Wie entsteht Nagelpilz?

Nagelpilz ist eine lästige und langwierige Erkrankung, der man am besten vorbeugen kann, wenn man sich mit den Ursachen auseinandersetzt. Hierzu müssen wir einen kleinen Exkurs zum Thema Hautpilz im Allgemeinen machen. Dermatomykosen (auch Dermatophytosen) bezeichnen eine örtlich begrenzte Infektion der Haut mit einem oder mehreren Pilzen. Dafür kommen tatsächlich auch Schimmelpilze oder Sprosspilze in Frage, in dem meisten Fällen wird die Haut jedoch von Dermatophyten (Fadenpilzen) und Candida (Hefepilzen) befallen. Je nachdem wo dieser Befall auftritt, spricht man von einer Tinea (lat. für Flechte), im Fall eines Nagelpilzes also von Tinea unguium.

Wie kommt der Pilz an den Nagel?

Diese Pilze lauern eigentlich überall, wo Menschen barfuß laufen, ob in Saunen, Schwimmbädern oder in Hotels. Auch die Ansteckung innerhalb der Familie ist recht häufig, denn die Pilze überleben auf dem Boden, dem Teppich, an Nagelfeilen- und scheren und auch an Handtüchern.

Zunächst befindet sich der Pilz an der Fußsohle, von wo aus er sich zum Nagel bewegt. Ist er dort angekommen versucht er, in den Nagel einzudringen, manchmal von vorne, häufig von den Seiten über das Nagelbett. Ist das Immunsystem nun geschwächt, dann hat der Körper keine Chance gegen den Pilz vorzugehen: Die Sporen nisten sich ein und vermehren sich von nun an im beliebten Klima. Sie werden immer zahlreicher und wuchern unter dem Nagel, bis dieser sich zu verfärben und abzulösen beginnt.

Was begünstigt das Entstehen von Nagelpilz?

Da ist zum einen das unvorsichtige Barfußgehen, aber auch das Tragen von ungeeignetem Schuhwerk. Enge, drückende und schlecht belüftete Schuhe begünstigen das Entstehen von Nagelpilz, ebenso wie eine übertriebe Hygiene oder Feuchtigkeit.

Bei der Hygiene ist es so, dass man eher sanfte Waschgele verwenden sollte, anstatt mit aggressiven Mitteln an den Fuß zu gehen. Diese können die Schutzschicht der Haut angreifen, die dann zu einem Einfallstor für die Pilze und ihre Sporen wird.

Anstatt kräftig mit dem Handtuch zu reiben und mikroskopisch kleine Verletzungen zu verursachen, sollten die Füße und besonders die Zwischenräume zwischen den Zehen lieber trocken getupft werden. Hier kann auch ein Föhn zum Einsatz kommen, der die Haut sanft trocknet. Feuchtigkeit zählt zu den bevorzugten Milieus von Pilzen, und sollte daher vermieden werden.

Wo tritt Nagelpilz am häufigsten auf?

Dermatomykosen treten dreimal häufiger an den Fußnägeln als an den Fingernägeln auf. Das liegt einerseits daran, dass eine Ansteckung über die Füße leichter vonstattengeht, andererseits gehören die Füße eher zu den vernachlässigten Teilen unseres Körpers. Nagelpilze treten besonders häufig bei älteren Menschen auf. Deren Abwehrkräfte sind geschwächt, und ihr verlangsamter Stoffwechsel begünstigt die Erkrankung ebenfalls. Zumeist geht einem Nagelpilz ein Hautpilz voraus. Diese Erkrankungen muss man unbedingt ernst nehmen, denn sie können im schlimmsten Fall schwere Konsequenzen nach sich ziehen. Wenn die Diagnose eindeutig gestellt ist, bevorzugen die meisten Patienten eine schnelle und unkomplizierte Behandlung.

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