Manikürewerkzeug für die Nagelpilzbehandlung

Nagelpilz: ansteckend, aber vermeidbar!

Sobald die Diagnose steht, fragen sich viele Betroffene: Ist der Nagelpilz ansteckend? Vor allem, wer mit anderen Menschen zusammenlebt, fürchtet die Übertragung der Pilzinfektion auf die Familienmitglieder oder Mitbewohner. Mit einigen leicht umzusetzenden Maßnahmen können Sie jedoch das Risiko, Ihre Mitmenschen mit dem Nagelpilz anzustecken, deutlich verringern – und einer erneuten Infektion bei sich selbst vorbeugen.

Nagelpilz Ansteckung Icon

Ist Nagelpilz ansteckend?

Wer die Diagnose Nagelpilz, im Fachterminus Nagelmykose genannt, selbst stellt oder gestellt bekommt, wird bald feststellen, dass es sich dabei um eine keine gefährliche, aber langwierige Erkrankung handelt. Angesichts der Symptome, vor allem der optischen Veränderungen der Nägel, kann dies zu einer echten Belastung werden. Selbst wenn sehr gut wirksame Medikamente zum Einsatz kommen, dauert die Behandlung der Infektion mindestens sechs Wochen. Deshalb haben viele Betroffene Sorge, dass sich während dieser Zeit ihre Mitmenschen ebenfalls mit den lästigen Erregern infizieren. Ihre Bedenken sind berechtigt, denn die Frage, ob Nagelpilz ansteckend ist, muss ganz klar mit „Ja“ beantwortet werden.

Der Erreger und seine Verbreitung

Die Infektion mit einem Nagelpilz wird meistens durch Fadenpilze (Dermatophyten) ausgelöst – denselben Erregern, die auch Fußpilz und andere Arten von Hautpilz verursachen. Es handelt sich hierbei um mikroskopisch kleine Pilze, die auf Haut, Nägeln und Haaren leben und sich von der darin enthaltenen Hornsubstanz, dem Keratin, ernähren. Wie bei anderen Pilzarten auch erfolgt die Vermehrung durch Sporen, die noch kleiner sind als die Pilze selbst. Sie schaffen es sogar, sich in den winzigen Zwischenräumen zwischen den einzelnen Nagelschichten und selbst im Nagelbett anzusiedeln. Deswegen ist Nagelpilz so ansteckend und hartnäckig und nur mit speziellen antimykotischen Mitteln behandelbar, die Sie sowohl online als auch in der Apotheke erhalten. Bevorzugt leben die Dermatophyten in einer feuchten, warmen Umgebung. Dies ist der Grund, warum vor allem die Füße sowohl vom Haut- als auch vom Nagelpilz viel häufiger befallen werden als andere Körperregionen.

So erfolgt bei Nagelpilz die Ansteckung

Für die Ansteckung mit Nagelpilz gibt es zwei mögliche Wege:

  1. Der erste Ansteckungsweg besteht in einer sogenannten Kontaktinfektion. Hierbei erfolgt eine direkte Berührung der infizierten Nägel mit der gesunden Haut eines anderen Menschen. Das kann zum Beispiel passieren, wenn eine Kosmetikerin bei der Pediküre keine Handschuhe trägt.
  2. Der zweite und deutlich häufigere Weg, auf dem der Nagelpilz ansteckend wird, ist die Schmierinfektion. Hierbei hinterlässt der Infizierte Hautschuppen mit den Dermatophyten und/oder deren Sporen auf Fußböden oder anderen Oberflächen. Kommt man mit diesen abgestoßenen Erregern in Kontakt, ist eine Übertragung des Nagelpilzes möglich.

Besonders riskante Orte und Gegenstände

Zu den klassischen Ansteckungsorten zählen daher Schwimmbäder, Saunen und andere öffentliche Einrichtungen wie Fitnessstudios oder Hotels, da hier ideale Wachstumsbedingungen für den Pilz herrschen und/oder es hier zu einem unmittelbaren Kontakt zwischen Pilzen und gesunden Menschen kommen kann. Aber auch unter Personen desselben Haushalts ist durch die gemeinsame Nutzung von Handtüchern, Teppichen und Nagelscheren bzw. -feilen eine Übertragung des Pilzes möglich.

Obwohl der Nagelpilz ansteckend ist, lässt er sich mit diesem Wissen gut vermeiden:

  • Gehen Sie in den genannten feucht-warmen Räumen nicht barfuß.
  • Gehen Sie während Ihrer Infektion auch in Ihrer eigenen Wohnung nicht barfuß (vor allem, wenn Sie nicht allein leben).
  • Nutzen Sie während der Pilzinfektion Handtücher, Socken, Schuhe und Manikürewerkzeuge keinesfalls gemeinsam.
  • Wechseln Sie täglich die Socken und nach Gebrauch die Handtücher – und waschen Sie beides bei mindestens 60 Grad.

Trotz der Ansteckungsgefahr, lassen sich eine Übertragung auf andere Personen und einer eigene Wiederinfizierung vorbeugen, wenn Sie diese Vorsichtsmaßnahmen während und auch über den Abschluss der Behandlung hinaus berücksichtigen.

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