Fußnagelpilz erkennen und richtig behandeln

Nagelpilz, auch Nagelmykose genannt, befällt vornehmlich die Fußnägel, denn hier finden die Erreger einen idealen Nährboden vor: Feuchtigkeit und Wärme können die Entstehung von Fußnagelpilz begünstigen. Wegen der unschönen Optik verstecken viele Betroffene ihre Nägel. Scham ist jedoch unbegründet: Fußnagelpilz ist ein weit verbreitetes Problem, Schätzungen zufolge leiden mindestens 10 Prozent der Deutschen darunter. Prinzipiell ist der Pilz gut behandelbar, man braucht dabei aber etwas Geduld.

Fußnagelpilz – wie er entsteht

Nagelpilz kann grundsätzlich von verschiedenen Erregern verursacht werden. In 90 Prozent der Fälle handelt es sich um Fadenpilze, sogenannte Dermatophyten, die restlichen 10 Prozent machen Hefepilze und Schimmelpilze aus. Die Ansteckung erfolgt immer von Mensch zu Mensch. Dabei ist kein direkter Kontakt nötig, denn Pilze verbreiten sich durch Sporen, die besonders in einer feucht-warmen Umgebung lange überleben können. Häufige Ansteckungsorte sind daher Gemeinschaftsduschen, öffentliche Bäder, Saunen und Umkleiden – Sie können einem Nagelpilz vorbeugen indem Sie an diesen Orten nicht barfuß gehen. Der Pilz heftet sich zunächst an winzige Risse im Nagel oder im Zwischenraum zwischen Nagel und Nagelbett an, häufig geht dem Fußnagelpilz auch ein Fußpilz voraus. Später breitet sich der Erreger über die gesamte Nagelsubstanz aus. Besonders anfällig für eine Infektion sind Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder einer schlechten Durchblutung an Händen und Füßen. Dazu zählen etwa Diabetiker, ältere Menschen und Raucher.

Wie sieht Fußnagelpilz aus?

Die Erreger einer Nagelmykose greifen den Eiweißbaustein Keratin an, der den Nagel festigt. Als Folge davon wird der Nagel spröde, brüchig oder bröckelig, zusätzlich verändert er seine Farbe und Form: Er verdickt sich und es entstehen weiße, gelbliche oder bräunliche Flecken, die sich zunehmend über den Nagel ausbreiten. Üblicherweise beginnt die Infektion am seitlichen Nagelrand. Wird der Fußnagelpilz nicht behandelt, dann breitet er sich über die gesamte Nagelplatte aus, außerdem kann er das Nagelbett und die Haut in den Zehen-Zwischenräumen befallen. Schmerzen oder andere spürbare Beschwerden treten nicht auf, solange nur der Nagel selbst betroffen ist, denn hier befinden sich keine Nervenzellen. Allerdings kann eine verdickte Nagelplatte zu Druckschmerzen im Schuh führen. Befällt der Pilz auch das Nagelbett und die Haut, dann kann es zu einer Entzündung und damit zu leichten Schmerzen und Rötungen kommen. Manchmal tritt bei Fußnagelpilz auch ein etwas fauliger Geruch auf.

Wie wird Fußnagelpilz behandelt?

Je früher Sie mit der Behandlung beginnen, desto schneller lässt sich der lästige Pilz beseitigen. Im Frühstadium können Sie Fußnagelpilz mit frei verkäuflichen Cremen, Lacken oder Tinkturen aus der Apotheke selbst behandeln. Ist der Befall bereits fortgeschritten, dann sollten Sie besser einen Arzt aufsuchen, dieser wird Ihnen möglicherweise Tabletten verschreiben. Die Behandlung von Fußnagelpilz braucht etwas Geduld: Medizinische Nagellacke müssen konsequent über einen längeren Zeitraum – je nach Hersteller täglich oder mehrmals wöchentlich – auf den Nagel aufgetragen werden. Eine schnellere Hilfe verspricht das Canesten® Extra Nagelset, das in Kombination mit der Canesten® Extra Creme angewendet wird. Das Nagelset beruht auf einer Kombination der beiden Wirkstoffe Bifozanol und Urea. Bifozanol ist ein Breitband-Antimykotikum, das gegen alle relevanten Erreger von Fußnagelpilz wirkt und zusätzlich bakterielle Erreger bekämpft, die bei einem längeren Krankheitsverlauf hinzukommen können. Der Wirkstoff Urea weicht den Nagel auf, so dass das Arzneimittel besser eindringen kann. Mit einem Spatel lässt sich die befallene Nagelsubstanz nach und nach entfernen, gesunde Anteile bleiben erhalten. Bereits nach 14 Tagen sind Erfolge zu erkennen, anschließend sollte der Nagel mit der Creme weitere 4 Wochen behandelt werden. Es ist ratsam, die Therapie nicht frühzeitig abzubrechen, denn sonst kann der Pilz rasch wieder auftreten.

Gute Fußhygiene ist wichtig

Hautärzte raten außerdem dazu, auf eine gute Fußhygiene zu achten, um eine neuerliche Infektion zu verhindern. Wer unter Fußpilz leidet, sollte diesen unbedingt mitbehandeln. Die Füße sollten täglich gewaschen und gründlich abgetrocknet werden, Socken und Handtücher werden am besten bei mindestens 60°C in der Waschmaschine gereinigt. Während der Fußnagelpilz behandelt wird, empfiehlt es sich, alle Schuhe regelmäßig zu desinfizieren. Auch Badteppiche und Badfliesen sollten Sie reinigen und desinfizieren, um Pilzsporen zuverlässig abzutöten und so eine neuerliche Ansteckung zu verhindern. Darüber hinaus kann eine professionelle Fußpflege hilfreich sein. Falls der Nagelpilz hartnäckig wiederkehrt, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. In manchen Fällen kann sich die Behandlung von Fußnagelpilz langwierig gestalten, besonders wenn Ihr Immunsystem geschwächt ist oder wenn Sie zusätzlich unter Diabetes oder Schuppenflechte leiden.

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