Wie sieht Nagelpilz aus?

Nagelpilz zählt zu jenen Pilzinfektionen, die beim Menschen am häufigsten auftreten. Kaum ein Platz auf unserem Globus ist frei von Pilzen. Entsprechend hoch ist das Risiko, sich an den menschlichen Extremitäten eine Nagelpilzinfektion einzuhandeln. Diese verläuft in der Regel ohne gravierende Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit. Eine Ausnahme bildet allerdings die Risikogruppe der Diabetes-Patienten. Ohne gezielte Behandlung wird sich die Infektion weiter ausbreiten. Eine möglichst frühe Diagnose beugt großem Verdruss vor. Dieser Beitrag stellt sich der Frage: Wie sieht Nagelpilz aus? Wie können Sie charakteristische Formen bereits im frühen Stadium erkennen?

Nagelpilz befällt Hand- oder Fußnägel

Der mit dem medizinischen Fachbegriff Onychomykose definierte Nagelpilz bezeichnet eine Pilzinfektion die sich an den Hand- oder Fußnägeln ansiedelt. Auslöser sind die sogenannten Dermatophyten, in selteneren Fällen auch Hefe- oder Schimmelpilze. Infektion und Ausbreitung werden durch Wunden an Hand oder Fuß und generell durch ein feuchtes Milieu begünstigt. Mediziner weisen drauf hin, dass Menschen mit einer schwachen Immunabwehr anfälliger reagieren. Zu den typischen Anzeichen, an denen Sie eine Nagelpilzinfektion mit bloßem Auge erkennen können, zählen sichtbare Nagelverfärbungen. Häufig äußern sich diese in weißen, bräunlichen oder in Gelbtönen ausgebildeten Verfärbungen eines glanzlos stumpfen Hand- oder Fußnagels. Ein weiteres Symptom ist die Verdickung der Nagelplatte, bis hin zum Zersplittern im fortgeschrittenen Stadium. Diese Warnsymptome sollten Sie ernst nehmen, denn eine Onychomykose lässt sich nicht aussitzen. Bei frühzeitiger Diagnose und fachgerechter Behandlung ist eine schnelle Heilung erzielbar. Hat der Pilz allerdings genügend Zeit, sich auf mehrere Nägel auszubreiten, so erwartet den Patienten eine oft langwierige Therapie.

Wirksame Prophylaxe: Kontrolle auf Nagelverfärbungen

Die von Dermatologen als Chromonychie bezeichneten Nagelverfärbungen äußern sich in einer deutlich sichtbaren Abweichung der Nagelfarbe an Finger- und Zehennägeln von der natürlichen Rosa-Färbung eines gesunden Nagels. Für Ihr Verständnis der Veränderungsvorgänge ist das Wissen um den Aufbau eines Zehen- oder Fingernagels hilfreich. Nägel sind Hornplättchen, die der menschliche Organismus aus Hautgewebe bildet. In gesundem Zustand glänzt die Nageloberfläche perlmuttartig. Genauso wie unsere menschliche Haut enthalten unsere Nägel den natürlichen Farbstoff Melanin, der unseren gesunden Nägeln ein durchscheinend rosafarbenes Aussehen verleiht. Anhand von Nagelpilz Bildern können Sie die Nagelverfärbungen mit gesunden Nägeln vergleichen.

Symptome der Onychomykose

Bei den vom Pilz betroffenen Nägeln unterscheiden Dermatologen verschiedene Formen des Nagelpilzes. Nagelverfärbungen, ganz gleich, ob sie von einer Pilzerkrankung oder anderen Krankheitsursachen herrühren, werden in der ärztlichen Praxis nach Farben geordnet dargestellt. Da die menschlichen Hand- und Fußnägel mit einer Geschwindigkeit von zirka 0,5 bis 1 Millimeter in der Woche wachsen, können Verfärbungen im Nagel durchaus zeitlich zugeordnet werden. Dies gilt sowohl bei der Diagnose einer Veränderung wie auch im Stadium der Heilung.

Nagelpilzbefall äußert sich auf unterschiedliche Art und Weise. Drei mit unterschiedlichen Symptomen einher gehende Nagelpilzformen stellen wir ihnen hier vor:

Distolaterale subunguale Onychomykose

Dieser Begriff repräsentiert die am häufigsten auftretende Nagelpilzinfektion. Der Pilz dringt bei diesem Befund an der natürlichen Nahtstelle zwischen Kuppe und Nagel in das Gewebe ein. Unter dem Nagel breitet er sich sodann weiter aus. Bei fortschreitendem Befall wird die Nagelsubstanz brüchig. Für das Auge sichtbar breitet sich die Onychomykose unter der Nagelplatte des Finger- oder Fußnagels weiter aus. Der glanzlos stumpf wirkende Nagel verfärbt sich gelblich.

Weiße superfizielle Onychomykose

Im Gegensatz zur distolateralen Form breitet sich der Pilz bei der weißen superfiziellen Form der Onychomykose lediglich auf den oberen Schichten der Nagelplatte aus. Augenfälliges Symptom ist die weißliche Verfärbung des befallenen Nagels.

Proximale subunguale Onychomykose

Die proximale subunguale Variante ist dadurch charakterisiert, dass der Nagelpilz in den Nagelrücken eindringt. Von dort nimmt er seinen Weg zur Nagelwurzel. In der Folge wird das Nagelwachstum gestört. Diese besonders ausgeprägte Form der Nagelinfektion wird allerdings eher seltener diagnostiziert.

Behandlung mit Antimykotika

Um eine Ausbreitung zu verhindern und eine Heilung zu erzielen, muss der Nagelpilz unbedingt behandelt werden. Nur auf diesem Wege werden Sie beschwerdefrei, denn der Nagelpilz wird nicht von alleine verschwinden. Die Medizin setzt bei der Behandlung auf speziell entwickelte Antimykotika. Dabei handelt es sich um Präparate mit unterschiedlicher Wirkungsbandbreite. Antimykotische Arzneimittel wie Canesten® EXTRA Nagelset und Canesten® EXTRA Bifonazol Creme erhalten Sie rezeptfrei in Ihrer Apotheke. Bei leichterem Auftreten und im frühen Stadium hilft oft der antimykotische Lack, den Sie auf betroffene Nagelstellen auftragen können. Sind mehrere Stellen betroffen, so empfiehlt sich der Einsatz der Creme. Charakteristisch für ein solches Kombi-Paket ist die kurze Behandlungszeit, wie sie dank des 2-Wirkstoff-Systems, basierend auf Bifanozol und Urea, erzielt wird.

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