Nagelmykose – Symptome erkennen und behandeln

Nagelmykose ist eine andere Bezeichnung für Nagelpilz. Nagelpilz wird auch Onychomykose (griechisch, onych = Nagel, mykes = Pilz) oder Tinea unguium (lateinisch, Tinea = Pilzinfektion, unguis = Nagel) genannt. Bei erwachsenen Menschen ist die Nagelmykose eine weitverbreitete Krankheit, die vornehmlich die Fußnägel befällt. An den Händen treten Nagelpilzinfektionen seltener auf. Experten gehen davon aus, dass statistisch gesehen jeder zehnte Deutsche unter Nagelpilz leidet. Das Risiko, an einer Pilzinfektion der Nägel zu erkranken, steigt mit dem Lebensalter. Fachleute schätzen, dass fast jeder zweite Mensch über 65 Jahren von Nagelpilz betroffen ist. Den meisten Betroffenen ist die veränderte Optik der Nägel sehr unangenehm.

Tragen Sie im Schwimmbad, Sauna oder Fitnessstudio Badeschuhe, um sich vor einer Nagelpilzinfektion zu schützen.

Scham ist unbegründet

Insbesondere Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus sind gefährdet, Nagelpilz-Symptome zu entwickeln. Ein über längere Zeit unbemerkter Fußpilz ist ausreichend, um einen Nagelpilz entstehen zu lassen. Wer regelmäßig die Sauna oder das Schwimmbad besucht oder die Angebote eines Fitnessstudios nutzt, erhöht damit auch das Risiko eine Infektion. Denn hier kommen drei Dinge zusammen, die es der Nagelmykose leicht machen. In den Duschen und Umkleiden herrscht ein feuchtes und warmes Klima, das Pilzen als Nährboden dient. Da die Einrichtungen täglich von vielen Menschen genutzt werden, kann ein Nagelpilz leicht übertragen werden. Und schließlich ist nach dem Sport und nach dem Schwimmen die Haut von der Feuchtigkeit aufgequollen und kann den Pilzen nur wenig Widerstand leisten. Nagelmykose ist zwar eine unangenehme, aber keine peinliche Erkrankung. Reagieren Sie, sobald Sie die ersten Nagelpilz-Anzeichen erkennen. Scheuen Sie sich nicht, einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.

Nagelmykose: Die Therapie erfordert Geduld

Die Nagelmykose-Behandlung erfolgt in den meisten Fällen rein äußerlich. Mittel gegen Nagelpilz dringen tief in die Nagelsubstanz ein und töten die Erreger teilweise ab. Bei widerstandsfähigeren Teilen des Pilzgeflechts verhindern die Nagelpilz-Medikamente die weitere Ausbreitung. Das erklärt auch, warum die Behandlung der Onychomykose so langwierig ist. Erst wenn alle vom Pilz befallenen Nagelbestandteile abgeheilt sind, ist der Pilz endgültig bekämpft. Je älter ein Mensch wird, desto langsamer wachsen seine Nägel. Daher kann die Onychomykose-Therapie mit medizinischem Nagellack an einem großflächig vom Pilz befallenen Zehennagel der großen Zehe länger als ein Jahr dauern. Reagieren Sie deshalb sofort, wenn Sie Symptome für Nagelpilz erkennen. Je früher Sie eingreifen, desto schneller ist die Behandlung abgeschlossen. In seltenen Fällen muss die Infektion mit zusätzlichen Medikamenten bekämpft werden. In diesem Fall verordnet der Arzt zusätzlich zur empfohlenen lokalen Therapie Tabletten.

Lack oder Salbe?

Nagelpilz-Medikamente teilen sich in zwei große Gruppen. Spezielle medizinische Nagellacke müssen je nach Hersteller täglich oder wöchentlich auf den Nagel aufgetragen werden. Sie benötigen viel Geduld und müssen sehr konsequent handeln, um den Pilz zu bekämpfen. Schneller geht es mit einer 2+4 Wochen Kombitherapie, bestehend aus Nagelset und Creme. Das Nagelset weicht die erkrankte Nagelsubstanz auf, die nach und nach abgetragen werden kann. Nach zwei Wochen wird eine Pilz bekämpfende Creme für weitere vier Wochen aufgetragen, die Sie zusätzlich erwerben. Empfehlenswert ist das Canesten® Extra Nagelset in Kombination mit der Canesten® Extra Creme. Beides erhalten Sie online oder in Ihrer Apotheke. Die Kombinationstherapie bekämpft den Pilz innerhalb von sechs Wochen und der Nagel kann gesund nachwachsen.