in Vorbeugung

Gepflegte Nägel sind ein Symbol für Gesundheit und gelten als Schönheitsideal. Doch im beruflichen und privaten Alltag sind besonders die Fingernägel durch Tippen, Waschen und andere Tätigkeiten großen Strapazen ausgesetzt. Eine regelmäßige Pflege hilft, unangenehmen Problemen wie brüchigen Fingernägeln oder schmerzhaften Entzündungen des Nagelbettes vorzubeugen. Überdies senkt eine sorgfältig durchgeführte Nagelpflege das Risiko für die oft langwierigen Infektionen mit Nagelpilz. Lesen Sie im Folgenden, welche Pflegemaßnahmen erforderlich sind, um dauerhaft gesunde und kräftige Fingernägel zu haben.

Wie pflege ich meine Fingernägel richtig?

Mit der richtigen Pflege sind Ihre Fingernägel für die tägliche Beanspruchung gewappnet, bleiben gesund und behalten ihr ansprechend glattes und glänzendes Aussehen. Die meisten der Maßnahmen aus unserer nachfolgenden Checkliste können Sie ganz einfach in Ihre tägliche Körperpflege integrieren.

Tipp 1. Reinigen Sie Ihre Fingernägel gründlich.

Die tägliche Reinigung ist bei der Fingernagelpflege das A und O. Mit einer weichen Nagelbürste mit Kunst- oder Naturborsten entfernen Sie sanft Schmutz und Hautschuppen, die sich unter den Nägeln festgesetzt haben. Nutzen Sie dazu nur Wasser und eine milde Seife. Gönnen Sie Ihren strapazierten Fingernägeln anschließend ein kurzes Bad in einer Schüssel mit warmem Wasser und etwas Schaumbad. So lösen Sie Fett und Schmutz restlos und entziehen potenziellen Erregern die Nahrung.

Tipp: Verwenden Sie nach jedem Händewaschen eine rückfettende Creme. Sie verhindert, dass Ihre Haut und die Nägel austrocknen und in der Folge spröde und rissig werden.

Tipp 2. Schneiden und feilen Sie Ihre Fingernägel richtig.

Kürzen Sie Ihre Fingernägel am besten nach einem entspannten Bad. Feuchtigkeit und Wärme machen die Nägel weich, wodurch sie sich leichter schneiden lassen. Verwenden Sie je nach persönlicher Vorliebe einen Nagelknipser oder eine Nagelschere. Schneiden Sie Ihre Fingernägel gerade und vermeiden Sie, die Ecken zu stark zu kürzen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie versehentlich das Nagelbett verletzen. Das ist schmerzhaft und kann zum Einwachsen des Nagels führen. Dies wiederum führt häufig zu Entzündungen und stellt eine Eintrittspforte für Nagelpilz und andere Erreger dar. Feilen Sie Ihre Fingernägel nach dem Schneiden vorsichtig, um Unebenheiten zu entfernen.

Tipp 3. Pflegen Sie Ihre Nagelhaut regelmäßig.

Die Nagelhaut befindet sich am Ende der Fingernägel und versorgt diese mit wichtigen Nährstoffen. Durch Umwelteinflüsse oder zu häufiges Waschen kann sie austrocknen und rissig werden. Schneiden Sie überstehende Nagelhaut auf keinen Fall ab. Das ist schmerzhaft und führt im schlimmsten Fall zu Entzündungen. Schieben Sie die Nagelhaut lediglich mit einem Stab aus Rosenholz (alternativ eignen sich auch Wattestäbchen) zurück. Am besten nach einem Bad oder nachdem Sie Ihre Hände in einer Schüssel eingeweicht haben. Verwenden Sie für Ihre Nagelhaut eine Nagelcreme oder Olivenöl, um sie dauerhaft geschmeidig zu halten.

Tipp 4. Verwenden Sie nur sporadisch lösungsmittelhaltige Nagellackentferner.

Während die meisten kosmetischen Nagellacke kein Problem für Ihre Fingernägel darstellen, sieht es mit den Nagellackentfernern anders aus. Die enthaltenen Lösungsmittel schaden Ihren Nägeln bei häufiger Anwendung. Sie trocknen die Fingernägel aus, was dazu führt, dass die Fingernägel brüchig werden und ihren Glanz verlieren. Verwenden Sie entsprechende Produkte deshalb so selten wie möglich oder greifen Sie zu einem Nagellackentferner, der frei von Lösungsmitteln ist.

