Ist Nagelpilz ansteckend?

Als Betroffener von Nagelpilz stellen Sie sich die Frage, ob der Pilz ansteckend und Ihre Familie gefährdet ist. Vorab sollten Sie wissen, dass es sich beim Nagelpilz zwar um eine unangenehme, aber nicht um eine schwerwiegende Erkrankung handelt. Dennoch ist die Erkrankung ansteckend und erfordert neben der zeitnahen und effektiven Behandlung maximale Hygiene, durch die Sie das Verschleppen der Infektion, wie auch die Ansteckung anderer im Haushalt lebender Familienmitglieder vermeiden können.

Nagelpilz nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn er ist ansteckend

Die Behandlung ist einfach, wenn Sie sich auf ein Antimykotikum mit Schnellwirkung berufen. Innerhalb von zwei bis vier Wochen kann der Nagelpilz ausheilen, behandeln Sie direkt im Anfangsstadium und sorgen durch die Früherkennung für eine zeitnahe Heilung. Bezüglich der Ansteckungsgefahr bedenken Sie, dass Scham und Schweigen die falschen Optionen sind. Ihre Familie sollte über die Erkrankung in Kenntnis sein, um eine Kontamination zu vermeiden. Im Haus tragen Sie Strümpfe und laufen nicht barfuß auf Fliesen, auf dem Teppichboden oder auf Parkett. Nach dem Eincremen der betroffenen Stellen waschen Sie die Hände und nutzen ein Desinfektionsmittel, um eventuell an den Händen befindliche Pilzsporen sicher und zuverlässig zu entfernen. Nagelpilz kann nicht nur im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch, sondern auch durch Schmierinfektionen übertragen werden. Umso wichtiger ist es, die Fußböden in Ihrem Haus regelmäßig und konsequent zu reinigen und am besten mit einem hautverträglichen Desinfektionsmittel zu säubern.

Wie wird Nagelpilz übertragen?

Da die Übertragung sowohl im direkten Kontakt mit anderen Menschen, aber auch durch eine Schmierinfektion erfolgen kann, nimmt die Hygiene einen wichtigen Bereich in Ihrem Umgang mit der Erkrankung ein. Besonders gefährdet sind im Haushalt lebende Kinder, ältere Menschen oder Familienmitglieder mit einem geschwächten Immunsystem. Vor allem die Dusche und Badewanne, sowie das Badezimmer bedürfen enormer Aufmerksamkeit. Laufen Sie nicht barfuß, sondern tragen Strümpfe und Hausschuhe oder Badeschuhe. Die Übertragung erfolgt besonders häufig in Feuchträumen, da sich die Pilzsporen bei Wärme und einer hohen Luftfeuchtigkeit rasant vermehren. Auch wenn sich die Pilzerkrankung an Ihren Füßen befindet, nutzen Sie separate Handtücher und vermeiden auch das nächtliche Schlafen ohne Strümpfe. Überall dort, wo Ihr pilzbefallener Nagel mit Materialien oder Menschen in Berührung kommt, kann eine Ansteckung erfolgen. Strümpfe und Handtücher wechseln Sie täglich und wählen für die Reinigung eine Waschtemperatur, die nicht unter 60° Celsius liegen sollte. Erst bei Temperaturen ab 60° Celsius sterben die Erreger ab und können nicht mehr auf andere Menschen übertragen werden.

Kontaminationsrisiko durch Hygiene verringern

Sobald Sie den Befall mit Nagelpilz entdecken, beginnen Sie mit der Behandlung und halten alle hier aufgeführten Tipps ein, die eine Ansteckung anderer im Haushalt lebender Personen ausschließen. Das tägliche Wechseln der Strümpfe und Handtücher, sowie das Wegräumen von Badematten oder Teppichen im Badezimmer gehört zu den wichtigen Aufgaben in diesem Zeitraum. Auch wenn der Nagelpilz augenscheinlich abklingt, ist die Gefahr einer Ansteckung noch nicht vollständig verbannt. Als geheilt können Sie die Erkrankung erst dann betrachten, wenn der ehemals pilzbefallene Nagel nach der Behandlung gesund und ohne Spuren einer Infektion nachwächst. Bis zu diesem Zeitpunkt müssen Sie auf strenge Hygiene und Sauberkeit achten.

Geben Sie hier Ihre Suche ein und drücken "Enter"