in Vorbeugung
Frau am Strand mit gesunden Fuß- und Fingernägel

5 Tipps für gesunde Fußnägel

Die Füße und Zehennägel sind oft großen Belastungen ausgesetzt und werden dennoch stiefmütterlich behandelt. Die Folgen können von brüchigen und splitternden Fußnägeln und Nagelpilz bis hin zu erheblichen Schmerzen durch Infektionen und damit einhergehende Entzündungen reichen. Damit diesen vorgebeugt werden kann, ist die richtige Pflege und ein sorgsamer Umgang mit den Nägeln entscheidend.

Mit unseren 5 Tipps für gesunde Fußnägel geht das ganz einfach:

Tipp 1: Die Füße atmen lassen

Den Großteil des Tages verbringen unsere Füße in Schuhen, in denen oftmals ein feuchtes Klima herrscht. Die Nagelsubstanz der Fußnägel wird dadurch aufgeweicht. Keime können leichter eindringen. Das gilt auch für die Erreger, die zu Nagelpilz führen.

Die beste Vorbeugung hiergegen umfasst:

  • atmungsaktives Schuhwerk
  • Socken oder Strümpfe aus natürlichen, saugfähigen und atmungsaktiven Materialien
  • möglichst häufig die Schuhe wechseln und sie zwischen dem Tragen gründlich austrocknen lassen
  • so häufig wie möglich barfuß laufen oder lediglich trockene Socken tragen

Auf diese Weise weicht die Nagelsubstanz weniger auf und das Risiko für Schäden und Erkrankungen sinkt.

Tipp 2: Trocken halten

Nach dem Duschen, Schwimmen oder einfach vielen Stunden in warmen Schuhen können Haut und Nägel feucht und aufgeweicht sein. Das feuchte Klima begünstigt die Ausbreitung von Pilzen, während das Aufweichen den Nägeln langfristig Feuchtigkeit entzieht und sie somit brüchig und spröde werden lässt.

Um dies zu verhindern, sollten Füße und Fußnägel stets gründlich abgetrocknet und möglichst trocken gehalten werden. Wer stark schwitzt, kann sich zudem mit dem häufigen Wechsel von Socken und Schuhen sowie dem Einsatz von Fußpuder behelfen. Fußnägel sollten aber nicht nur trockengehalten werden.

Tipp 3: Pflege mit Feuchtigkeit und Fettsäuren

Damit die Fußnägel gesund, elastisch und widerstandsfähig bleiben, benötigen sie unter anderem Feuchtigkeit. Das erscheint zunächst widersprüchlich, da die Füße ja trockengehalten werden sollen. Es gibt aber einen entscheidenden Unterschied zwischen dem Aufquellen bedingt durch Wasser oder Schweiß und der Pflege mit feuchtigkeitsspendenden Präparaten. Weichen Zehennägel auf, verlieren sie neben der natürlichen Feuchtigkeit auch andere Substanzen. Das macht sie mittel- und langfristig spröde. Werden ihnen hingegen gezielt Feuchtigkeit und Fettsäuren zugeführt, bleiben sie elastisch und kräftig.

Gut geeignet für die Pflege sind spezielle Fußcremes aber auch Hand- und Nagelcremes sowie Oliven- oder Mandelöl. Allerdings mögen viele das Gefühl frisch eingecremter oder -geölter Füße nicht, wenn sie direkt im Anschluss für längere Zeit Schuhe tragen müssen. Es empfiehlt sich daher, die Pflege auf den Abend zu verlegen. Baumwollsocken verhindern, dass die Pflegepräparate Flecken auf der Bettwäsche hinterlassen. Am besten können Creme und Öl wirken, wenn sie direkt in die Fußnägel einmassiert werden.

Tipp 4: Vor Keimen und Chemikalien schützen

Im Gegensatz zu den Händen und Fingernägeln haben Fußnägel eher selten Kontakt zu Reinigungsmitteln und anderen Chemikalien. Eine Ausnahme stellen Nagellackentferner dar. Die in ihnen enthaltenen Lösemittel können ebenfalls dazu beitragen, die Nagelsubstanz auszutrocknen, daher sollten sie möglichst selten und in Aceton-freier Form verwendet werden. Nach der Verwendung sollten die Nägel mit Öl oder Creme gepflegt werden, um ein übermäßiges Austrocknen zu verhindern.

