Nagelpilz – Sport als Ursache

Egal, ob Läufer, Fußballspieler oder Tänzer: Sport und Nagelpilz sind in vielen Fällen untrennbar miteinander verbunden. Insbesondere, wenn Ihr Fuß Ihr Sportgerät ist. Denn die Bedingungen in verschwitzten Sportschuhen sind ideal, damit sich eine Infektion ausbreiten kann. Die effektivste und unkomplizierteste Therapie gegen eine Nagelpilzinfektion ist eine lokale Anwendung mit Antimykotika.

Warum besonders Sportler von Nagelpilz betroffen sind

Wenn Sie regelmäßig sportlich aktiv sind, hatten Sie höchstwahrscheinlich schon einmal eine Nagelpilzinfektion. Tatsächlich leidet jeder dritte Sportler an einer Pilzinfektion auf den Fußsohlen oder zwischen den Zehen. An die 17 Prozent haben zusätzlich eine Onychomykose, auch Nagelpilz genannt. Die Erkrankungen Fußpilz und Nagelpilz gehören praktisch zusammen und sind beide ansteckend. Die Ursache für Nagelpilz im Sport liegt meist darin, dass eine Infektion für einen längeren Zeitraum nicht erkannt oder nicht behandelt wird. Denn der Fuß ist beim Marathon, beim Tennis, beim Fußball oder beim Triathlon stundenlang im engen Sportschuh eingequetscht und schwitzt vor sich hin. Das sind die besten Bedingungen für die Ausbreitung von Bakterien und Pilzerreger. Auch gemeinsam benutzte Duschen, Bäder und Umkleiden sind der ideale Nährboden für Pilzinfektionen, auch wenn Sie ansonsten kerngesund sind. Weitere Tipps, wie Sie sich als Freizeitsportler vor Nagelpilz schützen können, erfahren Sie hier.

Welche Wirkstoffe helfen

Bemerkbar macht sich Nagelpilz an anfänglichen Verfärbungen an den Nagelrändern. Eine Therapieform ist das Wegfräsen des infizierten Nagelteils und die darauffolgende lokale Therapie mit Harnstoff. Jedoch gehört diese Therapie zu den aufwendigen und schmerzhaften Formen. Eine weitere Möglichkeit ist die lokale Anwendung mit Antimykotika. Hierfür kommt besonders ein Wirkstoff zum Einsatz: Harnstoff Urea. Die Harnstofftherapie gilt als die wirksamste und kann gut in Selbstmedikation angewendet werden. Sie ist schmerzfrei und überaus effektiv. Das verwendete Medikament sollte über eine Harnstoff-Konzentration von 40 Prozent verfügen, damit das vorgeschädigte Material durch den Harnstoff abgelöst werden kann. Der Vorteil an der Harnstofftherapie ist, dass gesunde Nagelpartien nicht geschädigt werden. In der Regel dauert eine Therapie etwa zwei Wochen lang. Bei einem starken Nagelpilz-Befall kann die Harnstofftherapie vier Wochen lang dauern. Im Anschluss sollte ein Präparat verwendet werden, das den Zusatz von Bifonazol enthält. Denn bei Bifonazol handelt es sich um ein Antipilzmittel, dass durch die zuvor geschaffene Durchlässigkeit durch den Harnstoff ideal am Infektionsort wirken kann.

Das ideale Medikament gegen Nagelpilz

Die lokale Anwendung mit Antimykotika gehört zur effektivsten, schnellsten und schmerzfreiesten Behandlungsmethode bei Nagelpilz. Bei Antimykotika handelt es sich um antimikrobielle Substanzen, die gegen durch Pilze verursachte Erkrankungen wirken. Der Wirkstoff Bifonazol ist so ein Antimykotika. Jedoch kommt dieses Antimykotika nur zum Infektionsort, wenn der Nagel zuvor mit Harnstoff aufgelöst wurde.