in Symptome

Fast jeder 6. Mensch in Deutschland leidet an Nagelpilz. Die Erkrankung beginnt meistens am kleinen Zeh oder an der Großzehe und kann sich von dort auf die benachbarten Nägel ausbreiten. Nagelpilz am kleinen Zeh kann eine sehr hartnäckige und langwierige Infektionserkrankung sein. Hausmittel helfen meistens nur kurzfristig oder zeigen keine Wirkung.

Wie lässt sich Nagelpilz am kleinen Zeh behandeln?

Um den Nagelpilz effizient zu behandeln, müssen sowohl der zerstörte Nagel entfernt als auch alle Pilze und Sporen abgetötet werden. Hilfreich sind Keratolytika, also hornlösende Mittel wie Salicylsäure, Harnstoff (Urea), Benzoylperoxid oder Retinoide. Bei der Behandlung des Nagelpilzes hat sich der Harnstoff bewährt. Die brüchige Hornschicht lässt sich leichter ablösen, sodass nachfolgend ein Antimykotikum (Anti-Pilz-Mittel) in die Haut eindringen kann. Zu den gängigsten Antimykotika zählt das Bifonazol, das direkt auf die befallene Stelle aufzutragen ist. Bifonazol tötet den Nagelpilz nicht ab, sondern verhindert sein Wachstum – erst in der Folge daraus kommt es zum Absterben des Pilzes. Hierfür stört Bifonazol einen Stoffwechselprozess, der für die Bildung der Zellmembran des Pilzes unabdingbar ist. Für den Menschen ist Bifonazol grundsätzlich gut verträglich. Es können leichte Hautreaktionen wie Rötung oder Schuppung auftreten.

Wie lange dauert die Behandlung?

Die Behandlungsdauer wird vor allem von persönlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Vorerkrankungen beeinflusst und kann erst dann als abgeschlossen gelten, wenn ein neuer, gesunder Nagel nachgewachsen ist. Das bedeutet, dass der Nagel am kleinen Zeh, der kürzer als die anderen Nägel ist, eine kürzere Therapiedauer benötigt. Dennoch schwankt die benötigte Therapiedauer zwischen mehreren Monaten, was auch damit zusammenhängt, dass die Nägel von Diabetikern und älteren Menschen deutlich langsamer wachsen. Durch die Anwendung von Kombinationspräparaten kann die Behandlungsdauer auf sechs Wochen verkürzt werden. In den ersten zwei Wochen werden vom Pilz befallene Nagelbestandteile gelöst, in den folgenden vier Wochen wird verhindert, dass sich der Pilz dem Antimykotikum entzieht.

Kann Nagelpilz erneut auftreten?

Der Pilz kann den Nagel erneut befallen. Ob und wann dies geschieht, ist vor allem davon abhängig, wie achtsam Sie die Behandlung durchgeführt haben. Der kleine Zeh ist leider ein Bereich, dessen Pflege unhandlich ist und darum gern stiefmütterlich behandelt wird. Außerdem besteht häufig gleichzeitig ein Fußpilz, der in mehr als der Hälfte der Fälle auch die Ursache des Nagelpilzes ist. Der Fußpilz muss unbedingt mitbehandelt werden! Des Weiteren können Pilzsporen in der Wäsche oder auf den Böden verbleiben. Waschen Sie darum Ihre Handtücher und Socken bei mindestens 60 Grad Celsius und desinfizieren Sie den Boden im Badezimmer. Badezimmerteppiche können ebenfalls gewaschen werden. So reduzieren Sie das Risiko für erneuten Nagelpilzbefall und verhindern, dass sich ein Mitbewohner ansteckt.

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Nagelpilz am großen Zeh