Tipp: Gönnen Sie Ihren Fingernägeln hin und wieder eine Pause, während der Sie auf Nagellack verzichten. So haben die Nägel die Möglichkeit, sich zu regenerieren.

Tipp 5. Gönnen Sie trockenen und spröden Fingernägeln ein Öl-Bad.

Wenn Sie feststellen, dass Ihre Fingernägel trocken und spröde wirken, können Sie ihnen mit einem Bad in Öl etwas Gutes tun. Erwärmen Sie dazu wahlweise Mandel- oder Olivenöl, geben dieses in eine Schüssel und tauchen Sie Ihre Finger für einige Minuten unter. Massieren Sie das Öl dabei in die Nägel und die Nagelhaut ein. Alternativ können Sie auch ein spezielles Nagelöl verwenden, das wichtige Nährstoffe für die Nägel enthält.

Tipp 6. Verwenden Sie bei weichen und brüchigen Nägeln einen Nagelhärter.

Tragen Sie den Nagelhärter regelmäßig auf Ihre brüchigen und weichen Fingernägel auf. Das enthaltene Keratin macht den Nagel härter und verhindert so, dass dieser brechen kann oder es zu Rissen kommt. Verwenden Sie den Härter möglichst nur an der oberen Hälfte der Fingernägel. So bleibt der untere Teil der Fingernägel flexibel.

Tipp 7. Ernähren Sie sich richtig.

Schönheit kommt von innen. An diesem Spruch ist etwas dran, denn auch der Zustand der Fingernägel hängt stark von der Ernährung ab. Insbesondere Biotin sorgt für eine Fingernagelpflege von innen. Enthalten ist das Vitamin unter anderem in Eiern, Champignons, Haferflocken und Nüssen. Bauen Sie diese Lebensmittel in Ihre Ernährung ein und versorgen Sie Ihre Fingernägel so ganz automatisch mit wichtigen Nährstoffen.

Tipp 8. Tragen Sie beim Putzen und der Gartenarbeit Handschuhe.

Zur Pflege der Fingernägel gehört auch, Verletzungen von Nagel und Nagelhaut vorzubeugen. Mit Handschuhen schützen Sie Ihre Fingernägel bei Gartenarbeiten. Auch beim Putzen mit scharfen Reinigungsmitteln sind die Handschuhe Pflicht. Sie verhindern, dass die aggressiven Substanzen die Nägel angreifen und ihnen Fett und Feuchtigkeit entziehen. Achten Sie darauf, dass die Handschuhe einerseits keine Flüssigkeit durchlassen, andererseits aber atmungsaktiv sind, um die Schweißbildung zu verhindern.

Wie vermeide ich Nagelpilz?

Nagelpilz an den Fingern ist unangenehm und zudem ein ästhetisches Problem. Mit der richtigen Pflege beugen Sie der Entstehung von Infektionen bereits wirksam vor. Es gibt allerdings noch weitere Verhaltensregeln, an die Sie sich halten sollten, um eine Ansteckung mit Nagelpilz zu vermeiden:

  • Reinigen Sie Nagelscheren, Nagelfeilen und Nagelknipser durch Abkochen oder mit hochprozentigem Alkohol (>70 %).
  • Verwenden Sie getrennte Scheren, Feilen und Knipser für Finger- und Fußnägel sowie für unterschiedliche Personen.
  • Waschen Sie Handtücher bei mindestens 60 Grad Celsius, um Pilze und andere Erreger zuverlässig abzutöten.

Haben Sie sich trotz Pflege und Vorsichtsmaßnahmen mit Fingernagelpilz angesteckt, hilft eine rasche und zielgerichtete Behandlung durch den Hautarzt. Er kann Ihnen nach einer ausführlichen Untersuchung spezielle Cremes oder Tabletten gegen Nagelpilz verschreiben, die Sie zuhause anwenden.

 

Quellen:

https://www.hautarztzentrum-kiel.de/top-ten-der-nagelpflege/
https://www.hautarztpraxis-mainz.de/bruechige-naegel/
https://www.gesundheit.de/wellness/koerperpflege/hand-und-nagelpflege/22-tipps-zur-hand-und-nagelpflege
https://www.hautarzt-mitte.de/aktuelles/massnahmen-gegen-nagelpilz/

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