in Vorbeugung
Nagelpilz - Vorsicht bei Leihschuhen!
Nagelpilz - Vorsicht bei Leihschuhen! Quelle: Efraimstochter / Pixabay

Verschwitze Sportschuhe und Füße bieten dem Nagelpilz ein Mikroklima, welches sein Wachstum fördert. Die Wahrscheinlichkeit, an Nagelpilz zu erkranken, steigt noch einmal deutlich, falls Sie beim Sport Leihschuhe tragen. Nicht jeder besitzt beispielsweise eigene Schlittschuhe oder Bowlingschuhe. Deshalb werden in den Schlittschuhhallen und Bowlingcentern Leihschuhe vermietet. Auch beim Skisport wird oft auf Leihausrüstung zurückgegriffen. Umso wichtiger ist es in solchen Fällen, sich über die Risiken im Hinblick auf Fuß- und Nagelpilz bewusst zu sein.

Warum sind Leihschuhe kritisch für Nagelpilz?

Fuß- und Nagelpilz sind ansteckende Krankheiten und eng miteinander verwandt. Etwa 15 Prozent der Deutschen haben in ihrem Leben unangenehme Erfahrungen mit Fußpilz gemacht, der in Nagelpilz übergehen kann. Die Infektion kann durch die Berührung von Fußhaut oder Fußnägeln mit abgestorbenen Hautpartikeln einer bereits erkrankten Person ausgelöst werden. Für diese sogenannte Schmierinfektion reichen schon kleine Hautpartikel. Nun stellen Sie sich bitte vor, dass Leihschuhe täglich von mehreren Kunden getragen werden und zudem durch die Hände des Personals gehen. Allein rein statistisch betrachtet wäre es sehr unwahrscheinlich, dass bei diesem Szenario niemand die Leihschuhe benutzt, der mit Fuß- oder Nagelpilz infiziert ist. Sportarten wie Bowling, Schlittschuhlaufen oder Skifahren sind anstrengend und von schwitzenden Füßen lösen sich Hautpartikel. So bequem das einfache Ausleihen von speziellen Sportschuhen auch ist – etwas Vorsicht sollte man unbedingt walten lassen.

Wie Sie Nagelpilz bei Leihschuhen vorbeugen können

Generell sollte den Betreibern von Sportzentren, die Leihschuhe anbieten, das Thema Nagel- und Fußpilz bekannt sein. Vielleicht haben auch Sie bereits beobachtet, dass das Service-Personal dort die Leihschuhe regelmäßig mit Desinfektionsspray behandelt. Wird diese Aufgabe gewissenhaft durchgeführt, ist die Desinfektion ein bewährtes Mittel, um der Ansteckung mit Nagelpilz vorzubeugen. Es schadet aber sicher nicht, wenn Sie auch Ihr eigenes Desinfektionsspray mitbringen und so selbst vorsorgen.

Der zweite Ansatz, um der möglichen Ansteckung mit Fuß- oder Nagelpilz zuvorzukommen, liegt darin, eine Schmierinfektion zu verhindern. Es gilt also, den nackten Fuß vor dem Kontakt mit den Leihschuhen zu schützen. Eine Einlegesohle und zwei Paar übereinander getragene Socken sind hier empfehlenswert. Nicht zuletzt ist es angeraten, nach dem Sport die Füße gründlich zu waschen und frische Socken anzuziehen. Behalten Sie in Erinnerung: Die Fadenpilze (Dermatophyten), die Nagel- und Fußpilz auslösen, sind mit bloßem Auge kaum zu erkennen.

Für wen sind Leihschuhe wegen Nagelpilz tabu?

Wer ein erhöhtes Ansteckungsrisiko für Nagelpilz hat, sollte auf Leihschuhe verzichten. Offene Wunden am Fuß, ein generell geschwächtes Immunsystem, Durchblutungsstörungen und Diabetes sind etwa erhebliche Risikofaktoren. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eigene Schuhe zu kaufen, die garantiert frei von Dermatophyten sind. Denken Sie ebenso an Ihre Mitbürger: Falls Sie bereits mit Fuß- oder Nagelpilz zu kämpfen haben, sind Leihschuhe für Sie tabu.

Fazit: Leihschuhe beim Sport – eine zweischneidige Angelegenheit

Es sind Kostengründe und Bequemlichkeit, die Leihschuhe bei unregelmäßig ausgeübten Sportarten wie Bowling oder Skifahren attraktiv machen. Bei einen gesunden Sportler, der etwas Vorsicht walten lässt, ist es unwahrscheinlich, dass er sich durch den Leihschuh mit Nagelpilz ansteckt. Wirken die Schuhe allerdings generell ungepflegt oder bestehen Vorerkrankungen, sollten Leihschuhe tunlichst gemieden werden. Auch wer eigene Sportschuhe verwendet, sollte diese zur Prophylaxe regelmäßig desinfizieren.

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