Nagelpilz & Ernährung: ein kurzer medizinischer Exkurs

Ein gesunder Körper befindet sich in einem Gleichgewicht aus Säuren und Basen, unterstützt von einem starken Immunsystem. Oft stellt sich durch die Ernährung jedoch eine Übersäuerung ein. Verursacher sind nicht etwa Zitrusfrüchte, sondern Burger, Süßwaren und Limonade. Mit den Begriffen sauer und basisch wird der pH-Wert im Körper bewertet, der dafür sorgt, dass nützliche Bakterien überleben und Erreger bekämpft werden. Eine kohlenhydrathaltige und fettreiche Ernährung verschiebt den pH-Wert des Körpers in den sauren Bereich. Dies ist eine ideale Voraussetzung für Krankheitserreger, zu denen auch Pilzerreger gehören. Zusätzlich ernähren sich Pilze von Kohlenhydraten. Unter diesen Voraussetzungen ergibt es also Sinn, sich die Ernährung im Zusammenhang mit Nagelpilz einmal genauer anzuschauen.

Nagelpilz & Ernährung: Eine Umstellung kann helfen

Spätestens, wenn sich der Nagel verändert und Pilzsymptome auftreten, kann eine Umstellung der Ernährung unterstützend sein. Auf diese Weise entziehen Sie den Erregern den Nährboden und eine medikamentöse Therapie kann dann besser anschlagen. Es empfiehlt sich, dass die Umstellung und Anpassung der Ernährungsgewohnheiten auch über die Behandlung hinaus erfolgt. Tun Sie sich und Ihrem Körper daher den Gefallen und verzichten Sie so oft wie möglich auf typische Sauermacher.

Die weniger erfreuliche Nachricht zum Thema Nagelpilz und Ernährung zuerst: Zucker in jeder Form unterstützt das Wachstum des Pilzes. Das gilt auch für süße Obstsorten, denn Fruktose wird im Körper in herkömmlichen Zucker umgewandelt. Greifen Sie stattdessen zu naturbelassenem Gemüse und Gemüsesäften. Wer es würzig mag, kann seinem Immunsystem mit Knoblauch zusätzlich auf die Sprünge helfen. Vitamin B wird von Experten ebenfalls als unterstützend eingestuft und ist in Vollkornprodukten und Salaten enthalten.

Zu meiden sind hingegen Weißmehlprodukte, Kaffee und andere Produkte, die bei vielen Menschen Verdauungsbeschwerden und Magenprobleme begünstigen. Ein gesunder Darm ist für einen Großteil Ihres Wohlbefindens verantwortlich und steuert den Säure-Basen-Haushalt ganz wesentlich.

Gesundes Paradox: Saures für die Basenbildung

Grapefruits, Sauerkraut und andere Produkte mit einem hohen Anteil an natürlicher (und gesunder) Säure haben in der Wechselwirkung von Nagelpilz und Ernährung dagegen einen positiven Effekt: Diese Lebensmittel sorgen für eine Verschiebung des pH-Werts in den basischen Bereich. Zusätzlich sind die in Sauerkraut enthaltenden Milchsäurebakterien gut geeignet, die Darmflora positiv zu steuern. Die Milchsäure hilft dabei, die guten Bakterien im Körper wieder erstarken zu lassen.

Den Zusammenhang zwischen Nagelpilz und Ernährung positiv nutzen

Im Licht all dieser Erkenntnisse ist klar, dass bei der Bekämpfung und Vermeidung von Nagelpilz die Ernährung eine tragende Rolle spielen sollte. Primäres Ziel ist dabei, die Abwehrkräfte des Körpers zu stärken, um eine Behandlung mit den passenden Medikamenten zu unterstützen – damit der Pilz nicht so schnell wiederkehren kann. Begrüßenswerter Nebeneffekt: Mit der richtigen Ernährung sorgen Sie für schöne Nägel, fühlen sich auch rundum besser und können vielen Krankheiten vorbeugen.

Neben dem Umstellen der Ernährung zur Vorbeugung ist bei einem Befall mit Nagelpilz allerdings stets eine primäre Behandlung nötig, denn bis ein angeschlagenes Immunsystem reagiert, kann eine Infektion sich ausbreiten und mitunter chronisch werden. Je früher Sie also mit einer medikamentösen Therapie beginnen, desto besser. Geeignete Mittel können Sie in der Apotheke erwerben oder auch online bestellen.