Behandlung von Nagelpilz mit Tabletten

Frühe Symptome einer Nagelpilzinfektion sind unscheinbar und bleiben oft unerkannt. Die Erreger dringen in der überwiegenden Zahl der Fälle vom seitlichen oder vorderen Nagelrand in die Nagelplatte vor und breiten sich allmählich nach hinten in Richtung Nagelwall aus. Erste Hinweise auf die Aktivität der Pilze geben weißliche bis gelbe oder braune Verfärbungen im Bereich der infizierten Hornsubstanz. Lässt eine Behandlung auf sich warten, trüben sich die befallenen Regionen der Nagelplatte, büßen ihre Elastizität ein und fangen an zu bröckeln. Je weiter die Infektion voranschreitet, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Keim die Nagelplatte durchdringt und auf das Nagelbett übergreift. In einem späten Stadium zeigen Entzündungen und Schmerzen die Ansteckung von Nagelfalz und Nagelwall an. Nagelpilz (oder Onychomykose) ist in einer frühen Krankheitsphase gut mit lokal wirksamen Medikamenten beherrschbar. Je weiter die Erkrankung fortschreitet und je ausgeprägter die Symptome sind, desto wahrscheinlicher werden die Notwendigkeit eines Arztbesuchs und die Behandlung von Nagelpilz mit Tabletten.

Lokale Therapie im frühen Krankheitsstadium

Aufmerksame Beobachtung hilft, erste Zeichen einer Nagelpilzinfektion zu erkennen. Besteht Gewissheit über die Erkrankung, ist schnelles Handeln entscheidend. Eine Selbstbehandlung mit lokal wirksamen Antimykotika bringt gute Therapieergebnisse, solange die Infektion nicht weit fortgeschritten ist. Solche Medikamente erhalten Sie bequem online oder in Ihrer Apotheke. Gelingt es dem Erreger, sich über mehr als zwei Drittel der Nagelfläche auszubreiten oder mehr als drei Nägel in Mitleidenschaft zu ziehen, ist medizinischer Rat gefragt. Die Untersuchung des Arztes zeigt, ob der Pilzerreger mit einer örtlichen Therapie beherrschbar ist oder ob bei fortgeschrittenem Nagelpilz Tabletten für die orale Einnahme zum Einsatz kommen müssen.

Systemische Therapie mit Tabletten gegen Nagelpilz

Ist eine Onychomykose weit fortgeschritten, kann der Arzt zusätzlich zur lokalen Therapie eine systemische Therapie verordnen und gegen den Nagelpilz Tabletten verschreiben. Die Behandlung erfolgt stets auf Anweisung des behandelnden Arztes. Er wählt den Wirkstoff aus und legt die Dosis sowie die Behandlungsdauer fest. Für die systemische Behandlung aus dem Körperinneren stehen unterschiedliche Arzneistoffe zur Verfügung:

  • Die antimykotische Wirkung von Itraconazol beruht auf einem Eingriff in den Stoffwechsel der Pilzerreger. Das Präparat hemmt den Aufbau der Zellmembran und stoppt auf diese Weise das Wachstum und die Ausbreitung des Keims. Das Medikament wirkt im Rahmen einer zyklischen Therapie. Nach siebentägiger Einnahme erfolgt eine dreiwöchige Pause, der Rhythmus von Behandlung und Wartezeit wiederholt sich dreimal.
  • Fluconazol zählt ebenfalls zu den Antimykotika, die wachstumshemmend auf Pilzerreger wirken. In höheren Dosen tötet der Arzneistoff den Keim unmittelbar ab. Im Rahmen einer sechs- bis zwölfmonatigen Therapie ist die Einnahme von einer Tablette gegen Nagelpilz pro Woche vorgesehen.

Arzneistoffe, die als Tabletten bei Nagelpilz eingenommen werden und systemisch gegen ein breites Spektrum von Pilzerregern wirken, gelangen über den Darm in den Blutkreislauf und erreichen auf diese Weise den Ort der Infektion. Die Bekämpfung der Erkrankung aus dem Körperinneren ist einerseits effizient, belastet aber andererseits den Körper durch Nebenwirkungen. Während der Schwangerschaft ist die systemische Therapie mit Nagelpilztabletten keine Option.

Magen-Darm-Beschwerden, Hautreizungen und die Belastung der Leber können sich als Begleiterscheinungen bemerkbar machen, wenn fortgeschrittener Nagelpilz mit Tabletten behandelt werden muss. Gehen Sie also möglichst frühzeitig gegen Fuß- und Nagelpilz vor, um es gar nicht so weit kommen zu lassen. Die Chancen, schnell wieder gesunde Nägel zu haben, sind bei einem raschen und konsequenten Handeln sehr gut.

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