Anders verhält es sich mit dem Kontakt zu Keimen. Durch das häufig feuchte Klima in Schuhen können diese sich gut verbreiten. Hinzukommen Pilze auf den Böden von Gemeinschaftsduschen und Schwimmbädern, mit denen Füße und Fußnägel vergleichsweise häufig in Berührung kommen. Um sie vor Nagelpilz zu schützen, sollten daher Badeslipper getragen werden. Diese garantieren zwar nicht, dass es zu gar keinem Kontakt kommt, reduzieren aber das Risiko dafür.

Tipp 5: Richtige Nagelpflege für Fußnägel

Das Schneiden und Feilen der Fußnägel ist zwar nötig, kann ihnen aber auch Schaden zufügen, wenn es nicht richtig durchgeführt wird. Wichtig für eine schonende Pediküre sind die folgenden Punkte:

  • eine scharfe Nagelschere oder Fußnagel-Clip
  • Desinfektionsmittel
  • Glasnagelfeile zur Glättung der Schnittkanten
  • eventuell ein warmes Fußbad zur Vorbereitung

Das Schneiden der Fußnägel sollte ausschließlich mit einer sauberen Schere oder einem Nagelknisper erfolgen, daher ist es sinnvoll, diese vor und nach dem Schneiden zu desinfizieren. Werden die Scheren von mehreren Personen benutzt, ist das ohnehin ein Muss. Gleiches gilt für Feilen, die zum Glätten von spitzen Ecken oder rauen Kanten verwendet werden. Sind die Zehnägel sehr hart, kann ein Fußbad vor der Pediküre für ein leichteres Kürzen sorgen.

Tipp: Fällt das richtige Schneiden schwer oder besteht eine Erkrankung, wie beispielsweise Diabetes, ist eine professionelle Fußpflege sinnvoll.

5 Tipps für gesunde Fingernägel

Fingernägel erfüllen wichtige Funktionen. Sie schützen das Nagelbett, stützen die Fingerkuppen beim Tasten und Greifen und reduzieren zudem das Risiko von Verletzungen. Sind sie geschwächt oder beschädigt, treten daher oftmals einschränkende Beschwerden auf. Abblätternde und einreißende Nägel sind zum einen teilweise schmerzhaft. Zum anderen sind sie gefährdeter für Infektionen mit Nagelpilz. Ganz zu schweigen davon, dass Betroffene ihre Hände am liebsten verstecken möchten.

Mit den folgenden 5 Tipps für gesunde Fingernägel ist es jedoch ein Leichtes, die Nagelsubstanz kräftig und gepflegt zu erhalten.

Tipp 1: Schützen und schonen

Im Alltag wird Fingernägeln eine ganze Reihe an Herausforderungen und Gefahren zugemutet. Reinigungsmittel, Nagellack und -entferner, anhaltende Feuchtigkeit und mechanische Belastungen. Diese können die Fingernägel schwächen, schädigen und damit Nagelpilz begünstigen.

Ständiges Abwaschen, Putzen und Hantieren mit Reinigungs- oder Desinfektionsmitteln sollte daher weder den Nägeln noch der Haut zugemutet werden. Besser ist es, die Nagelsubstanz durch das Tragen von Handschuhen zu schützen und sie auch nicht mit Gewalt einzusetzen.

Tipp 2: Stärkung

Brüchige, rissige Nägel sind keine Seltenheit. Häufige Ursachen für sie sind wiederum Kontakt zu Chemikalien, wie Putzmitteln, die die Fingernägel austrocknen und ihnen wichtige Substanzen entziehen. Seltener können auch Mangelerscheinungen spröden Nägeln zugrunde liegen. Durch die Risse und andere Schäden auf ihnen können wiederum Keime eindringen und Nagelpilz auslösen.

