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Auf dem Weg zum höchsten Vulkan der Welt: (vl) Sebastian Gerl, Mike Fuchs, Pitt Schmidt

Vier deutsche Abenteurer steuerten mit ihren E-Bikes den knapp 7000 Meter hohen Ojos del Salado in Chile an – da Haut und Nägel extremen Beanspruchungen ausgesetzt waren, musste gezielt Vorsorge getroffen werden

Beim Sport sind Haut und insbesondere Fußnägel oftmals extrem belastet. Das macht die beanspruchten Körperpartien besonders anfällig für Pilzinfektionen, da die Sporen ideale Bedingungen vorfinden. Zum Beispiel bildet sich an den Füßen oder in den Gelenkbeugen ein feuchtwarmes, das Pilzwachstum begünstigendes Mikroklima, und die strapazierte Haut ist ohnehin anfälliger für Infektionen.

Für die vier Abenteurer aus Deutschland, die als erste mit E-Bikes in Chile den höchsten Vulkan der Welt bezwingen wollten, war deshalb von vornherein klar: Die tagelangen Belastungen erforderten ein zusätzliches Maß an Vorsorge. Die Extremradfahrer, angeführt vom Berliner Radsportler und Fotografen Mike Fuchs, wussten sich zu helfen. Als sie zu dem Abenteuer in Südamerika aufbrachen, verfügten sie über eine gut ausgerüstete Expeditionsapotheke, in der sich auch das Antimykotikum Canesten® Extra befand.

„Die unangenehmen Symptome einer Fußpilzinfektion wie Juckreiz, Brennen und Rötung können die Freude an der Expedition erheblich beeinträchtigen“, so der Mediziner des Teams, Jörg von Hübbenet. Eine Pilzinfektion der Zehenzwischenhaut kann zudem auf die Nägel übergreifen, was eine weitergehende Behandlung nach sich zöge.

Die Tour, die durch glühend heiße Wüstenabschnitte ebenso wie durch schneebedeckte Regionen führte, beanspruchte die Haut und die Nägel der vier Teilnehmer aufs Äußerste. Besonders gefährdet war der Expeditionsteilnehmer Pitt Schmidt, ein Handwerksmeister aus Hamburg: Er ist Typ-1-Diabetiker. „Ich fühle mich dadurch aber nicht gehandicapt, sondern erst recht motiviert“, sagt Schmidt.

Da Jörg von  Jörg von Hübbenet sich auf Sportdiabetologie spezialisiert hat, war Schmidt während der Expedition in besten Händen. Vervollständigt wurde das Expeditions-Quartett durch den Darmstädter Sebastian Gerl.

Nach der Ankunft in Chile und einigen Tagen der Akklimatisierung startete die eigentliche Expedition, der Aufstieg zum Vulkan. Binnen elf Tagen kam das Quartett bis knapp unterhalb des Gipfels in 6890 Meter Höhe, dann vereitelte ein Wetterumschwung den weiteren Aufstieg. Doch sowohl der Aufstieg wie auch der Abstieg verliefen dank der guten Vorbereitung ohne medizinische Komplikationen.

„Immer geht es um die perfekte Symbiose von Mensch und Technik“, sagt Fuchs zu seiner Motivation, das Abenteuer in Angriff zu nehmen. „Dank Forschung und Fortschritt in der Mobilität schaffen wir so das schier Unmögliche.“

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Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz