Nagelpilz bei Kindern

Nagelpilz bei Kindern und Säuglingen ist ebenso wie in jedem anderen Alter möglich, betrifft bei diesen aber vor allem die Zehennägel. Schuhe, die schnell und unbemerkt zu eng werden, Schwimmbäder und Gemeinschaftsduschen in der Schule und nicht allzu gründliches Abtrocknen können zu einer Pilzinfektion führen. Auch angestoßene Nägel, Nagelkauen oder das Einreißen der Nagelplatte erhöhen das Infektionsrisiko, da derlei Schäden ideale Eintrittspforten für die Sporen bilden. Dazu stellt die Behandlung von Nagelpilz bei Kindern eine Herausforderung dar, kann mit den richtigen Mitteln aber dennoch schnell abgeschlossen sein.

Nagelpilz bei Kindern erkennen

Nagelpilz äußert sich beim Nachwuchs ebenso, wie bei Erwachsenen. Der betroffene Nagel verfärbt sich gelb und wird merklich dicker. Die Nagelplatte weist zudem oftmals deutliche Rillen auf und kann brüchig werden. Ist die Erkrankung schon fortgeschritten, kann die ärztliche Diagnose oftmals bereits auf den ersten Blick gestellt werden. Auch erste Anzeichen, zu denen alle Veränderungen am Nagel gehören, sollten aber ernstgenommen und von einem Arzt kontrolliert werden. Suchen Sie dazu einen Allgemeinmediziner, Kinder- oder Hautarzt auf.

Schulsport = erhöhtes Risiko

Vermuten Sie bei Ihrem Kind einen bestehenden Nagelpilz, sollten Sie umgehend einen der genannten Ärzte aufsuchen. Gerade bei Kindern ist das Risiko für Pilzinfektionen durch Schulsport und Turnbeutel, in denen Schuhe kaum zum Abtrocknen kommen, das Vergessen der Badeschuhe im Schwimmbad und fehlendes Abtrocknen zwischen den Zehen, erhöht. Hinzukommen häufigeres Anstoßen und enges Schuhwerk. Trotz allem war die Häufigkeit von Nagelpilz bei Kindern bisher vergleichsweise gering. Studien belegen aber, dass die Zahlen merklich steigen. Dennoch können Ärzte aufgrund der vermeintlich geringen Wahrscheinlichkeit einen Nagelpilz bei Kindern als vorrübergehende Nagelveränderung durch Verletzungen fehldiagnostizieren. Es empfiehlt sich daher, direkt einen erfahrenen Hautarzt aufzusuchen oder zumindest einen Abstrich des Nagels anfertigen zu lassen.

Den Nagelpilz bei Kindern richtig behandeln

Die Behandlung von Nagelpilz bei Kindern stellt eine Herausforderung dar, zum einen, da sie teils unangenehm ist und Geduld erfordert. Zum anderen bemerken sie die Veränderungen an den Nägeln häufig erst sehr spät. Es obliegt also Ihnen als Eltern, gerade bei besonders sportlichem Nachwuchs, den Zustand der Haut und Nägel regelmäßig zu kontrollieren. Zudem sollten Sie auf Mittel setzen, die sowohl bei Kindern angewendet werden können, als auch schnelle Therapieerfolge erbringen. Viele Antimykotika, also Medikamente, die gegen Pilze wirken und diese abtöten, sind für Kinder nicht zugelassen.

Anders Canesten®. Sowohl das Canesten® EXTRA Nagelset und die Canesten® EXTRA Bifonazol Creme können bei Kindern angewendet werden und zeigen eine schnelle Verbesserung. Die Therapie sollte allerdings unter ärztlicher Aufsicht erfolgen. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass die verwendeten Cremes nicht in den Mund des Kindes gelangen. Beim Auftragen gilt daher höchste Vorsicht. Die Creme darf nicht in Reichweite des Kindes abgelegt werden und der behandelte Bereich sollte mit Hygienepflastern abgeklebt werden.

Lenken Sie Säuglinge und Kleinkinder am besten mit einem speziellen Spielzeug ab, während Sie den Nagelpilz behandeln. Auf diese Weise kann nicht nur eine versehentliche Aufnahme verhindert werden, die Behandlung von Nagelpilz bei Kindern wird dadurch auch zu einem Spiel und hierdurch mit etwas Positivem verbunden. Da selbst die schnelle Canesten® Kurzzeittherapie etwa zwei Wochen zum Auflösen des Nagels und weitere vier Wochen zur Beseitigung eventueller Sporen benötigt, darf die Therapie keinesfalls zur lästigen Pflicht für die Kleinen werden. Anderenfalls wird die Behandlung zum Kampf, was wiederum eine zusätzliche Belastung für alle Beteiligten darstellt. Legen Sie daher eine Zeit fest und halten Sie sich daran. Belegen Sie die Behandlungszeit zusätzlich mit etwas Besonderem, beispielsweise einem Spielzeug, das nur während der Nageltherapie zur Verfügung steht.

Tipp: Bei Säuglingen sollten Sie dünne Schutzhandschuhe oder Strumpfhosen verwenden, um einer Aufnahme der Cremes zusätzlich vorzubeugen.

Nagelpilz bei Kindern – Richtig vorbeugen

Um einen – erneuten – Ausbruch von Nagelpilz bei Ihrem Nachwuchs zu verhindern, sollten Sie einige Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln vermitteln. Dazu gehören:

  • Socken zumindest täglich wechseln und am besten mit einem Zusatz von antimykotisch wirkendem Hygienespüler waschen
  • Schuhe richtig austrocknen lassen, also aus dem Turnbeutel entfernen und an eine gut belüftete Stelle verbringen
  • In Gemeinschaftsduschen, Schwimmbädern und Sauna stets Badeschuhe tragen
  • Schuhe, Socken, Handtücher und Handschuhe nicht teilen oder tauschen
  • Haut richtig abtrocknen oder abföhnen – gerade bei Kleinkindern und in den Zehenzwischenräumen ist das eine effektive Methode und macht auch noch Spaß
  • Nägelkauen vermeiden, wenn nötig abschreckenden Nagellack auftragen

Gehen Sie am besten mit gutem Beispiel voran und zeigen Sie Ihrem Nachwuchs, worauf es bei Schwimmbad-Besuchen und dem Abtrocknen ankommt. Auch die Nagelkontrollen können zum Spiel werden, wenn Sie gegenseitig durchgeführt werden und zum Alltag dazugehören.