Um die Fingernägel zu stärken und gesund zu erhalten, müssen sie entsprechend gestärkt werden. Das ist auf folgenden Wegen möglich:

  • Nägel eincremen: Im Handel finden sich mittlerweile auch spezielle Hand- und Nagelcremes zu diesem Zweck. Das Eincremen erhöht die Widerstandsfähigkeit.
  • Ölbäder und – Massagen: Jojoba-, Oliven- und Mandelöl eignen sich für Handbäder und Massagen. Am besten wird das Öl leicht erwärmt und langsam in die Nägel einmassiert. Das hält sie geschmeidig und verleiht ihnen zudem sanften Glanz.
  • Stärkende und härtende Nagellacke verwenden: Präparate mit Keratin oder Calcium sind darauf ausgelegt, die Nagelsubstanz von außen zu stärken und sie so widerstandfähiger werden zu lassen. Sie finden sich in Form von Nagellack aber auch Gels und Ölen.

Tipp 3: Schneiden und Feilen

Beim Kürzen der Nägel gehen einige Menschen zu aggressiv vor. Die Nägel werden teils zu kurz geschnitten und in beide Richtungen gefeilt. Dadurch können sie Schaden nehmen und splittern. Typisch für falsches Feilen sind Ränder, die sich förmlich zu schälen scheinen und auf Dauer ein noch stärkeres Kürzen der Fingernägel erfordern.

Um dies zu vermeiden, können entweder spezielle Nagelfeilen verwendet werden, die ein Feilen in beide Richtungen erlauben – hierbei handelt es sich meist um Glasnagelfeilen – oder beim Abrunden der Nägel wird penibel auf das Feilen vom Rand zur Mitte geachtet. Alternativ ist es auch möglich, eine professionelle Maniküre durchführen zu lassen. Zudem muss natürlich darauf geachtet werden, dass die Nägel nicht zu kurz geschnitten werden. Besser ist es, wenigstens ein bis zwei Millimeter der Nagelplatte über das Nagelbett überstehen zu lassen.

Tipp 4: Hygiene

Nicht nur nach der Gartenarbeit kann neben dem gewohnten Händewaschen eine gründlichere Reinigung der Fingernägel erforderlich sein. Hierbei kommen oftmals harte Borsten oder auch scharfe, spitze Hilfsmittel zum Einsatz. Diese können Kratzer auf den Nägeln hinterlassen, sie also beschädigen und damit die Anfälligkeit für Infektionen erhöhen. Besser für die Reinigung sind Handbürsten mit weichen Borsten. Wer spezielle Reinigungspasten verwenden muss, um beispielsweise Schmiermittel und Motoröl von der Haut zu entfernen, sollte zusätzlich ebenfalls nur Handbürsten einsetzen. Im Anschluss sind die Hände einzucremen, um ein Austrocknen und damit Schäden an den Fingernägeln zu verhindern.

Tipp 5: Ernährung

Wie erwähnt, können spröde, rissige Fingernägel auf Mangelerscheinungen zurückzuführen sein. Das trifft auch auf Rillen, Linien und Verfärbungen in der Nagelsubstanz zu. Wer Veränderungen an den Nägeln bemerkt, sollte daher eine Blutuntersuchung zur Feststellung eventueller Mangelzustände durchführen lassen. Ratsam ist zudem eine ausgewogene du abwechslungsreiche Ernährung, bei der vor allem möglichst unverarbeitete Lebensmittel auf dem Plan stehen. Besonders Gemüse, Obst, pflanzliche Öle und Vollkorngetreide sind gute Vitamin- und Mineralstofflieferanten.

Neigen die Nägel zu einem leichten Brechen und Splittern, kann bereits eine erhöhte Biotinzufuhr ausreichen. Der auch als Vitamin H und Vitamin B7 bekannte Vitalstoff findet sich vor allem in:

  • Avocados
  • Champignons
  • Eigelb
  • Fisch
  • Haferflocken, Naturreis, Weizenkleie
  • Leber und Niere
  • Nüssen
  • Sojabohnen
  • Spinat

Biotin ist übrigens nicht nur für gesunde Fingernägel wichtig, sondern kommt auch Haut und Haaren zugute.

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