Eine Behandlung mit einem Nagelpilz-Stift ist häufig sehr langwierig.

Eine Behandlung mit einem Nagelpilz-Stift ist häufig sehr langwierig.

Einfach den Nagelpilz mit einem Stift behandeln?

Ein Nagelpilz-Stift scheint besonders praktisch zur Behandlung einer Onychomykose (griechisch: onych = Nagel, mykes = Pilz). Ohne weitere Hilfsmittel lässt sich der Wirkstoff schnell und einfach auf die Nagelplatte auftragen. Möchten Sie mit einem Stift gegen Nagelpilz vorgehen, sollten Sie die Packungshinweise genau studieren. Denn ein Nagelpilzstift wirkt oft nur kosmetisch. Dabei ist es unerheblich, ob Sie den Stift im Drogeriemarkt oder in der Apotheke kaufen.

Nagelpilz-Stift: Das ist enthalten

Je nach Hersteller unterscheiden sich die Inhaltsstoffe gegen Nagelpilz im Stift. In den meisten Fällen vereinen diese Stifte drei Komponenten.

  • Säuren wie Essigsäure, Milchsäure oder Zitronensäure soll das Pilzwachstum hemmen. Pilzerreger gedeihen nicht in einem sauren Umfeld.
  • Mit Inhaltsstoffen, die die Nagelsubstanz aufweichen, soll der Wirkstoff aus dem Nagelpilz-Stift tief in die Nagelsubstanz eindringen. Das ist sehr wichtig, denn meist lebt der Pilz in der Nagelplatte oder gar darunter im Nagelbett. Typisch ist der Einsatz von Harnstoff, der die Nagelsubstanz aufweicht. Auch Ethyllaktat, ein Milchsäureester, macht den Nagel durchlässiger. Dieses Lösungsmittel ist auch in vielen dekorativen Nagellacken enthalten.
  • Nagelpilz-Stifte enthalten pflegende Komponenten wie Panthenol, die den geschädigten Nagel geschmeidiger machen. Sie lassen den Nagel gesünder aussehen, auf die Erkrankung selbst haben sie keinen Einfluss.

Es braucht Geduld

Die Produkte versprechen eine optische Verbesserung des Nagelbildes und erwähnen die Möglichkeit der Hemmung des Pilzwachstums. Die Inhaltsstoffe eines Nagelpilz-Stifts sind zumindest in der Theorie gegen Pilzerreger die Dermatophyten (Fadenpilze) wirksam. Dermatophyten verursachen meist Nagelpilzerkrankungen. Wenn Sie einen Stift gegen Nagelpilz ausprobieren möchten, sollten Sie viel Geduld mitbringen. Während der Behandlung müssen die Finger- und Fußnägel unlackiert bleiben, damit der Wirkstoff in den Nagel eindringen kann. Viele Hersteller empfehlen, den befallenen Nagel in der ersten Zeit einmal wöchentlich dünn zu feilen. Mit dem Nagelpilz-Stift tragen Sie dann ein- bis zweimal täglich die Flüssigkeit auf den Nagel auf. Nach einer kurzen Trocknungszeit dürfen die Socken und die Schuhe wieder angezogen werden.

Ein Stift gegen Nagelpilz ist teuer

Die Flüssigkeit in den Stiften gegen Nagelpilz hat ihren Preis. Die Hersteller verlangen zwischen drei und fünf Euro pro Milliliter. Damit ist ein Nagelpilz-Stift nicht günstiger als andere Mittel gegen Nagelpilz. Um den Pilzbefall zu bekämpfen, müssen Sie auch bei dieser Therapie den Nagel so lange behandeln, bis die befallene Stelle komplett herausgewachsen ist. Bei einem Nagelpilz an der großen Zehe kann das über ein Jahr dauern. Entsprechend hoch fallen die Kosten aus, da Sie mehrere Stifte benötigen. Bei fortgeschrittenem Pilzbefall ist die Therapie mit einem Nagelpilz-Stift nicht empfehlenswert. Die verschiedenen Rezepturen können eventuell einen beginnenden Pilzbefall hemmen. Zur Therapie sind wirksame Medikamente sinnvoller. Spezielle medizinische Nagellacke beinhalten fungizide, also Pilz bekämpfende Inhaltsstoffe. Die Behandlung ist allerdings ähnlich langwierig wie mit einem Nagelpilz-Stift. Empfehlenswert ist daher die Kombinationstherapie von Canesten®. Mit dem Canesten® Extra Nagelset und der Canesten® Extra Creme ist die Behandlung bereits nach sechs Wochen abgeschlossen und der Nagel kann gesund nachwachsen. Viele Betroffene schätzen die kurze Behandlungsdauer und die unkomplizierte Verfügbarkeit: Sie erhalten diese Produkte ganz bequem online oder in Ihrer Apotheke.