Antimykotika Salbe – schnelle Hilfe gegen Nagelpilz

Antimykotika sind spezielle Mittel, die bei Erkrankungen zum Einsatz kommen, die von Pilzen ausgelöst werden. Es handelt sich bei ihnen um so genannte antimikrobielle Substanzen. Das bedeutet, diese Substanzen stören Mikroorganismen dabei, sich zu vermehren. Auch Pilze sind solche Mikroorganismen. Sie vermehren sich an Stellen, an denen sie unerwünscht sind. Als Bestandteil einer Antimykotika Salbe haben sie einen entscheidenden Vorteil. Sie lassen sich sehr gut und sehr direkt auf betroffene Regionen auftragen. Das gilt auch für von Nagelpilz befallenen Stellen. Wird Antimykotika Salbe auf den Nagelpilz aufgebracht, kann sie an dem kranken Teil des Nagels wirken und dort die Entwicklung des Pilzes hemmen.

Zwei verschiedene Wirkungsweisen

Dabei wirken die Antimykotika als Mittel gegen Pilz auf zwei sehr unterschiedliche Arten. Es gibt Antimykotika Salbe mit einer fungistatischen Wirkung. Diese hemmt das Wachstum beim Nagelpilz. Sie stört seine Vermehrung und sein Entwicklung. Ruhende Keime beim Pilz tötet sie jedoch nicht ab. Das wiederum können Mittel mit einer fungiziden Wirkung. Auch diese Mittel gehören zu den Antimyotika. Als antimikrobielle Substanzen wirken die Präparate aber so auf den Pilz ein, dass er abstirbt und nicht wiederkehrt.

Wirkung in der Zellmembran

Das Geheimnis der Wirkungsweise von Antimykotika und von Salben, die diese Mittel enthalten, liegt in der Zellwand der Pilze. Genau das ist die Stelle, an der die Pilze empfindlich und gezielt angreifbar sind. Die Zellwand selbst besteht aus verschiedenen Stoffen, wie etwa Mehrfachzuckern und aus Chitin, das auch im Panzer von Insekten vorkommt. Die Zellwand beherbergt auch die Zellmembran der Pilze. Ihr wichtigster Bestandteil ist Ergosterol. Diesen Stoff brauchen die Pilze dringend für ihr Wachstum. Sie bilden dieses lebenswichtige Element in verschiedenen Stufen. In diesen Prozess greift die Antimykotika Salbe ein. Zum Beispiel regen sie den Pilz dazu an, statt des wichtigen Ergosterols einen falschen Baustoff herzustellen und an die entsprechende Stelle in der Membran zu setzen. Dort hemmt der falsche Stoff dann die Vorgänge im Stoffwechsel, die der Pilz dringend für seine eigene Reproduktion braucht. Kommt kein benötigter Baustoff mehr nach, stellt der Pilz sein Wachstum ein. Diese Wirkung ist fungistatisch, das Antimykotika hat den Pilz nicht abgetötet. Manche Antimykotika wirken noch radikaler. Sie regen den Pilz dazu an, einen sehr stark veränderten Baustoff zu bilden. Dieser falsche Baustoff lässt den Pilz letztendlich absterben.

Direkter Angriff auf den Pilz

Medizinisch gesehen ist der Nagelpilz keine schwere Erkrankung. Mit Antimykotika Salbe lässt sich der Pilz an einem Fußnagel gut in den Griff bekommen. Das gilt vor allem für leichte und mittelschwere Erkrankungen. Antimykotika Salbe muss jedoch, um gezielt und vor allem nachhaltig zu wirken, regelmäßig und vor allem konsequent angewendet werden. Ein schneller Erfolg der Behandlung sollte nicht dazu verleiten, sofort damit aufzuhören. Denn Antimyotika Salbe wirkt in der Regel fungistatisch und hemmt die Entwicklung der Pilzmembran. Deshalb sollte auch nach Verschwinden der ersten Symptome der betroffene Nagel für einige Zeit weiter mit der Antimyotika Salbe behandelt werden. Das Wirkungsspektrum der Mittel ist breit, es richtet sich sowohl gegen Dermatophyten als auch gegen Hefepilze. Die Behandlung von außen am Nagelpilz selbst sorgt dafür, dass das Risiko unerwünschter Nebenwirkungen wesentlich geringer ist.

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