Zehennagelpilz: So erkennen Sie eine Infektion

An den Füßen kann sich der Nagelpilz besonders leicht ausbreiten. Bereits nach kurzer Tragezeit entsteht im Schuh ein warmes und feuchtes Klima. In dieser Umgebung können sich die Erreger schnell vermehren. Deshalb ist Nagelpilz am Fußnagel weiter verbreitet als Pilzerkrankungen an den Fingernägeln. Experten bezeichnen Nagelpilz auch als Onychomykose (griechisch: onych = Nagel, mykes = Pilz) oder Tinea unguium. Tinea meint eine Infektion mit Dermatophyten, das sind Fadenpilze, die meist für Zehennagelpilzerkrankungen verantwortlich sind. Unguium beschreibt den Ort der Infektion, nämlich die Nägel.

Anzeichen für Nagelpilz

Zehennagelpilz beginnt schleichend. Zu Beginn zeigen sich kleine gelbliche oder bräunliche Flecken in der Nagelplatte. Die Erkrankung beginnt meist an den Seiten oder an der Spitze des Nagels. In den folgenden Wochen und Monaten breiten sich die Symptome immer weiter aus. Die Flecken werden größer, die Nagelplatte wirkt stumpf und glanzlos. Hat sich der Erreger in der Nagelplatte eingenistet, verschwindet Zehennagelpilz ohne Behandlung nicht. Mit der Zeit verdickt sich der Nagel und wird brüchig und spröde. Nach Jahren ohne Behandlung ist die Nagelplatte vollkommen zerstört. Das Nagelmaterial zeigt eine krümelige Konsistenz und der Nagel bröckelt von der Spitze her stückweise ab. In diesem Stadium ist es möglich, dass sich der Nagel nicht mehr komplett erholt und deformiert nachwächst. Wenn Sie erste Anzeichen einer Erkrankung des Nagels erkennen, handeln Sie entschlossen und konsequent.

Risiken für eine Onychomykose

Im Prinzip kann jeder an dieser Infektion erkranken. Doch es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit von Zehennagelpilz erhöhen. Menschen mit einer verminderten Durchblutung in den Beinen (zum Beispiel Diabetes mellitus, Schaufensterkrankheit) oder mit einem schwachen Immunsystem sind häufiger betroffen. Mit dem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit ebenfalls an. Dazu kommt die große Gruppe der Sportler. Enge Sportschuhe, Umkleiden im Fitnessstudio und Nassbereiche bieten Pilzerregern gute Bedingungen, sich zu vermehren. Zu den größten Risikofaktoren gehört aber der Fußpilz. Die meisten Fußpilzerreger können auch Zehennagelpilz auslösen. Bleibt ein Fußpilz lange unbehandelt, kann er auf die Nagelplatte übergehen. Reagieren Sie deshalb bei Fußpilz sofort und behandeln Sie die Erkrankung konsequent. Zuverlässige Medikamente erhalten Sie in Ihrer Apotheke.

Zehennagelpilz behandeln

Nagelpilz ist eine langwierige Erkrankung. Je weiter der Pilz sich ausbreiten kann, desto schwieriger ist seine Bekämpfung. Beginnen Sie sofort mit der Therapie, wenn Sie Anzeichen für eine Nagelmykose entdecken. Mit diesen Mitteln können Sie die Infektion effizient bekämpfen. Medizinische Nagellacke gehören zu einem vergleichsweise alten Behandlungskonzept. Je nach Hersteller bestreichen Sie Ihre erkrankten Nägel täglich oder wöchentlich mit dem Lack. Effektive Medikamente finden Sie bequem online oder in Ihrer Apotheke. Die Behandlung erfordert viel Geduld und Konsequenz und kann bis zu einem Jahr dauern. Bei schweren Fällen hilft der Weg zum Arzt. Dieser kann bei Bedarf zusätzliche Medikamente verschreiben.