Nagelpilz: Therapie und Wirkstoffe

Nagelpilz ist eine Erkrankung, die Betroffene im frühen Stadium mit trügerischer Harmlosigkeit täuscht. Weißliche bis gelblich-braune Einfärbungen der Nagelplatte wirken als erste Symptome der Infektion unscheinbar und entziehen sich leicht der Beobachtung. Bleiben erste Krankheitszeichen unerkannt, kann sich der Erreger ungestört ausbreiten, die Nagelplatte schädigen und bis ins Nagelbett vordringen. Je weiter sich der Keim in unzugängliche Regionen der Nagelstruktur ausbreitet, desto anspruchsvoller und langwieriger wird die Behandlung. Umso wichtiger sind umsichtige Nagelpflege und ein kritischer Blick für die Gesundheit der Nägel: Rasche Gegenmaßnahmen bei ersten Krankheitszeichen sind entscheidend für den Behandlungserfolg. Wenn nicht mehr als zwei Drittel der Nagelplatte und weniger als drei Nägel von einer Pilzinfektion betroffen sind, bringt bei Nagelpilz die Therapie mit lokal wirksamen Antimykotika gute Ergebnisse.

Eigenschaften von Antimykotika

Für die topische Therapie einer Nagelpilzinfektion mit lokal wirksamen Antipilzmitteln steht in Apotheken eine Reihe von Medikamenten mit jeweils spezifischen Eigenschaften zur Verfügung. Die Arzneimittel unterscheiden sich hinsichtlich der Darreichungsform, der Art, wie sie den Pilzerreger bekämpfen, und der Dauer, die für die Anwendung vorgesehen ist.

Therapie mit lokal wirksamen Antimykotika

Medikamente in unterschiedlicher Darreichungsform ermöglichen bei Nagelpilz eine Therapie mit örtlicher Wirkung.

Behandlung mit Nagellacken: Ciclopirox gehört zu den Arzneistoffen, die als Nagellack zur Verfügung stehen. Die Anwendung erfolgt stets auf dem gereinigten Nagel. Bei wasserfesten Lacken ist ein Alkoholtupfer oder eine Feile notwendig, um alte Lackschichten zu entfernen, bevor die neuerliche Anwendung erfolgt. Die Prozedur wird je nach Behandlungsfortschritt jeden zweiten Tag bis einmal pro Woche durchgeführt. Kommen wasserlösliche Lacke zum Einsatz, ist eine tägliche Anwendung vorgesehen, wobei sich die Gesamtdauer der Therapie über mehrere Monate bis zu einem Jahr hinziehen kann.

Anwendung von Nagelpilz-Stiften: Mithilfe eines Stiftes ist bei Nagelpilz eine Therapie möglich, die auf der Grundlage von Säuren und ätherischen Ölen wirkt. Essig- oder Milchsäure sollen in den Nagel eindringen und ein für den Pilzerreger lebensfeindliches Milieu erzeugen.

Salben zur Bekämpfung von Nagelpilz: Für die Bekämpfung von Nagelpilz im Rahmen der örtlichen Selbstbehandlung bietet sich die Anwendung einer Salbe an. Eine Wirkstoffkombination von Harnstoff und dem Antipilzmittel Bifonazol ermöglicht einerseits das gewebeschonende Aufweichen der infizierten Nagelsubstanz mit einem lösenden Mittel und andererseits die Behandlung erkrankter Nagelbereiche mit einem wirksamen Antimykotikum. Die Therapie greift erkrankte Hornzellen an und schont gesundes Gewebe. Ist der Pilzerreger zurückgedrängt, kann der Nagel gesund nachwachsen.

Kurzzeitbehandlung von Nagelpilz

In vielen Fällen gerät bei Nagelpilz die Therapie zum Geduldsspiel, wenn ein immer gleiches Behandlungsritual sich in festem Rhythmus womöglich über Monate, wie dies bei Lacken der Fall ist, hinzieht. Viele Apotheker empfehlen daher die 2+4 Wochen Kurztherapie mit dem Canesten® Extra Nagelset und der Canesten® Extra Creme. Diese Produkte können Sie bequem online bestellen. In der ersten Behandlungsphase über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen ist der Harnstoff in der Wirkstoffkombination des Nagelsets dafür zuständig, die infizierten Hornzellen zu lösen. Das Antipilzmittel Bifonazol übernimmt die Bekämpfung des Pilzerregers. Zum täglichen Behandlungsrhythmus gehören

  • das zehnminütige Eintauchen des Nagels in warmes Wasser,
  • das vorsichtige Entfernen der erkrankten Nagelsubstanz mit einem kleinen medizinischen Spatel und
  • die erneute Behandlung des Nagels mit dem Präparat aus Harnstoff und Bifonazol.

Sind die befallenen Regionen des Nagels entfernt, sorgt die vierwöchige Nachbehandlung mit der Canesten® Extra Creme dafür, dass der Pilz sich nicht erneut ausbreiten und die Infektion nicht wieder aufflammen kann.

Bei Nagelpilz die Therapie durchhalten

Rechtzeitig angewendet erzielt bei Nagelpilz die Therapie mit einem örtlich wirksamen Antimykotikum gute Ergebnisse. Die sorgfältige Pflege und Beobachtung Ihrer Nägel hilft Ihnen, Symptome einer Pilzerkrankung frühzeitig zu erkennen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen, bevor der hartnäckige Keim sich ausbreiten kann.

Holen Sie sich medizinischen Rat, wenn Sie sich über die Diagnose einer Pilzerkrankung Gewissheit verschaffen möchten. Ihr Arzt empfiehlt Ihnen das für Sie geeignete Medikament und entscheidet gegebenenfalls, ob Sie im Rahmen einer systemischen Therapie Medikamente einnehmen müssen, die den Pilz auch aus dem Körperinneren bekämpfen. Auch während der Schwangerschaft erfolgt bei Nagelpilz eine Therapie ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem Arzt. Wenden Sie sich für die professionelle Pflege Ihrer Füße bei Bedarf an einen Fußpfleger.

Mehr noch als bei anderen Pilzinfektionen ist bei Onychomykosen geduldige Therapietreue unbedingt gefragt. Halten Sie Behandlungsrhythmus und -dauer zuverlässig ein, um das Ziel gesund nachwachsender Nägel zügig zu erreichen.