden Areale ein und beginnt, die Pilze zu bekämpfen. Tagsüber decken Sie den Nagel mit einem dazugehörigen Pflaster ab, damit der Wirkstoff seine Arbeit tun kann und keine neuen Pilze hinzukommen.

Wichtig ist, dass Sie den Nagel in dieser Zeit schichtweise mit dem beiliegenden Spatel entfernen. Ist der Nagel abgeschabt, nutzen Sie die Creme für weitere vier Wochen, um den Pilz direkt im Nagelbett zu bekämpfen. Danach kann der Nagel gesund nachwachsen. Wirksame Mittel zur Behandlung finden Sie bequem online oder in Ihrer Apotheke.

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